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Mittwoch, 12. April 2017



immer schön an der Küste entlang

Wir können heute früh durchstarten, denn wir hatten schon gestern den kompletten Reisebericht fertig und geschickt. Jetzt sind es auch nur noch 30km bis Dubrovnik. Wir hatten immerzu hin und her überlegt, ob wir uns Dubrovnik noch einmal anschauen sollen, denn für Herbert wäre es das dritte- und für Annette das zweitemal. Als wir dann die Franjo-Tudjman-Brücke erreichen und zu Füßen ein dickes fettes Kreuzfahrtschiff sehen, mögen wir gar nicht mehr nach Dubrovnik abbiegen. Heutzutage werden die schönen Orte eh immer so touristisch ausgeschlachtet, kommen täglich die Kreuzfahrtschiffe und spucken hunderte Touristen aus, die dann wie die Ameisen über die Orte herfallen. Wir bleiben also auf der Küstenstraße und fahren weiter in Richtung Cavtat. In Posavskog halten wir noch beim Lidl und wollen dort dies und das kaufen, hauptsächlich wollen wir unsere Kunas (210Kn) verbraten. Bei der Weiterfahrt sehen wir noch eine Autowäsche, wo wir den gestrigen Dreck (alles war kiesverschmiert) abwaschen, und anschließend eine Tankstelle, wo wir die allerletzten Kunas (193KN) vertanken.



Vorsicht Wildschweine



es geht über die Tudjman-Brücke, die 518m lang ist




ein Blick auf Dubrovnik aus dem Seitenfenster



hier noch ein Blick auf Dubrovnik aus weiter Ferne



die Küste bleibt schön

Auf den paar Kilometern bis zur Grenze können wir noch ein wenig Revue passieren lassen. Kroatien ist ein schönes Land, aber so richtig ist der Funke nicht übergesprungen. Die Adria-Magistrale ist eine tolle Fahrt mit fantastischen Buchten und Ausblicken, aber die Fahrt ist auch endlos lang und ermüdet irgendwann. Gut war, dass wir die Küste auf der richtigen (der rechten) Seite hatten, sodass Annette während der Fahrt hunderte Fotos machen konnte. Früher waren wir ja öfters in Istrien, in Rovinj, aber im Grunde ging es uns rein um FKK-Camping. Frankreich finden wir in dieser Beziehung viel schöner, und da ist nicht so viel Beton. So, Grenze erreicht. Diesmal brauchen wir nur 40 Minuten, bis wir drüben in Montenegro sind. Ein letztesmal heißt es nun Dovidenja - Auf Wiedersehen. (Auf russisch wäre das Dosvidanja, mit s). Man will jetzt die Pässe und die grüne Versicherungskarte sehen, und dann sind wir durch.



an der Grenze zu Montenegro brauchen wir nur 40 Minuten

Der erste Eindruck von Montenegro ist der, dass alles etwas einfacher und bescheidener aussieht. Die Straßen sind mal gut, mal schlecht. Man merkt, dass in Kroatien mehr Wohlstand herrscht. Kein Wunder, haben die sich doch fast die gesamte Adriaküste einverleibt, wenn man sich mal die Karte anschaut. Der erste größere Ort in Montenegro ist Herceg Novi. Hier ist auch manches wieder auf kyrillisch beschriftet, aber es wirkt, als würde die kyrillische Schreibweise langsam aussterben. Gestern in Bosnien-Herzegovina war das kyrillische immer mit Graffiti überschmiert. Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Kotor-Bucht. Fast sind wir geneigt, die Fähre zu nehmen und die gesamte Bucht abzuschneiden, aber dann wollen wir doch ganz um die Bucht herumfahren. Ein Ort ist hübscher als der andere; unsere Kamera macht Überstunden. Total nett alles, und überall gibt es Apartments zu mieten. Nach mehr als der Hälfte der Bucht kommt der Ort Kotor, der aus allen Nähten platzt, was die vielen parkenden Autos angeht. Schade, aber hier kommen wir nirgends unter.



wir fahren ganz um die Bucht von Kotor herum - da links liegen die Fähren, die zum anderen Ufer pendeln



die Bucht ist groß, aber die Umrundung lohnt sich



welche Idylle

Hinter Kotor halten wir uns in Richtung Budva, aber die Straße scheint in die Berge zu gehen. Es ist auch von einem Tunnel die Rede. Bei der erstbesten Gelegenheit kehrt Herbert um und will weiter an der Bucht entlangfahren. Die Fahrt wird fast noch hübscher hier, aber die Straße ist nicht viel mehr als einspurig. Was sind wir froh, dass jetzt um halb zwei kaum jemand hier entlangfährt, und doch muss dann immer einer dem anderen ausweichen, wenn mal Gegenverkehr ist. Annette hat für sowas immer keine Nerven. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir den Ort, an dem die Fähre angelegt hätte, die ständig hin- und herpendelt. Kurz darauf sehen wir eine größere Brachfläche direkt am Wasser. Dort halten wir an und können zum erstenmal die Stühle herausstellen. Hier stören wir niemanden, und niemand stört uns. Die Bucht kommt uns fast vor wie ein See, das Wasser so ruhig und auch scheinbar gar nicht tief. Die Farbe, dieses türkis, ist immer wieder einmalig.



hinter Kotor ist die Straße schmal und etwas abenteuerlich zu befahren


 



alles ist sehr beschaulich an der Bucht von Kotor



wirklich abenteuerlich, besonders als der Transporter so losfährt



endlich können wir mal draußen auf unseren Stühlen sitzen



unser Übernachtungsplatz an der Bucht von Kotor

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