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Freitag, 27. September 2013



ein letzter Blick auf unseren Platz in La Azohía

Als Annette morgens aufsteht, ist ihr so schwindelig, dass sie fast torkelt, als sie durch die Wohnung läuft. Was ist denn das? Als wäre sie auf einem Schiff. Später staunt sie, dass sie beim Schreiben überhaupt irgendwas zustande gebracht hat. Wenn sie nach links oder rechts schaut, dreht sich alles. Heute sollen die Temperaturen ja nicht ganz so brachial werden, genau das richtige, hatten wir uns gedacht, um weiterzuziehen, denn hier am kleinen Hafen von La Azohía können wir uns ja doch nicht so richtig ausbreiten, die Markise ausfahren, Tisch und Stühle herausstellen und so weiter. Ein Platz mit mehr Auslauf wäre uns da doch lieber. Aber wenn es Annette so schwummerig ist, müssen wir wohl noch etwas warten mit der Abfahrt. Und so kommen wir erst gegen halb elf los. 



Mazarrón liegt vor uns



die Kreisverkehre in Mazarrón haben seefahrerische Motive

Wir fahren über Mazarrón, wo wir wieder einen größeren Einkauf tätigen, damit wir für mehrere Tage autark sein können. Man weiß ja nie, wohin es einen verschlägt, nicht wahr? Die Fahrt durch Mazarrón ist gar nicht so schlecht; viele Kreisverkehre haben seefahrerische Motive. Wären wir doch besser noch zum Puerto de Mazarrón, dem Hafen von Mazarrón abgebogen. Aber wir fahren weiter, und zwar wollen wir zur Ziegenwiese, der berühmt-berüchtigten, von der man in allen Wohnmobilforen und spanischen Reiseberichten so viel hört und liest. Wenn auch die meisten Kommentare so lauten: Wie kann man da nur hinfahren, so hässlich, da will man nicht den Winter verbringen. Aber alle scheinen die Ziegenwiese zu kennen und schon mal da gewesen zu sein. Sie soll in der Nähe des Dorfes Cañada del Gallego sein. Grob gesehen zwischen Mazarron und Águilas



jetzt geht es an Treibhäusern vorbei

Von der N332 biegen wir also ab nach Cañada del Gallegokurven an den Plantagen und Treibhäusern vorbei in Richtung Meer, aber von der Ziegenwiese bzw. von den vielen Wohnmobilen, die man angeblich schon von weitem sehen würde, ist keine Spur. Dafür gehen die hässlichen zusammengeschusterten Folienhäuser bis zum Horizont; die Gegend ist hier besonders öde. (Aber man will ja auch das ganze Jahr über Tomaten, Erdbeeren usw. haben.) In Cañada del Gallego geht eine Straße ab zum Dorf Calnegre, das direkt am Meer liegt; jedenfalls sieht es auf der Karte so aus. Lassen wir die Ziegenwiese also sausen - das wäre eh nichts für uns gewesen, wir stehen ja immer lieber für uns allein - und fahren in Richtung Calnegre. Weiter kurvt die Straße an Treibhäusern vorbei, aber irgendwann fahren wir direkt parallel zum Meer.



die Gegend sieht übel aus mit den Treibhäusern



von ganz weitem sehen die Foliendächer aus wie das Meer



wir sind in Richtung Calnegre unterwegs

Kurz vor dem Dorf Los Cloques sehen wir drei Wohnmobile direkt am Strand stehen. Alles Spanier. Stellen wir uns doch einfach dazu, sagen wir uns. Es gibt auch noch eine schöne Lücke für uns. Einer der Spanier hilft Herbert beim Rangieren, und überhaupt sind es alles freundliche Nachbarn, die wir hier haben. Der Blick aufs Meer ist natürlich toll; der Wind geht, die Wellen rauschen, wir lassen unsere Gedanken treiben. Ach ja, der Platz am Hafen von La Azohía war zwar wirklich hübsch, aber hier haben wir mehr Platz und alles ist abenteuerlicher. Der Strandabschnitt ist zu beiden Seiten von Felsen eingerahmt. Herrlich, der Blick. Abends wird es ganz dunkel in der Ferne, ein paar Blitze zucken und der Wind nimmt zu. Morgen soll es ja sogar mal regnen. Hätten wir nichts dagegen, wenn der das Salz von unserem Phoenix abwäscht.



beim Dorf Los Cloques haben wir ein schönes Plätzchen direkt am Strand gefunden



ein toller Platz, wo wir uns auch etwas ausbreiten können



unsere Tagesroute ca. 38,5km

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