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Dienstag, 25. September 2012



wir verlassen Monte Naturista und fahren durch Korkeichenwald

Es ist später Vormittag, als wir Monte Naturista verlassen. Jetzt freuen wir uns wieder auf das Land und das freie Stehen überall. Wir fahren bis Abela, wo wir abbiegen und die Fahrt über São Domingos nach Cercal geht. Die paar Dörfer, durch die wir kommen, sehen recht gefällig aus; die Häuser sind ja fast immer ebenerdig und eines ist an das andere gebaut. Es ist eine kurvige Strecke, die auch an einem kleinen Stausee vorbeiführt. Als wir die Stadt Cercal erreichen, wird der Himmel plötzlich ganz dunkel, gerade so, wie das Wetter angekündigt war.


die Dörfer im Alentejo sind beschaulich


die Stadt Cercal unter Wolkenhimmel



wir erreichen Vila Nova de Milfontes

Dann erreichen wir Vila Nova de Milfontes, unser heutiges Etappenziel. An der Lagune entlang fahren wir bis ganz ans Ende, wo sich diese Figur befindet. Stehen können wir hier allerdings nicht, und so suchen und finden wir mitten im Ort eine Brachfläche, wo außer zwei weiteren Wohnmobilen niemand anders geparkt hat. In ein paar Jahren steht auf dieser Fläche garantiert ein neues Haus, aber für eine Nacht stehen wir hier ganz gut.

die Lagune greift tief hinein in den Ort

hier sind wir an der Costa Vicentina, so lesen wir

Dann laufen wir nochmal die Lagune entlang, die ja eigentlich das Mündungsufer des Rio Mira ist. Das Wasser ist hier ganz flach, ohne Wellengang, ideal für Familien mit Kindern. Es ist auch noch einiger Tourismus im Gange; das sehen wir an den vielen Leuten am Strand, die noch ganz blass sind und heuer noch keine Sonne gesehen haben. Ach, der Blick aufs Meer ist herrlich; die Flut kommt auch langsam zurück. Es gibt mehrere Fischrestaurants am Strand, wo schon der Rauch in den Himmel steigt.

die Küste ist recht zerklüftet

hier sitzen wir und schnüffeln die jodhaltige Meeresbrise

noch ein Blick auf die Bucht von Milfontes

es gibt mehrere Restaurants am Strand

Wir gehen dann in den Ort und fragen bei der Touristinformation nach einer winzig kleinen Landkarte, auf der die Küstenregion verzeichnet ist. Rotas do Vinho - Weinrouten, so heißen die kleinen Faltkarten, die es für etliche Regionen Portugals gibt (wir haben bestimmt schon 4 oder 5 solcher Karten). Die Angestellte sagt, dass jetzt im September alle Karten längst aus seien; sie hätte jetzt nur noch andere Karten, aber die kleinen Faltkarten seien viel detaillierter. Na, wir nehmen dann eine andere Karte mit, und für die Statistik werden wir wie immer nach unserer Nationalität gefragt.   

 wir wandeln durch den Ort

links befindet sich das Castelo aus dem Jahre 1602

 Blick auf die Kirche von Vila Nova de Milfontes

Die kleinen Pensionen und Hotels im Ort sind sehr schnuckelig; es ist halt kein Massentourismus, der hier an der Costa Vicentina herrscht. Irgendwann wurde uns mal erzählt, dass man schon deshalb hier keinen Massentourismus ansiedeln konnte, weil das Meer hier einfach zu kalt ist. Besser gesagt, würde die Wassertemperatur von einem Tag zum anderen total unterschiedlich sein. Na, dem Land steht der milde Tourismus hier an der Westküste jedenfalls gut zu Gesicht. Als wir uns in eines der Cafés setzen, hören wir die Leute am Nebentisch deutsch sprechen. Ja, hier sind wieder mehr Deutsche zu finden. Wir reden ein bisschen, und auch sie, die nur für eine Woche hier sind, sagen, dass ihnen Portugal sehr gefällt, dass sie solche Schönheit gar nicht vermutet hätten. Abends legt sich ein herrlich goldenes Licht auf den Ort und das Meer. Und es trudeln noch ein paar mehr Wohnmobile auf dem Platz ein.

wir sitzen mal wieder in einem Café

der Abend kommt

auf einer Brachfläche mitten im Ort sind wir untergekommen



unsere Tagesroute ca. 60km

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