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Freitag, 19. Oktober 2012



von oben können wir auf die Bucht von Boca do Rio schauen

Auch für den Vormittag ist laut Wetterkarte noch Regen vorhergesagt, aber der Himmel sieht schon wieder richtig freundlich aus. Und da wollen wir nicht länger faul sein, sondern mal nach Salema, den nächsten Ort von hier, laufen. Unser Nachbar, der Bogenschütze, hatte uns gesagt, dass man nur über den Berg müsse, dass der Weg nicht weit sei und dass man andererseits in Salema selbst so gut wie gar nicht parken könne mit dem Wohnmobil. Na, wir gehen ja gern zu Fuß, stellt sich nur die Frage, was wir anziehen sollen, denn nach dem gestrigen Regentag haben die Temperaturen stark nachgelassen, das finden wir zumindest am Vormittag.



wir sind auf dem Weg nach Salema und müssen über den Berg

Schließlich gehen wir dann doch in kurzen Hosen los und haben jeweils einen Pullover im Gepäck, der für das schlimmste reichen muss. Aber mittlerweile können wir auch wieder auf die Sonne zählen, die uns schön den Buckel wärmt. Und der Weg erst, mei, wie hübsch die Aussicht von hier oben auf die Küste ist. Es ist ein schmaler kurviger Pfad, der über den Berg führt und bald können wir auch schon die Häuser von Salema sehen, wie sie an den Hügel gebaut sind.



da hinten ist Salema schon in Sicht



heutzutage ist Salema ein Touristenort und in englischer Hand

Vorbei an komplett erschlossenen Grundstücken, ein jedes hat schon die Säule für den Strom- und Wasserzähler und den PKW-Stellplatz, kommen wir nach Salema hinein. Der Ort ist steil und fällt zum Strand hin ab. Den Häusern ganz außerhalb merkt man es noch an, dass Salema einst ein Fischerdorf war. Mittlerweile ist Salema natürlich ein Ferienort mit den entsprechenden Kneipen, Restaurants und was die Touristen halt so brauchen für ihren Urlaubsaufenthalt. Von den vielen Beschriftungen auf englisch (Full English Breakfast usw.) ist zu schließen, dass Salema wohl recht stark in englischer Hand ist.



Salema war einst ein kleines Fischerdörfchen



Blick auf Praia da Salema, den Ortsstrand



hier sitzen wir und schauen aufs Meer

Trotzdem ist Salema angenehm klein und der Strand ist natürlich wieder vom feinsten. Wir setzen uns dann in eines der Cafés, die fast ganz am Strand liegen. Und englisch hin oder her, Annette gibt ihre Bestellung auf portugiesisch auf. Hier sitzen wir also und stellen uns vor, wie es wohl wäre, hier irgendwo an der Algarve ein Domizil zu haben? Und Annette kommt dann immer wieder zu dem Schluss, dass es langweilig sein muss, weil am Ende die Infrastruktur im Ausland doch ganz anders ist als in Deutschland. Und immer nur eine Jahreszeit zu haben, wird bestimmt auch irgendwann langweilig. Aber so gehen die Gedanken halt hin und her, mal so, mal so.



die Regenwolken sind längst verzogen



es gibt diverse Kneipen und Restaurants im Ort



wir treten unseren Rückweg an

Für den Rückweg überlegen wir, ob wir diesmal die Asphaltstraße und nicht erst wieder den steilen Anstieg den Berg hinauf nehmen sollen, aber dann kraxeln wir doch wieder über den Berg. Wenn man erstmal oben ist, geht der Weg ja doch fast ebenerdig dahin. Und der Anblick der Küste ist ja einfach unwiderstehlich. Jetzt hat die Sonne auch wieder das Regiment am Himmel übernommen. Wir sitzen dann noch lange Zeit bei uns draußen.



unsere Bucht ist wieder in Sicht

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