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Donnerstag, 06. September 2012


hier haben wir uns wohl irgendwie verfahren

Wir fahren weiter, und weil es in diesem Küstenabschnitt kaum irgendwelche Beschilderungen gibt, verirren wir uns ein wenig. Wir halten uns zwar immer an der Küste, aber zweimal passiert es uns, dass die Straße nicht mehr weiterführt. Beim zweitenmal landen wir am Praia do Norte, kehren dort um und sehen dann ein Schild nach Légua, und wissen dann, wo wir uns befinden.



und auch am Praia do Norte geht es nicht weiter

Dann kommen Schilder für Sítio. Sítio ist gut, das ist direkt neben Nazaré, sagt Annette. Da kommen wir bereits in einen größeren Ort mit einer schönen alten Kirche. Bis wir merken, dass wir bereits in Sítio sind. Über den großen Hauptplatz kommen wir und sehen dann das Schild "Farol" nach rechts. Also folgen wir diesem Schild, denn es handelt sich ja immerhin um einen Leuchtturm. Nach wenigen hundert Metern kommt ein Parkplatz, dessen Boden zwar total ausgewaschen ist, aber eine tolle Lage hat. Als wir aussteigen, liegt uns Nazaré zu Füßen. Mei, so ein schöner Ausblick. Den Leuchtturm sehen wir aber nicht, der ist wohl weiter unten, denn die Straße ist recht abschüssig.

wir fahren durch Sítio Richtung Leuchtturm

die Klippen sind in Sítio mehr als bizarr   (da hinten rechts stehen wir)

Nach dem Frühstück machen wir uns dann auf nach Sítio, sehen diese Klippen, deren Gefährlichkeit den Möwen wohl gar nicht bewusst ist. Die kleine Kapelle, die so nah an die Klippen gebaut ist, geht auf ein Erlebnis zurück, das ein Ratsherr in 1182 hatte. Er soll hier auf der Jagd einen Hirsch verfolgt haben, der dann von der Klippe sprang und als das Pferd nachsetzen wollte, habe die Gottesmutter das Stoßgebet des Reiters gehört und das Pferd, das nur noch mit den Hinterhufen auf dem Felsen stand, zurückgehalten. Und zum Dank für die wundersame Hilfe ließ der Ratsherr dann unmittelbar am Klippenrand diese Kapelle errichten.

der Bau der kleinen Kapelle - Capela da Memória - an dieser Klippe geht auf eine Sage zurück



Blick auf den großen Largo de Nossa Senhora de Nazaré (den Platz) von Sítio



Blick auf die Wallfahrtskirche Nossa Senhora de Nazaré

Überhaupt ist Sítio ein Wallfahrtsort und hat diese beeindruckende Kirche Nossa Senhora de Nazaré, die auf dem Hauptplatz, dem Largo de Nossa Senhora de Nazaré steht. Wir werfen auch mal einen Blick in die Kirche, die nur so protzt vor lauter Gold. Sonst sind die Kirchen in Portugal immer so angenehm bescheiden.



die Gewölbe am Eingang



vom Eingang aus hat man einen guten Blick auf den Largo

Die Besucher werden in Busladungen nach Sítio gebracht, und was uns auffällt ist, dass so viele Franzosen darunter sind. Überall im Ort hören wir französisch, und rund um den Largo sind diverse Stände mit Kinkerlitz, Strickjacken und Tischdecken aufgebaut. Was eigentlich recht typisch ist für solche Wallfahrtsorte. Wir laufen dann noch zur Station der Standseilbahn, die von hier oben hinunter nach Nazaré fährt. Solche Standseilbahnen kennen wir ja von Lissabon und wollen natürlich auch mitfahren, aber nicht jetzt in der Affenhitze. Das müssen wir tun, wenn es Abend wird.



hier geht es hinauf zur Station der Standseilbahn



Sítio ist so hoch gelegen, dass man von überall einen tollen Blick hat



ein lauschiges Plätzchen mitten im Ort



als Wallfahrtsort hat Sítio natürlich eine Menge Einkehrmöglichkeiten



hier fährt der Ascensor - die Standseilbahn - hinunter nach Nazaré

Hier oben, wo die Standseilbahn abfährt, ist es jedenfalls sehr hübsch und der Blick auf Nazaré großartig. Wieviel Leute wieder am Strand sind. Wir kehren dann auf dem Hauptplatz noch in eines der Cafés ein, das Lanchonete, das wohl irgendwie Luncheonette heißen soll. Anschließend kehren wir heim, denn die Hitze bringt uns heute wieder um. Im Laufe des Tages kommen noch ein paar Wohnmobile an, fast alles Franzosen. Morgen wollen wir uns mal aufmachen nach Nazaré.



wir gehen zum Largo de Nossa Senhora zurück



am Platz setzen wir uns ins Café Lanchonete



und hier ist unser Platz an der Straße zum Leuchtturm



unsere Tagesroute ca. 17km

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