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Sonntag, 30. September 2018



ein Blick auf die Rehe aus unserem Wohnzimmerfenster

Seit wir wissen, dass der Fußboden in der Wohnung Parkett und nicht Laminat ist, findet Annette, dass man ja mal schauen könnte, ob man ihn noch retten kann. Herbert will von diesem Thema nichts wissen. Heute beim Frühstück sagt Annette, dass sie morgen trotzdem mal den Parkettheini fragen wird, ob man den Fußboden abschleifen und dunkel beizen und mit Klarlack überziehen kann. Herbert flippt fast aus bei diesem Thema, nennt Annette eine Pfennigfuchserin usw. Aber wenn man auf diese Weise 4.000 EUR und sich einen Haufen Arbeit sparen kann? (Wer weiß, ob unterm Parkett nicht noch der alte Teppichboden liegt, der dann auch noch rausmuss. Laut Baubeschreibung wurden damals in allen drei Wohnungen Teppichböden verlegt. Und  der Estrich darunter? Wie sieht der aus? Wie muss der noch vorbehandelt werden, bevor das neue Parkett verklebt werden kann.)  Dieses Abschleifen und Lackieren von Parkett hatten wir mal machen lassen in unserer Wohnung in Marquartstein. Da hatte man auf dem Parkett auch genau gesehen, wo die Teppiche lagen und ein riesiger schwarzer Fleck war im Eingangsbereich, wohl von nassen Schuhen. Und dieses Parkett sah nach dem Abschleifen wieder aus wie neu. 4.000 EUR weniger, die könnten wir in die Renovierung des Bads stecken oder in die neue Heiztherme. Und dann muss Annette sich später nicht anhören, wie das ganze schöne Geld in die blöde Wohnung im Osten gesteckt wurde. Am Arsch der Welt. Zumal ihr Bruder das Parkett selbst verlegt hat; er war ja Tischler, und das wäre dann noch ein schönes Andenken an ihn, wenn der jetzige Fußboden drinnen bliebe. Die jetzigen Scheuerleisten würden natürlich nicht mehr dazu passen, aber die wollten wir ohnehin in weiß verlegen lassen, auch beim neuen Parkett. Der Parkettheini hatte uns in seinem Studio noch gesagt, dass 11 Jahre kein Alter wäre, wenn es denn Parkett gewesen wäre. -- So, jetzt Themawechsel: Am späten Nachmittag, Herbert liegt auf dem Bett und liest, Annette sitzt vorn, hört Radio und liest, sieht sie jemanden draußen mit einem Hund laufen, ein ganz kleines Ding, direkt an unserem Platz vorbei. Ach, du lieber Gott, schon wieder Leute mit Hund. Sie macht das Fenster auf und sagt dem Mann: Hunde sind auf dem Platz verboten. Gestern gab es hier eine unschöne Szene mit Leuten, die auch einen Hund hatten; die mussten den Platz verlassen. Das Betreiberpaar kommt immer so zwischen 17 und 18 Uhr. Am besten nehmen sie das Hundi nach drinnen, damit man es nicht sieht. -- Sind die so streng hier?, fragt er. -- Ja, ich fand das auch ganz schön barsch gestern. -- Na, dann vielen Dank für den Tip . . . Darauf wendet sich der Mann an das kleine Hundi und sagt: Hast du gehört, Evi, die wollen dich hier nicht . . Annette macht das Fenster zu und sagt zu Herbert: Hach, jeden Tag eine gute Tat. Das hat man nicht nur bei euch bei den Pfadfindern gesagt, sondern auch bei den Pionieren. Keine zehn Minuten später kommt das Betreiberpaar - vom Hundi ist nichts mehr zu sehen.

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Freitag, 28. September 2018

Die Sonne lacht, aber es ist nicht gerade warm bei nur 14°C. Jetzt, da wir den Schuppen am Haus ja für uns haben, könnten wir endlich die Fahrräder dort unterstellen, damit sie nicht länger in der jetzigen Witterung draußen ausharren müssen. Zum Radfahren haben wir nun eh keine Zeit mehr, wenn es ans Renovieren geht, und zu kalt wird es auch dafür, Wir glauben, dass, wenn wir die Rücksitze am Audi umklappen, ein Fahrrad hineinpassen müsste. Passt dann aber doch nicht, und so beschließen wir, dass Annette mit dem Fahrrad zur Wohnung radelt und Herbert sie dort wieder abholt. Mit dem Bus wäre es ja kein Problem für sie gewesen, aber Elmenhorst ist nicht mehr Stadtgebiet, da fahren die Busse nur selten. Und wir wollen eh wieder zum Kaufland, Weintrauben kaufen; die waren gestern so gut (Muskat). Also los geht es. Über Lichtenhagen-Dorf und Alt-Sievershagen, beides nicht mehr Stadtgebiet, aber hübsch zu fahren. Auf der B105 beim Ostsee Park abbiegen, übers Schutower Kreuz, auf die Hamburger Straße und gleich schon ist das Ziel erreicht. Dies wäre in Zukunft auch die Strecke, wenn wir mit den Fahrrädern nach Warnemünde wollen. Ist besser als parallel zur Stadtautobahn. So, der Herbert ist natürlich schon am Haus. Wir bringen dann schon mal den Werkzeugkoffer und das Radio in die Wohnung. Jetzt, so allein in der Wohnung und in Ruhe, glauben wir, dass sie eine richtige Perle werden kann, und bei unserem Geschmack, was das Einrichten angeht, sowieso. Herbert hatte sich geärgert, dass Annette gestern die Fotos der Wohnung gezeigt hat, so unrenoviert und leer und winzig. Aber sie findet, dass es nicht immer alles nur schön und perfekt sein muss in unseren Berichten, denn das wäre unrealistisch und langweilig. Uns gefällt jetzt auch das große Dachfenster im Schlafzimmer, das quadratisch ist; das hatten wir so groß nicht in Erinnerung, und wir hatten auch nur ganz wenige Fotos der Wohnung. Schade, dass die Kamera jetzt im Auto liegt. So, am Montag kommen der Parkettleger und der Küchenheini zur Besichtigung, und dann werden wir loslegen mit dem Rausreißen des Fußbodens. Am Montag können wir uns auch endlich anmelden im Einwohnermeldeamt.

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Donnerstag, 27. September 2018



so steht man auf dem Stellplatz Gewerbeallee in Elmenhorst

Ein Tag mit sehr milden Temperaturen liegt vor uns. Annette geht morgens zum Bäcker, der ja gleich um die Ecke ist. Dann warten wir darauf, dass es Nachmittag wird und wir die Wohnung übernehmen können. Wir füllen den Wassertank auf, denn morgen soll es ja kälter werden, und was man heute kann besorgen . . Wir fahren dann so los, dass wir schon gegen 16 Uhr am Haus sind. Ein junges Paar steigt gerade aus dem Auto und geht auf das Haus zu. Das wird wohl der Mieter mit seiner Freundin sein. Wir klingeln und gehen hinauf. Huch, Sie sind zu früh, wir sind noch gar nicht fertig. Macht nix, wir können derweil unseren Kofferraum ausräumen und die Sachen in den Schuppen stellen. Wir hatten ja dies und das im Kofferraum, wie Werkzeugkiste, Radio, Staubsauger, Putzmittel, was wir alles gebrauchen können, bevor die Umzugskartons und die neuen Möbel kommen. Dann ist es soweit: Wir machen nur Fotos vom Strom- und Gaszähler, das ist alles. Wir sagen dem jungen Paar, dass wir die Wohnung gar nicht so klein in Erinnerung haben. Das ging dem Mieter genauso damals bei der Besichtigung, aber wenn sie eingerichtet ist, ist sie viel größer. Freunde und Verwandte wären immer ganz erstaunt gewesen, wie groß die Wohnung sei. Vielleicht 70qm? Er hat mal die Grundfläche gemessen und kam auf 65qm. Aber aufgrund der Schrägen zählen nur 42qm. Der Fußboden ist übrigens doch Parkett, kein Laminat. Jetzt, da er so abgewohnt ist, sieht man die Holzstruktur ganz eindeutig, vor allem am großen Wasserfleck unterm Schlafzimmerfenster. Den Fliesenboden in der Küche können wir wohl so beibehalten, der ist ja doch neutral und noch ganz gut. Das Bad sieht jetzt weniger hässlich aus als in unserer Erinnerung bzw. auf den alten Fotos; damit können wir leben bis zur Renovierung im nächsten Sommer. Die Spülmaschine brauchen wir ja nicht mehr, wenngleich sie erst 2,5 Jahre alt und sogar von Bosch ist. Die nimmt der Mieter gern. Genauso den Herd, dessen Front wir zu hässlich finden. Nur der Kühlschrank hat eine Chance bei uns. Wir verabschieden das junge Paar, das ja ins Elternhaus des Mieters zieht; er hat das Haus geerbt. Jetzt fahren wir noch zum Kaufland im City Park, kaufen wieder ein Huhn, in weiser Voraussicht, dass das Wetter ja morgen ungemütlich wird. Gegen halb sieben sind wir daheim auf dem Stellplatz.



leer wirkt die Wohnung doch arg klein



es ist doch Parkett, kein Laminat, aber total abgewohnt alles



den Fußboden werden wir vielleicht doch so lassen, der geht ja noch



schönes Ambiente auf dem Stellplatz am Abend

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Samstag, 29. September 2018



morgens um zehn vor sieben auf dem Stellplatz von Elmenhorst

Wieder ein sonniger aber kalter Tag. Stürmisch war die Nacht, und wir finden, dass das zweite Fahrrad jetzt auch untergestellt werden soll und wir nicht bis Montag damit warten sollten. Wir hatten die Fahrräder immer ungern und äußerst selten über Nacht auf dem Fahrradträger gelassen, weil sich durch das Gewicht der Fahrräder die Hecktür verziehen kann. Annette findet, dass sie jetzt zur Wohnung radeln und mit Bus und Bahn zurückkehren sollte nach Elmenhorst. Herbert will mit dem Audi mitfahren, aber das ist nicht nötig. Gegen halb zehn radelt sie los mit Herberts Fahrrad. Zu dumm, dass sie gestern ihr Sitzkissen an ihrem Fahrrad gelassen hatte. Ohne kann sie nicht fahren, denn sie sitzt immer voll auf ihren Arschknochen und das tut irre weh. Also nimmt sie ein Handtuch als Polsterung und wickelt als Halterung noch eine Plastiktüte drüber. Los geht's mit dem fremden Fahrrad. Es bremst und schaltet sich ja alles ganz anders. Die Fahrt ist leicht und dann geht es mit Bus und Straßenbahn und wieder Bus zurück. Weil sie nicht weiß, ob der Herbert sie nicht doch irgendwo noch abfängt, fährt sie bis Warnemünde-Strand, Endstation. Es dauert eine Ewigkeit, bis der nächste Bus kommt, der gerade noch so das Stadtgebiet bedient und nur alle 30 Minuten fährt. (Sie wäre besser in Lütten-Klein auf der Warnowallee ausgestiegen und über Lichtenhagen-Dorf gegangen.) Dann noch 1,5km zu Fuß und schon ist sie wieder daheim. Wir essen die Hühnersuppe, den Rest von gestern. Am Nachmittag kommen hier Wohnmobilisten an, die einen Hund dabei haben. Welcher Wohnmobilist hat heute keinen Hund? Ruckzuck haben sie ihre Fahrräder draußen und einen Anhänger für den Hund und ruckzuck sind sie weg mit den Rädern. Eine Minute später ist die Betreiberin des Stellplatzes da mit einem Blatt Papier und fragt uns, zu welchem Wohnmobil der Hund gehört hatte? Dummerweise sagt Herbert, welches Wohnmobil es war. Die Betreiberin zeigt uns das Blatt Papier, auf dem steht: "Dies ist ein hundefreier Platz. Bitte verlassen Sie schnellstmöglich das Gelände." Das klebt sie jetzt an die Tür des Wohnmobils. Als die Leute am späten Nachmittag zurück sind, tun sie Annette richtig leid, zumal es so ein schöner Hund ist. Weil Hundi gemobbt wird, müssen die Leute nun abreisen. Ja gut, es steht draußen dran, dass Hunde nicht erlaubt sind (ein Zeichen mit einem durchgestrichenen Hund), auch an der Schranke, die dann öffnet, aber vor lauter Infoschildern überall auf dem Platz wird man blind für die vielen Informationen und Verbote. Die Leute reisen ab und werden diesen Platz wohl nicht weiterempfehlen.



auf geht es mit Herberts Fahrrad

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Mittwoch, 26. September 2018



das sind die Kosten und Leistungen auf dem Stellplatz in Elmenhorst

Kein Licht am Morgenhimmel, keine Sonne. Nach dem Frühstück packen wir alles zusammen, Fahrräder hinten drauf und auf nach Elmenhorst. Zuerst hatten wir uns für den Stellplatz im Grünen bei der Fa. Stuhr entschieden, aber wenn es wider Erwarten Regen geben sollte, würden wir da auf einer Wiese unter Wasser stehen. Also auf zum anderen Stellplatz im Gewerbegebiet. Wir kommt der Herbert eigentlich immer mit seinem Fuß an die Pedalen im Audi? Annette hat ja wirklich lange Beine, hat bei Hosen eine Hosenbeinlänge von 32 Inches, der Herbert bloß 30 Inches, und doch muss sie jetzt im Audi ihren Hintern wieder ganz nach vorne schieben auf dem Sitz, und dann, Moment, noch etwas weiter vor, so jetzt, Fuß auf die Bremse, denn sonst startet der Motor nicht. Dann den Sitz ganz doll nach vorne schieben und losfahren. Wir sind um 9 Uhr auf dem Platz, ziehen das Ticket und hängen uns gleich mal an den Strom. Dann Laptop raus und den gestrigen Tag schreiben. Eine Email unseres Mieters erreicht uns, gestern geschrieben: Er würde heute planmäßig umziehen, und er würde gern bis zum Wochenende einen Wohnungsübergabetermin vereinbaren. Er sei da sehr flexibel, da er aktuell Urlaub hätte. Annette möge ihn anrufen wegen der Übergabe. Das macht sie und wir werden dann morgen um 17 Uhr die Wohnung übernehmen. Uff, wieder eine Hürde genommen. Der Rest des Tages ist etwas trist, weil es draußen auch nicht gerade erfreulich aussieht. Alles grau in grau. In der kleinen alten gelben Telefonzelle auf dem Platz tauschen wir auch wieder Bücher, haben vor kurzem angefangen mit "Auf fremdem Terrain" von Alexandra Marinina, und "Bread Upon The Waters" von Irwin Shaw. Zu Mittag essen wir Kassler mit Sauerkraut, das wir am Montag im Kaufland gekauft hatten. Das Radio spielt und sie sagen, dass der Fährbetrieb zwischen Kabutzenhof und Gehlsdorf (über die Warnow, am Stadthafen) seit 15:40 Uhr eingestellt ist aufgrund des Sturms. Heute ist Windstärke 7 bis 8. Bis zum Abend trudeln auf dem Platz noch ein paar Wohnmobile ein.



bis zum Abend kommen noch ein paar Wohnmobile hinzu



Ver- und Entsorgungsstation, Toiletten, Duschen, alles da



Mecklenburg-Vorpommern ist eines der schönsten Bundesländer Deutschlands . . .

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