d07.jpgd06.jpgd14.jpgd13.jpgd02.jpgd01.jpgd08.jpgd21.jpgd18.jpgd10.jpgd11.jpgd04.jpgd19.jpg

Dienstag, 27. November 2012



in Sagres wird mit Kanonen auf die Badenden geschossen, haha

Nach einer wahrlich heftigen Regennacht hört der Regen auch jetzt am Vormittag noch nicht so bald auf. Da müssen wir uns die Zeit halt an Bord vertreiben. Zum Beispiel mit dem Lesen der Portugal News. Unter anderem ist da zu lesen, dass über 40.000 Autos eingezogen werden aufgrund nichtbezahlter Mautgebühren auf Autobahnen, die vor dem 8. Dezember 2011 mautfrei waren. Viele Portugiesen haben Interessengruppen gebildet und protestieren gegen die eingeführte Maut. - Übrigens sind auch wir seitdem schon mehrmals auf den neuerlichen Mautautobahnen gefahren, im März und im August dieses Jahres, weil es die einzigen Straßen waren, die von A nach B führen. Man hatte uns sogar mal in einer Touristinformation gesagt, dass wir Ausländer uns gar keine Gedanken machen müssten, da das System ausländische Kennzeichen noch gar nicht lesen bzw. verarbeiten könne. Weiterhin lesen wir in der Zeitung, dass immer mehr Portugiesen ihre Staatsbürgerschaft aufgeben; dass z.B. fast 5.000 Portugiesen in 2010 die französische Staatsbürgerschaft beantragt haben, fast 2.200 die schweizerische, 1.345 Portugiesen in Luxemburg die doppelte Staatsbürgerschaft. Dass praktisch immer mehr Portugiesen ihre Emigration dauerhaft machen und dem Land für immer den Rücken kehren. Was ja ein entsprechendes Licht wirft auf das Vaterland. Auf der anderen Seite lesen wir, dass für die Briten Portugal unter den Top 10 steht in Sachen Ruhestand und Wohnsitz im Ausland. 23 Länder und diverse Kriterien wurden unter die Lupe genommen, wie Regen, Sonnenscheinstunden, Temperaturen, Preise für Immobilien, Benzinkosten, Kriminalitätsrate, Gesundheitsfürsorge und Preise für Lebensmittel, und anderes. Portugal kommt für die Briten gleich nach Malta auf Platz Nr. 2. Dann folgen die Länder Spanien, Barbados, USA, Australien, Thailand, Jamaika, Marokko und Griechenland.




hier am Praia da Mareta stehen die Wohnmobile sowohl auf der oberen Fläche . . .

So, der Regen hat aufgehört, Lese- und Plauderstunde sind beendet und wir können losmarschieren in den Ort. Das Licht ist schon wieder so schön, dass man nicht meinen will, dass es gerade noch geregnet hat. Es ist auch sagenhaft, wieviel Wohnmobile unten am Praia da Mareta stehen, sowohl auf der oberen Fläche als auch direkt unten auf dem Parkplatz. Die Schilder unten, die darauf hinweisen, dass man von 20 Uhr bis 8 Uhr nicht parken darf, werden jetzt im Winter geflissentlich ignoriert. Aber wirklich: So viele Wohnmobile haben wir hier um diese Jahreszeit noch nie gezählt. Das nimmt alles von Jahr zu Jahr immer mehr überhand.



. . . als auch direkt unten auf dem Parkplatz



im November ist nicht viel los in den Hotels



wir sitzen im Café vom Hotel Mareta Beach

Weil der Wind heute doch sehr kalt ist, wollen wir unbedingt irgendwo drinnen sitzen, draußen ist es entschieden zu kalt. Und wo könnte man hübscher sitzen als im Hotel Mareta Beach? (Die Übernachtung kostet derzeit 14,75 EUR pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück.) Der Tisch ganz in der Ecke ist sogar frei, obwohl manche Gäste im Café sitzen. Da lassen wir uns also nieder und lesen uns durch die ausliegenden Magazine und Zeitungen. In der Daily Mail von heute - die nicht viel anders ist im Niveau als die Blödzeitung - steht ein langer Bericht vom Stones-Konzert am letzten Sonntag in London. Mit Fotos und allem. Ach, nix geht doch über die Rolling Stones.



es ist gemütlich, vor allem wenn es draußen zu windig ist

Wieder daheim wollen wir uns später das Frikassee aufwärmen, das am zweiten Tag ja noch besser schmeckt als am ersten. Aber dann fällt uns ein, dass wir ja zuwenig Reis im Haus haben. Mist, den wollten wir doch unterwegs gekauft haben. Also zieht sich Annette nochmal an und läuft zum Alisuper auf der Hauptstraße. Ach, wie schön Sagres im Abendlicht ist. Überall sind die Lampen an, im Hotel Mareta Beach ist das Weihnachtsbäumchen beleuchtet und alles so heimelig, und jemand hat sogar einen Vollmond in den Himmel gehängt. Auf dem Rückweg kommen aber schon wieder die ersten Regentropfen, und Annette nimmt eine Abkürzung über das Feld und schafft es gerade noch, vor dem einsetzenden Starkregen daheim zu sein. Der Regen bleibt uns dann wieder die ganze Nacht erhalten.



auf der Rua da Fortaleza gehen wir wieder heim

back       |      next