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Montag, 05. September 2016



unser Übernachtungsplatz an der Autobahn - und auch hier haben wir wieder freies WIFI (Service der Piräus Bank)

Richtig leer ist der Rastplatz, als wir morgens aufwachen. Auf einem Schild lesen wir, dass man sein Fahrzeug abschließen soll, dass der Rastplatz nicht verantwortlich sei für verlorengehende Gegenstände. Ja, jetzt sind wir nicht mehr auf Kreta, wo man an sowas überhaupt nicht denken musste, wo die Einheimischen immer ihre Schlüssel an ihren Motorrädern hängenließen, wo wir nachts alle Seitenfenster aufließen. Es wird wieder ein toller Tag mit viel Sonne und Hitze. Unser nächstes Ziel - Korinth - ist schnell erreicht, und wir biegen ab zur Isthmus Brücke, die als solche ausgeschildert ist, Ansonsten würde man auf der Autobahn nämlich vorbeifahren am berühmten Kanal von Korinth. Es ist gegen halb zehn, aber ein erster Reisebus hat schon eine erste Busladung Touristen angebracht. Es ist ein eigenartiges Gefühl, über die Brücke zu gehen, die schwankt und federt. Auf einer großen Tafel ist auf griechisch, türkisch und englisch zu lesen, dass zwei Ungarn den Kanal von Korinth, geplant und gebaut haben, dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Der Bau dauerte von 1881 bis 1893. 



weiter geht es nach Korinth



en Blick aus dem Seitenfenster - wir überqueren den Kanal von Korinth



der Kanal gilt als Meisterwerk der Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts



da unten (wo es so gelb ist) kann man Bungee springen - viel Glück



die verrostenden Schlösser und die Papierschleifen sind für uns immer nur Vermüllung

Vorbei an diversen Souvenirständen gehen wir dann zu einem der Souvlaki-Grills. Hier am Kanal von Korinth müssen wir immer Souvlaki essen, die kleinen Fleischspieße. Damals, als Herbert, der die Gegend um den Kanal seit den 1970er Jahren kennt, als es die Autobahn noch nicht gab und als der gesamte Verkehr über die Brücke und den Kanal ging, herrschte hier Hochbetrieb in Sachen Souvlaki. Damals waren es mobile Stände, und ein jeder bot Souvlaki an, die besten im ganzen Land. Jetzt essen wir uns erstmal vier Stück, und dann nochmal vier. Schließlich hatten wir ja heute kein Frühstück. Dann fahren wir weiter und sind erstaunt, dass die Autobahn in so gutem Zustand ist. Hinter Korinth kennen wir sie von 2009 her als absolute Rumpelbahn mit tausend Schlaglöchern. Jetzt hat man sie erneuert bzw, ist noch dabei. Eine Autobahnspur ist fertig und die Gegenfahrbahn ist noch im Bau. Es gibt noch ganz wenige und kurze Strecken, die noch alt sind. Wir kommen also sehr gut voran und haben bis Patra eine Maut von 16 EUR zu zahlen, wobei zwei Zahlstellen noch im Bau sind, die später noch hinzukommen.



am Kanal von Korinth essen wir immer Souvlaki, diese kleinen Fleischspieße



kalí órexi - guten Appetit


 



diese Sondermünze als Wechselgeld (den schönen Diskuswerfer bekamen wir im Sommer ganz oft in die Hände)



fast immer sehen wir das Meer auf der Fahrt nach Patra

Fast die gesamte Fahrt geht am Meer entlang, und selbst nach vier Monaten haben wir den Anblick des blauen Mittelmeers längst nicht satt. Irgendwann, so gegen 13 Uhr, erreichen wir Patra und sehen die schöne neue Brücke, die von Rio nach Antirio übers Wasser geht. In der Stadt tanken wir ein letztesmal, für 1,07/L EUR, es wäre woanders aber auch für 1,03 EUR/L gegangen. Wir kaufen noch ein paar Weintrauben für die Überfahrt und fahren dann schon mal in den neuen Hafen, den South Port, wo wir uns auf einen Parkplatz stellen. So viele Wohnmobile, wir wir heute und hier zu Gesicht bekommen, hatten wir auf Kreta in dreieinhalb Monaten nicht gesehen. Hier sind es jetzt fast alles Deutsche, dann noch ein paar Österreicher. Das große Warten beginnt. Leute aus Ravensburg, mit denen wir ins Gespräch kommen, sagen uns, dass wir mit unseren Tickets noch zum Einchecken gehen müssten, wo wir dann auch schon die Schlüsselkarten für die Kabine bekämen. Also anders als auf der Hinfahrt. Gegen 17 Uhr fahren wir dann zum Dock C. Die Fähre soll um 19 Uhr ablegen, und gegen 18 Uhr sehen wir sie kommen. Bis alle Fahrzeuge an Bord sind, dauert es dann schon noch eine Zeit, und es dämmert schon sehr. Schade, dass der letzte Blick auf Patra nicht mehr so brillant ist. Wir schauen uns dann noch etwas um auf der Fähre, der Cruise Europa, die baugleich ist mit der Cruise Olympia, mit der wir Ende April gekommen sind. Dann gehen wir auch schon auf die Kabine und bald zu Bett. Die Klimaanlage ist sehr hoch eingestellt und rauscht die ganze Nacht.



die Brücke, die in Patra von Rio rüber nach Antirio geht, aus dem Seitenfenster



wir erreichen Patra und fahren zum South Port, dem neuen Hafen



Check-in in der neuen Abfertigungshalle



unsere Fähre - die Cruise Europa Highspeed - kommt



jetzt nehmen wir endgültig Abschied von Griechenland (Ellada, Hellas)



ein allerletzter Blick auf Patra

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