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Freitag, 11. November  2011



morgen ist Zigeunermarkt in Castro Marim

Wir sind wieder früh unterwegs, werfen mal einen Blick in die Fischhalle, die schön restauriert ist, und bums, kaufen wir zwei Fische. Es ist nur wenig los in der Fischhalle und die Fischfrau hat genug Zeit, den Fisch für uns auszunehmen. Den stecken wir daheim in den Kühlschrank und ziehen wieder los.



Blick auf die Fischhalle des Ortes



ein guter Fang



wir nehmen die beiden großen Fische



und immer sitzen wir im Café

Und wie das bei uns immer so ist, bleiben wir schon gleich im nächsten Café hängen. Ach, es ist schön, wenn man Zeit hat. Kurze Zeit nach uns kommen drei Engländerinnen hier an. Die alte Frau, der das Café gehört, wird mit bom día darling und vielen Küssen begrüßt. Bald darauf verlassen die drei Engländerinnen das Café, gehen über die Straße und marschieren zu dritt in ein tolles restauriertes Wohnhaus. Nach einer Minute sehen wir sie auf der Dachterrasse, dann kommen sie wieder herunter und laufen in den Ort. Sie sind wohl keine Touristen.



alle Kuchen sehen immer aus wie selbstgebacken

Wir gehen dann in den kleinen Supermarkt Corvo, wo die Kuchen immer aussehen wie selbstgebacken. So urig und nicht so perfekt glatt. Und wie jeden Tag lassen wir uns ein großes Stück abschneiden. Wir haben den Eindruck, dass die einheimischen Frauen den Kuchen backen und an den Markt verkaufen. Denn bei Obst und Gemüse sieht auch alles aus, als würde es direkt aus den umliegenden Gärten kommen. Jedenfalls haben wir auf der Hauptstraße, der Rua de Sao Sebastiao, eine größere Annahmestelle der Cooperativa Agrícola gesehen.



unser neuer Platz nach dem Umzug

Wir bummeln dann weiter und sehen ein deutsches Wohnmobil, das auf einem Nebenplatz steht. Die Leute sind auch da und erzählen uns, dass morgen Zigeunermarkt ist und dafür der Stellplatz geräumt sein muss. Für die kommende Nacht würde die Stadt es dulden, dass sich die Wohnmobile überall im Ort verteilen und stehen können. Also das hatten wir ganz anders gelesen oder interpretiert. Auf dem Aushang am Stellplatz steht lediglich, dass am 2. Samstag jedes Monats Markt ist in der Straße und dass der Stellplatz von Freitag 20 Uhr bis Samstag 18 Uhr nicht zugänglich (not accessible) ist. Wir dachten, dass man halt von Marktständen zugeparkt wird und währenddessen nicht weg- bzw. auf den Stellplatz kommt. Na ja, zur Vorsicht stellen wir den Phoenix also auf diesen Nebenplatz und sitzen dann bei Kaffee und Kuchen auf einer der Bänke, die den Platz säumen.



hier stehen wir für eine Nacht

Aus Neugier gehen wir mal um 18 Uhr Ortszeit (wir sind ja hier 1 Stunde zurück) zum Stellplatz, der tatsächlich leergefegt ist. Dann tun wir noch ein paar Schritte durch die Straßen, die von Laternen hübsch beleuchtet sind. Wir hören laute Musik und denken, dass vielleicht einer sein Autoradio aufgedreht hat? Aber nein, am Fuße der Kirche ist ein Stadtfest im Gange, eine Zweimannband singt und spielt Akkordeon, der Rhythmus kommt aus der Dose. Ja, und die Leute, wenn sie nicht gerade Kastanien futtern, tanzen eifrig. Dann sehen wir, dass die Veranstalter gelbe T-Shirts tragen mit Dia da Castanha auf dem Rücken. Es ist also Kastanientag. Drei Männer sind die ganze Zeit beschäftigt, Kastanien zu rösten, die dann am Stand verteilt werden. Es sieht aus, als würden sie verschenkt. Jedenfalls ist es ein hübsches Fest mit toller Kulisse und Musik. Wir bleiben eine ganze Weile, aber man glaubt ja nicht, wieviel Mücken jetzt im November noch unterwegs sind. Wobei sie sich nur auf Herbert stürzen; Annette bleibt völlig unbehelligt von ihnen. Und das geht schon seit Wochen so.



das Stadtfest ist in vollem Gange



hier werden die Kastanien geröstet



der Platz ist eine hübsche Kulisse



zur Feier des Tages wurde sogar ein Vollmond in den Himmel gehängt

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