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Sonntag, 30. September 2012



Blick auf den Ribeira de Odeceixe

Allzu schwierig war der Weg nach Odeceixe gestern ja nicht, und so wollen wir heute nochmal gehen. Zumal heute ein Stadtfest stattfindet. So hatten wir es gelesen auf einem Banner, der im Dorf hing. Das könnte ja ein sogenannter Zigeunermarkt sein, wie wir ihn von anderswo an der Algarve kennen. Und so gehen wir frohgemut am späten Vormittag wieder los. Heute am Sonntag ist auch das Restaurant, das sich auf halbem Wege zwischen Odeceixe und Praia de Odeceixe befindet, geöffnet.



das Restaurant auf halbem Wege ist geöffnet



Odeceixe ist an den Hang gebaut



heute ist Stadtmarkt in der Unterstadt (Baixa de Odeceixe)

die Einheimischen verkaufen hauptsächlich ihr eigenes Gemüse an den Ständen

Beim Stadtmarkt - Mercado da Vila - handelt es sich dann um ein paar Stände, die in mehreren Straßen und auf dem Hauptplatz aufgestellt sind und an denen die Einheimischen hauptsächlich Gemüse verkaufen. Ein Stand bietet auch Konfitüren an. Die Preise sind sehr niedrig und die Waren kommen wohl direkt aus den Gärten der Leute. Wir wollen später eine Tüte Paprika kaufen, aber jetzt wollen wir erstmal zur Windmühle hinauf. Schön ist jedenfalls, dass der Ort heute am Sonntag recht belebt ist.

die Stände finden sich auf mehreren Straßen



Blick auf den Hauptplatz von Odeceixe



auf dem Hauptplatz wird Kuchen verkauft



wir steigen hinauf zur Kirche

Hitze hin oder her, wir nehmen den Aufstieg zur Windmühle und kommen an der Kirche vorbei. Es ist gerade halb zwölf, als die Kirchglocke einmal schlägt. Und zwar so laut, dass es uns richtig reißt, wie man in Bayern sagt. (Jetzt hab' ich mich erschreckt heißt auf bayrisch: Jetzt hat's mich gerissen.) Und noch mehr Stufen warten auf uns, aber die niedrigen Häuschen, die terrassenförmig an den Hang gebaut sind, sehen putzig aus, wenn sie auch wenig Wohnfläche haben. Der Blick über die Dächer von Odeceixe (übrigens: O-de-sejsch) ist toll, aber von der Windmühle aus noch viel besser.



alles blüht hier wie im Hochsommer



und noch höher geht es für uns . . .



. . . bis wir an der Windmühle ankommen

Oben angekommen, setzen wir uns erstmal auf die Holzbank. Schade, dass die Windsegel an den Flügeln nicht aufgespannt sind. Aber zumindest sind sie noch existent, nur eben eingerollt. Hach, wir genießen den Wind, der heute geht, und den Blick ins Umland. Auch den Ribeira de Odeceixe, den Fluss, können wir von hier oben sehen.



hier müssen wir erstmal verschnaufen



Blick auf Odeceixe von der Mühle aus



da ganz hinten liegen die Häuser von Praia de Odeceixe



ach, wir kehren nochmal in die Quintal dos Sabores ein

Wieder unten im Dorf kaufen wir uns dann rote Paprikaschoten. Das Kilo kostet nur 80 Cents. Wir packen die Tüte recht voll, und als der Verkäufer sie dann auf seine kleine Küchenwaage legt und sich am Taschenrechner zu schaffen macht, kommt er am Ende auf einen Preis von 66 Cents. Da legen wir noch zwei Paprikas in die Tüte und geben ihm dann einen Euro. So, und jetzt kehren wir wieder in den Garten des Geschmacks ein.   



diesmal sitzen wir draußen bei herrlichem Sonnenschein

Diesmal sitzen wir draußen, wo schon eine größere Gruppe Engländer ist. Sie haben richtige Wanderkleidung an, und auch wenn wir uns hier so umschauen, kommt uns alles wie eine Karawanserei vor. Wie eine Oase mit den vielen schattigen Ecken und Sitzgelegenheiten. Stell dir vor, jetzt kommt die nächsten 500km nichts als Wüste, sagt Annette zu Herbert. Desto länger halten wir uns hier auf. Die Engländer brechen dann auf und manche haben sogar Rettungswesten an (muss man das bei der Hitze?). Da fällt uns ein, dass wir ein paar Kanus am Flussufer gesehen hatten; das werden sie wohl gewesen sein, die Engländer. Zurück nach Hause nehmen wir heute eine kleine Abkürzung über einen Feldweg. Und so endet für uns der September.



zurück nehmen wir eine Abkürzung über diesen Feldweg

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