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Dienstag, 02. November 2010



Blick auf den Stellplatz von Certaldo

Schon allein wegen der Zeitumstellung ist es morgens nun früher hell, aber heute wecken uns herrliches Sonnenlicht und blauer Himmel. Kein Regen! Wir freuen uns auf einen schönen Tag in Certaldo, das sich im Herzen des Elsatals, einer der beeindruckenden Landschaften in der Toskana wegen der Milde ihrer von Zypressen gesäumten Hügel, Burgen und Türme, erhebt. Diese Stadt ist ein seltenes Beispiel für das intakt verbliebene mittelalterliche Dorf, das sehr charakteristisch auf der Höhe eines Hügels liegt.



es sind nur wenige Schritte in die Innenstadt

Eine Standseilbahn führt nach Certaldo Alto, der Oberstadt, die auch Burg - Borgo Medioevale - genannt wird. Es sind nur wenige Gehminuten bis zur Station, die sehr gut ausgeschildert ist.



im Hintergrund die Oberstadt



der Eingang zur Standseilbahn

Wir kaufen ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt, pro Person 1,30 EUR. Dann dauert es keine zwei Minuten Fahrt und wir finden uns in der Oberstadt wieder. Die Oberstadt, die auch das Dorf aus roten Ziegeln genannt wird, kommt heute so richtig zur Geltung in herrlichstem Sonnenlicht.



es geht hinauf in die Oberstadt



Blick in die Via Fondaccio



wir sind auf der Via del Castello

Die Oberstadt liegt innerhalb der Stadtmauern, die auch heute noch zum größten Teil erhalten ist und antike Stadttore als Zugang haben: Porta Alberti, Porta al Sole und Porta al Rivellino. Man kann die Altstadt über die antiken und faszinierenden sehr steilen Straßen, genannt Costa Alberti und Costa Vecchia erreichen, oder über die modernere Via del Castello. Den Besucher erwartet ein herrlicher Anblick: Die städtebauliche Struktur des Mittelalters mit dem imposanten Palazzo Pretorio (Stadtpalast) am oberen Ende der Via Boccaccio.



Bed & Breakfast in alten Gemäuern



hier geht es hoch zur Kirche der Heiligen Jacopo und Filippo



Blick in die Via Giovanni Boccaccio

Die Oberstadt hat sich auf einem länglichen ellypsenförmigen Hügel entwickelt und so gab es keinen Raum für einen Piazza; ihre Funktion wurde daher von der heutigen Via Boccaccio übernommen, denn auf diese Straße blicken die Kirche, der Palazzo Pretorio und die "Logge del Mercato" (überdachter Marktplatz).



es gibt wunderbar restaurierte Türen und Häuser



ein kleiner Brunnen an der Kirche der Heiligen Jacopo und Filippo



das Haus von Boccaccio

Auf halber Höhe der Via Boccaccio liegt das Haus von Boccaccio, heute ein Museum. Es ist dies eine fast getreue Rekonstruktion des ursprünglichen Gebäudes, das während des 2. Weltkrieges von einer Bombe getroffen und fast vollständig getroffen wurde.



der Palazzo Stiozzi Ridolfi (heute ein Hotel)



Blick auf die Porta Alberti (eines der antiken Stadttore)

Wir halten uns eine lange Zeit in der Oberstadt auf. Es gibt zwei schöne Skulpturen zu sehen, die auf kleinen Plätzen stehen. Wir lesen, dass diese kleinen Plätze früher Gemüsegärten waren, in denen sich die Bevölkerung im Falle von Belagerungen Nahrungsmittel verschafften. Heute findet in der Oberstadt eine Beerdigung statt, und mindestens 50 bis 80 Leute finden sich ein und ziehen durch die Via Boccaccio.



die Bahn kommt, uns abzuholen

Auf die Bahn hinunter müssen wir nicht lange warten, sie pendelt in kurzen Abständen hin und her. Der Blick auf die Unterstadt ist herrlich, obwohl sich der Himmel schon wieder zuzieht. Kaum zurück an Bord, fängt es wieder stark zu regnen an, da hatten wir aber Glück.



diesen Blick hat man von der Bahn aus auf Certaldo



wir sind zurück in Certaldo

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