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Donnerstag, 04. November 2010



Blick auf San Gimignano

Wir sind früh auf den Beinen, frühstücken ausgiebig und nehmen dann den Shuttlebus um 10.30 Uhr. Er fährt immer zur halben Stunde, also 8:30, 9:30 usw. Das klappt sehr gut und schon sind wir in San Gimignano. Es ist wieder ein richtiger Sommertag heute.



Ob bei diesem Sommerwetter jemand Maroni mag?



über die Via San Giovanni geht es in den alten Ortskern

Wir lesen, dass die Stadt fast im Tourismus erstickt, dass jährlich 8 Mio. Besucher nach San Gimignano kommen. Da wundert es nicht, dass sich ein Souvenirladen an den anderen reiht. Die Via San Giovanni gibt gleich den richtigen Eindruck davon.



zwei der Geschlechtertürme, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen

Um den Ursprung der Türme ranken sich mehrere Versionen: Waren sie steingefasste Demonstrationen von Macht, Einfluss und Reichtum der Adelsfamilien oder wehrhafte Rückzugsnischen gegen Bürgerkrieg und Pest? Oder waren sie riesige Färbewerkstätten der Familien, die das Geheimnis der Safranfarbe wahrten und lange Bahnen kostbarster Stoffe senkrecht gelb färbten? Jedenfalls prägen sie das Stadtbild auf eine in der ganzen Welt einzigartige Weise. Obwohl sie, wie wir finden, rein optisch keine Bereicherung für San Gimignano sind. Sie sind irgendwie schmucklos.



buntes Markttreiben auf dem Piazza delle Erbe

Auf allen drei Plätzen der Stadt ist Markt, der bis Mittag andauern wird. Also bummeln wir erst einmal die stillen Gassen entlang, die etwas abgelegen sind. In der Sonne ist es richtig heiß.



Blick in die Via Diacceto



die Türme dominieren den Ort

Hier oben geht es beschaulich zu. Von hier hat man einen guten Blick auf die Türme, auch auf den Torre Grossa, den höchsten Turm der Stadt. Er steht auf dem Piazza Duomo, dem Domplatz. Seit 20 Jahren zählt die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.



welch herrlicher Punto Panoramico das ist



wir wandeln auf der winzigen Via Palestro



alles ist auf Tourismus eingestellt



ein kurzes Sonnenbad



der Piazza Duomo mit Blick auf das Rathaus - Palazzo Comunale

Auf dem zentralen Domplatz steht das Rathaus, eines der interessantesten Monumente von San Gimignano, historischer Sitz der Städtischen Museen, und daneben also ist der Große Turm - Torre Grossa.



jetzt ein großes Eis

Herbert denkt die ganze Zeit daran, noch ein paar schöne Fotos von der Landschaft zu machen. Dazu braucht er aber ein anderes Objektiv. Also wollen wir mittags kurz zurückfahren. Um 12:05 Uhr stehen wir am vereinbarten Punkt, und schon kommt der Pendelbus zufällig angebraust und nimmt uns mit. Herbert zieht sich noch um und steigt in dreiviertellange Hosen, so heiß ist es ihm heute. Auf der Rückfahrt in die Stadt bitten wir den Fahrer, doch kurz zum anderen Stellplatz namens Santa Lucia abzubiegen, weil man von dort den schönsten Blick auf die Skyline der Stadt hat. Und der Fahrer hält sich eh ständig dort auf, um Wohnmobile abzufangen und zu seinem eigenen Stellplatz, also Santa Chiara, zu führen. Das hatte ja bei uns auch geklappt. Wir steigen also dort aus und laufen zu Fuß den Kilometer zurück in die Stadt.



wir fahren kurz zurück und holen ein anderes Objektiv


 

Mittlerweile sind die Markttreibenden am Abbauen ihrer Stände, sodass die drei Plätze der Stadt erst richtig zur Geltung kommen können. Es ist 13:30 Uhr; die Gassen sind leer, die Touristen sitzen wohl alle zu Tisch oder sind anderweitig fußlahm. Jetzt können wir die Stadt genießen.



auf dem Piazza della Cisterna kehren wir auf einen Cappuccino ein

Der hübscheste Platz für uns ist der Piazza della Cisterna. An den Häuserzeilen können wir uns nicht satt sehen. Und so kehren wir in eines der Cafés am Platz ein und warten, dass die allerletzten Marktstände verschwinden. So gegen 15:00 Uhr wollen wir heimkehren. Auf den Bus wollen wir jetzt nicht warten, sondern uns lieber zu Fuß auf den Weg ins Tal machen.



der herrliche Piazza della Cisterna mit dem namensgebenden Brunnen



Glück im Überfluss



Ach, ist schon November?

Bergab läuft es sich ja ganz gut, wenngleich es keinen Fußweg für uns gibt. Die Landschaft um San Gimignano ist lieblich und kleinteilig bewirtschaftet. Immer wieder bleiben wir stehen und genießen, was nur Mutter Natur zustande bringt. Wir verlassen den Stellplatz und fahren nun südwärts. Den Nachbarort Volterra zu besuchen, haben wir keine Lust mehr. Denn letztlich ähneln sich die Orte doch sehr. Auch fahren wir an Siena vorbei. In Monteroni biegen wir zum Stellplatz ab und übernachten dort. 



wir laufen zu Fuß zurück



unsere Tagesroute ca. 53km

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