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Mittwoch, 02. November 2016



Portugal hat uns wieder

Heute früh regnet es mal etwas mehr als gestern. Beim Frühstück hören wir schon portugiesisches Radio, und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Als der Regen aufhört, entleeren und füllen wir noch alles auf dem Stellplatz und dann kann es losgehen. Ruckzuck geht es über die Grenze und dann heißt es: Bem-Vindo (Willkommen). Ist auch verrückt, dass wir innerhalb so weniger Tage die Uhr gleich zweimal zurückstellen müssen. Der allererste Ort ist dann Valença und als allererstes sehen wir einen schönen Springbrunnen. Der Himmel sieht aber immer noch ganz bös' aus; nicht der allerbeste Auftakt hier in Portugal. Mit einem Auge schauen wir auch immer, ob es nicht einen Vodafone-Laden gibt? Es gibt keinen, und wir halten jetzt auf die N13 in Richtung Viana do Castelo zu.



Durchfahrt durch Seixas

Die Straßen sind natürlich nicht so perfekt wie in Spanien, aber wir freuen uns trotzdem wieder sehr auf Portugal und lassen uns immer wieder vom stillen Charme dieses schönen Landes einnehmen. Als wir an Vila Nova de Cerveira vorbeikommen, sehen wir auf einem nagelneuen großen Parkplatz etwa zehn Wohnmobile stehen. Wir durchfahren dann Lanhelas und Seixas (Seischasch) und erreichen die Stadt Caminha. Bei der Durchfahrt schauen wir wieder nach Vodafone, aber dann gefällt uns Caminha so gut, dass wir uns kurzerhand auf den Parkplatz gleich nach der Brücke am Río Minho hinstellen und einen Spaziergang durch Caminha machen wollen. Einen Vodafone-Laden gibt es auch hier nicht, aber mittlerweile ist die Sonne da und alles sieht gleich viel gefälliger aus. Natürlich landen wir wenig später in einem der vielen Cafés, die nicht nur den Praça do Conselheiro Silva Torres, den Hauptplatz der Stadt, säumen. Die Auswahl an Kuchen ist so groß, dass wir einige Zeit mit der Bestellung brauchen, und dabei merkt die junge Bedienung, dass wir deutsch miteinander reden, und dann spricht sie auch deutsch mit uns. Draußen sagt sie, dass wir richtig Glück hätten, denn heute früh hätte es hier extrem stark geregnet. Herbert fragt: Wie kommt es, dass Sie so gut deutsch sprechen? -- Ich wurde in Deutschland geboren. Sie ist dann richtig nett und wir sagen ihr, dass wir den ganzen Winter in Portugal verbringen wollen und dass Portugal unser Lieblingsland sei. Das geht ihr richtig ans Herz. Als wir zurück am Parkplatz sind, stehen mittlerweile vier Wohnmobile dort; anfangs waren wir die einzigen. Da wissen wir schön gleich, wo der Hammer hängt und wie voll es über den Winter wieder wird.



Ankunft in Caminha



auf dem Praça do Conselheiro Silva Torres in Caminha



heute ist Markt am Ufer des Rio Minho



zu groß ist die Auswahl in der Pastelaria Caminhense



für vier Sachen sind nur 3,45 EUR zu bezahlen

Wir fahren ein Stück weiter und biegen ab zum Praia de Afife. Der Parkplatz dort ist im Gegensatz zu früheren Jahren neu angelegt worden, nicht mehr nur eine große offene Parkfläche. Sogar Laternen hat man jetzt hier. Das Wetter ist derweil richtig bombig. Wir können draußen auf Holzbänken sitzen und aufs Meer schauen. Ein Wohnmobil kommt wenig später hier an. Deutsche, aber sie bleiben nicht. Es kommen auch ein paar Einheimische in ihren Autos, und es ist ganz ungewohnt, dass sie uns alle mit Boa Tarde begrüßen. In Spanien hat das kein Mensch getan. Wir essen dann früh zu Abend und schauen lange Zeit zu dem Leuchtturm, der weiter südlich auf einem Berg steht und immer zweimal seinen Lichtkegel über uns wirft. Als wir im Bett sind, merken wir, dass wir eine Riesenladung Mücken im Haus haben. Annette wundert sich, dass sie so gut wie keine fängt. Es dauert eine Ewigkeit, bis sie kapiert, dass die nicht voller Blut sind und nicht an der Handfläche klebenbleiben. Die fallen stattdessen auf die Betten. Igitt. Als wir sieben oder acht totgemacht haben, wollen wir schlafen. Dann hören wir wieder eine. Also: Brillenetui auf, Brille raus, Licht an, Mücke fangen, Licht wieder aus. Nach einiger Zeit hören wir wieder das nervtötende Geräusch einer Mücke, und das Spiel beginnt von neuem. Und so geht das bis weit nach 23 Uhr. Bis wir genug haben und resigniert und müde einschlafen. Ganz spät nachts kommt noch ein roter VW-Bus hier an zum Übernachten.



schön ist es am Praia de Afife



endlose Weiten



und immer barfuß



abends sind wir hier ganz allein



unsere Tagesroute ca. 45km

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