d14.jpgd04.jpgd19.jpgd21.jpgd13.jpgd18.jpgd11.jpgd02.jpgd01.jpgd06.jpgd10.jpgd07.jpgd08.jpg

Freitag, 26. Oktober 2012


während der Fahrt gen Osten kommt ein kurzer Nieselregen herunter

Gesundheitlich ist Annette jetzt wieder ganz gut beieinander, aber bei einer Tagesdosis von 4.000mg Paracetamol, die sie sich in den letzten drei Tagen jeweils einverleibt hat, kann man das wohl auch erwarten. Jetzt steht einem Tapetenwechsel also nichts mehr im Wege; wir können nach Portimão bzw. Praia da Rocha fahren. Als wir aufstehen, kommt aber nochmal ein heftiger Regenguss herunter, sodass wir mit unserer Abreise bis 10 Uhr warten müssen, dass die Straßen genug abgetrocknet sind. Den großen Schrecken bekommen wir an der BP-Tankstelle an der Ortsausfahrt von Lagos, denn wir kriegen die Türe von dem Fach nicht auf, wo die Gasflaschen drinstehen. Der Schnapper vom Türschloss will sich einfach nicht bewegen, oder jedenfalls nicht genug. Herbert hat schon den Werkzeugkasten draußen stehen und gerade als wir anfangen wollen, dem Schloss mit Gewalt zu Leibe zu rücken, geht die Türe auf. Der Schnapper ist total träge und schwerfällig, wohl vom vielen Salz in der Luft.


Blick auf den schönen großen Brunnen ganz am Ende der Promenade von Praia da Rocha

Das Wasser läuft im schönen Brunnen, der uns in Praia da Rocha als erstes begrüßt. Wir stellen uns dann wieder auf den Stellplatz neben dem Yachthafen. Die Nacht kostet jetzt 2,50 EUR, Wasser 2 EUR. Da kann man doch nichts gegen haben. Es sind nur wenige Wohnmobile da, na, die werden schon noch alle eintrudeln, bis der Winter kommt. Ein englisches Paar erkennen wir vom letzten Jahr wieder, und zwar an ihrem Hund. Ansonsten hören wir hier auf dem Platz alle möglichen Sprachen, aber vor allem schwedisch; es sind vier Wohnmobile aus Schweden da. Und so sind unsere unmittelbaren Nachbarn auch Schweden und Engländer. Wir wollen jetzt aber nicht lange fackeln, sondern mal nach Praia da Rocha hineinlaufen.



Ankunft in Praia da Rocha unter herrlich blauem Himmel



wir laufen gleich mal los in den Ort - Blick auf die Fortaleza da Santa Catarina



diese romantische Treppe finden wir an der Fortaleza



alles ist immer so schön gepflastert



wir laufen zu unseren Lieblingsecken von Praia da Rocha

Durch den schicken Yachthafen laufen wir, zur Fortaleza steigen wir hinauf und wandeln dann auf der Promenade, schauen, was sich so verändert hat. Was uns auffällt ist, dass total wenig Leute da sind. Weniger als Ende November letzten Jahres. Wir laufen dann die Promenade bis zum Ende auf der Suche nach einem schönen Restaurant, wo wir essen gehen können. Dasjenige, was wir im Kopf haben, macht, so lesen wir, mittwochs und sonntags immer Lammbraten portugiesischer Art. Mmh, schon beim Vorlesen kriegt Annette solchen Hunger; sie hat jetzt überhaupt einen recht guten Appetit und Hunger, nachdem sie in den letzten Tagen zum Teil gar nichts gegessen hat (sie hätte ja nicht mal kauen können, vom Appetit mal abgesehen). Wir wollen also am Sonntag zum Lammbraten herkommen, aber natürlich nicht zweimal im selben Restaurant sitzen. Und so landen wir heute im Restaurant Três Palmeiras - Drei Palmen - wo die Tische so hübsch gedeckt sind und alles einladend aussieht. 

die offenen Glasfronten des Restaurants machen uns übermütig

Hier im Três Palmeiras haben wir schon früher manchen Regentag verbracht, aber jetzt hat das Restaurant die früheren Folienwände durch richtige Glaswände ersetzt, die man auf die Seite schieben bzw. falten kann. Und so kommt es, dass wir direkt an einer offenen Wand sitzen mit Blick aufs Meer und die Vegetation. Herrlich, als würde man im Garten sitzen. Als das Essen kommt, Sardinen und gefüllte Seezunge, müssen wir den Fisch allerdings vom einen Teller zum anderen hieven, weil Annette keine Pommes Frites will, aber sonst sind wir hier ganz gut gelandet. Es ist auch das einige Restaurant, wo stetig neue Gäste eintrudeln; anderswo ist es gähnend leer.


 


 


 

ein Schotte in der Algarve

Auf dem Rückweg kommt uns noch ein waschechter Schotte entgegen. You look great, may we take a photo of you?, fragen wir ihn und schon zückt Herbert die Kamera. Er fragt uns, wo wir herkommen und sagt uns, dass er in jungen Jahren mal In Ravensburg gelebt hat. (Irgendwie scheinen alle Briten mal in Deutschland gelebt zu haben, so oft wir das schon zu hören bekamen.) Und seine Frau neben ihm ist ganz normal gekleidet. Zurück am Platz sitzen wir noch eine Zeit draußen und genießen das Abendlicht, das sich immer wie flüssiges Gold aufs Land ergießt.



wir steigen die Treppen der Fortaleza wieder herunter und gehen heim



unsere Tagesroute ca. 25km

back       |      next