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Dienstag, 16. Oktober 2012



hier stehen wir und warten auf den Motorradfritzen

Weil unsere Yamaha immer noch nicht anspringt und weil alle, denen wir die Symptomen erzählt hatten, glauben, dass die Maschine wohl keinen Sprit bekommt, wollen wir jetzt noch einen Versuch starten, sie bei dem deutschen Monteur in Barão de São Miguel reparieren zu lassen. Auch wenn uns die beschriebene Werkstatt ja nicht überzeugend aussah. Als wir am Sonntag daran vorbeigefahren sind auf dem Weg zur Hausbesichtigung im Nachbardorf, stand sogar ein Auto auf dem Grundstück der Werkstatt. Also rief Herbert kurz an, ob es ja vielleicht gleich möglich wäre, mal vorbeizukommen? Aber der Monteur konnte am Sonntag nicht, auch nicht am Montag, aber am Dienstag sollte er mal wieder anfragen. Das macht er also jetzt und hört, dass wir heute kommen könnten, allerdings von 12:30 bis 14:00 Uhr Mittagspause sei. Also fahren wir zeitig von Lagos los, damit wir in Ruhe die Yamaha aus der Garage holen und die Batterie wieder einbauen können.



die Werkstatt ist dann hundert Meter hinter der Brücke, nicht davor

Das angebliche Werkstattgelände kommt uns zwar mehr als spanisch vor, aber genau so wurde uns die Anfahrt am 3. Oktober beschrieben: Erst kommt der Friedhof rechterhand und dann ist es vor der Brücke auf der rechten Seite. Man könne es gar nicht verfehlen, so war damals die Auskunft. Die Uhrzeit geht auf 14:20 Uhr, als Herbert sich fragt, ob wir hier auch wirklich richtig sind? Also ruft er den Monteur an und fragt, ob wir am Container und der Holzhütte richtig sind? Welcher Container, welche Holzhütte? Am Ende stellt sich heraus, dass sich das Grundstück auf der rechten Seite h i n t e r der Brücke befindet. So ein Mist, denn jetzt müssen wir die Yamaha erstmal die zehn Meter hochschieben auf die Landstraße, denn das Grundstück liegt viel tiefer als die Straße. Dann noch bis hinter die Brücke und dann sehen wir eine ganz kleine Motorradwerkstatt rechterhand.

endlich sind wir an der richtigen Adresse

Der Monteur, der Joachim heißt und seit 20 Jahren an der Algarve lebt, macht sich auch gleich an der Maschine zu schaffen. Er prüft alles mögliche und spritzt am Ende mit einer kleinen Spritze etwas Benzin an die entsprechende Stelle und bums, springt der Motor an. Die Maschine bekommt also eindeutig keinen Sprit. Auch sagen wir ihm auf seine Frage hin, dass es früher immer dieses schnurrende Geräusch gab, wenn wir die Zündung betätigt hatten. Also wird es wohl die Benzinpumpe sein, die jetzt keinen Mucks mehr macht. Jedenfalls müssen wir die Maschine in der Werkstatt lassen, denn er muss die Verkleidung abbauen, um an den Benzintank usw. zu kommen. Na ja, hat die Yamaha es gerade so über die Garantiezeit geschafft, wofür es ja den Begriff der geplanten Obsoleszenz gibt.

 der Mechaniker macht sich an der Yamaha zu schaffen


wir fahren zum heutigen Ziel, dem Praia Boca do Rio

Mittlerweile ist es 15:40 Uhr. Wir sagen Joachim, dass wir von hier nach Boca do Rio oder Salema wollen. Beide Ziele kann er uns sehr empfehlen. Er wird wohl eine neue Benzinpumpe einbauen müssen, die er aber erstmal bestellen muss. Wir fahren also los in Richtung Westen und biegen in Budens auf Höhe des Intermarchés nach links ab nach Boca do Rio, was übersetzt Flussmündung heißt. Es wird wieder sehr ländlich, aber dafür mögen wir die Westalgarve ja. Die Straße ist aber perfekt geteert. Direkt am Strand sehen wir dann auch ein paar Wohnmobile stehen, kommen mit unserem Nachbarn, wieder einem Einzelfahrer aus Deutschland, ins Gespräch. Also der neue Platz gefällt uns auf Anhieb gut.


das Umfeld ist wie immer an der Westalgarve ländlich


Boca do Rio ist in Sicht, auch mehrere Wohnmobile



hier haben wir uns niedergelassen



unsere Tagesroute ca. 22km

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