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Sonntag, 14. Oktober 2012



wir stellen uns auf diesen Berg, um ins Internet zu kommen

Wir wollen heute zur nächsten Bucht fahren und auf halbem Wege, weil wir ja hier kein Internet haben, oben auf dem Berg auf einem Picknickplatz anhalten und ins Internet gehen, was auch klappt. Währenddessen hören wir ein leises Gebimmel und denken uns, dass es wohl eine Schaf- oder Ziegenherde sein wird. Aber nein, es sind mehrere Jäger, die mit ihren Hunden an uns vorbeiziehen. Herbert ist mit der Kamera zu spät, denn es sind etliche Hunde und ein schöner Anblick.

 morgens kommen die Jäger mit ihren Schießgewehren und Hunden

Dann sind wir also im Internet und bei der Gelegenheit schauen wir uns mal eine Anzeige an, die gestern in der Portugalzeitung stand. Es geht um den Verkauf eines Hauses (für 160.000 Euros) nahe Lagos und die Anzeige, die auf eine Website verweist (www.housesaleportugal.co.uk), klingt zu schön, um wahr zu sein. Vor allem die Website mit herrlichen Fotos vom Haus. Wir sind ganz hingerissen vom Gedanken, dieses Haus zu besitzen und Herbert drängt Annette, dass sie mal bei den Leuten anrufen soll. Was sie dann auch tut und fragt, ob das Haus überhaupt noch zu haben ist, und ob es wirklich das Haus auf der Website ist, das verkauft werden soll. Dann fragt sie, ob wir heute oder morgen mal vorbeikommen können für eine Besichtigung? Die Antwort lautet, dass wir auch gleich jetzt vorbeikommen können, was wir sehr gern tun werden. Auf der Fahrt von Vila do Bispo nach Barão de São João, wo sich das Haus befindet, sehen wir uns schon als neue Bewohner in der Algarve. Denn es ist so, dass wir im nächsten Jahr eine größere sechsstellige Summe von der Lebensversicherung erhalten und das Geld unbedingt anlegen wollen. Nur wissen wir noch nicht, wo und wie. Und der Franz, mit dem wir in Odeceixe tagelang geredet haben und der sein Geld in Grundstücke in Portugal anlegt, hat uns angesteckt. Wobei wir Portugal ja wirklich lieben und uns ein Leben hier vorstellen können.



Ankunft in Barão de São João

Wir kommen also im Dorf an und parken auf dem Parkplatz hinter der Kirche, wie es uns am Telefon gesagt wurde. Der Besitzer holt uns nach einem weiteren kurzen Anruf von der Kirche ab und die Hausbesichtigung kann beginnen. Die Besitzer, Engländer, sind ein junges Paar mit zwei kleinen Kindern, die nach fast 10 Jahren in Portugal nach England zurückgehen, weil der Mann ein sehr gutes Jobangebot bekommen hat.



wir wollen das Haus Nr. 11 besichtigen



dieser kleine Garten ist dabei

Das Haus ist dann im Original doch anders als auf den Fotos. Dass alles viel kleiner ist als auf den Fotos, das wissen wir natürlich und damit hatten wir auch gerechnet. Aber auf den Fotos hat man wohl nur die Highlights hervorgehoben. Was auf den Fotos so schick und elegant aussah, ist jetzt allenfalls gemütlich. Jedenfalls ist es dann doch nicht das, was uns vorschwebt.



der Wintergarten


 



Blick auf die Kirche von Barão de São João



da hinten in der Straße ist das Haus

Wir laufen anschließend noch durchs Dorf, was eigentlich einen gefälligen Eindruck macht, auch wenn hier und da natürlich auch verfallene Häuser zu sehen sind. Aber wir kommen auch zu dem Schluss, dass wir letztlich doch nicht mitten in einem Dorf wohnen wollen, wo jeder jeden kennt und beobachtet. Und so schnell, wie wir uns für das Haus im voraus begeistern konnten, so schnell sind wir nun wieder davon abgekommen. Jetzt stellt sich die Frage, wo wir den Tag verbringen wollen? Am besten fahren wir nach Lagos und leeren dort zumindest unsere Tanks. Aber weil mittlerweile ein recht frischer Wind aufgekommen ist, der das Klima erträglich macht, stellen wir uns einfach auf den Stellplatz in Lagos und bleiben für die Nacht. Jetzt verlangt man übrigens für die ersten 3 Nächte je 3 Euros und für weitere Nächte 2,50 Euros. Um 17 Uhr kommen wieder ein paar Regentropfen herunter, aber zu wenige, als dass die Bauern aufatmen könnten. Wir bleiben an Bord und im Internet, das es hier am Stellplatz gratis gibt.



so auf den ersten Blick ist es ein nettes kleines Dorf



um 17 Uhr fängt es kurz und kräftig zu regnen an



unsere Tagesroute ca. 35km

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