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    Montag, 03. September 2012



wir sitzen wieder in der Bar Rio Mar an der Strandpromenade

Eigentlich hatte es uns gestern ja recht gut gefallen in Praia Vieira, und eigentlich haben wir ja Zeit ohne Ende. Und so entschließen wir uns, noch einen weiteren Tag hier zu bleiben. Morgens ist die Lagune wieder leer und sieht aus wie Schlick. Wir vertrödeln den Tag und machen es wie die Portugiesen: Wir gehen heute erst spät in den Ort, denn je später der Tag, desto mehr Leute sind unterwegs.



einen Banana Split für Herbert

Dann setzen wir uns auch wieder in die Rio Mar Bar, wo Herbert sich einen Banana Split genehmigt. Das Eis wird mit komplettem Besteck - Messer, Gabel, Suppenlöffel - gebracht, und zwar mit zwei Sets. Aber Annette ist nicht so zu begeistern für Eis. Eine solch gute Qualität hatten wir aber lange nicht mehr. Ach, und überhaupt mischen wir uns immer gern unter die Portugiesen, die hier in der Bar sitzen und Bücher lesen.



die Holzboote sind so typisch für Portugal



am Strand ist immer was los



eine große Ladung Fisch muss an den Mann gebracht werden

Dann laufen wir bis zum südlichen Ende der Strandpromenade, wo am Fischstand einiger Trubel herrscht. Wir sehen, dass der Fisch kistenweise verkauft wird, immer zehn Stück, zum Preis von 5 Euros. Das gibt es doch gar nicht, denken wir uns und beobachten die Sache eine Weile lang. Ob die Einheimischen den Fisch kaufen, der recht groß ist. Das tun sie, und dann überlegen wir, ob wir auch mal so eine Ladung kaufen sollten? Bevor der Fisch noch auf den Müll kommt. Wir denken uns, dass wir ja die Hälfte einfrieren könnten. Im Laden gibt es ja auch jede Menge tiefgefrorenen Fisch. Aber DU musst ihn ausnehmen, sagt Herbert. - Ja, ja, das macht mir nix aus, sagt Annette. Und so nehmen auch wir einen Beutel Fische.



eine ganze Kiste Fisch für 5 Euros



auch wir kaufen solche Kiste



je später der Tag, desto mehr Leute



Annette macht sich an die Arbeit

Das Ausnehmen selbst ist dann gar nicht so dramatisch, das machen wir natürlich draußen. Zum Glück haben wir auch einen Entschupper, denn es sind tausend Schuppen an jedem Fisch. Und die Schuppen springen durch die Luft wie bei einem Tischfeuerwerk. Herbert fängt dann mit dem Braten an, und wir machen es so, dass wir 5 Stück gleich braten, zwei davon essen, die anderen drei morgen kalt essen wollen. (Gebratener Fisch schmeckt kalt noch viel besser als heiß.) Die anderen fünf kommen dann ins Eisfach. Und wie ist der Fisch dann auf dem Teller? Also, er ist nicht schlecht, aber nicht zu vergleichen mit Doraden. Aber eine Gaudi war es doch allemal. Und Annette könnte doch jetzt als Fischfrau auf dem Markt anfangen, denn mittlerweile hat sie richtig Übung mit dem Ausnehmen, und 4 Minuten pro Fisch ist doch gar nicht soo langsam, oder?



die Schuppen fliegen wie bei einem Tischfeuerwerk



für die 10 Fische braucht sie 40 Minuten

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