d08.jpgd18.jpgd10.jpgd19.jpgd14.jpgd02.jpgd07.jpgd21.jpgd13.jpgd01.jpgd04.jpgd11.jpgd06.jpg

Samstag,  28. November 2009
 


über den Wolken..

Als wir aufstehen, ist es sehr neblig. Entlang dem Ufer des Douro geht es in Richtung Amarante. Kurvenreich auf enger Straße geht es den Berg hinauf. Eine Horrorfahrt. Vor jeder Kurve halten wir vorsichtig, weil die Portugiesen unberechenbar sind am Steuer. Sie schneiden uns in jeder Kurve. Außerdem fahren sie so nah auf, als klebte ein Auto am anderen. Die Portugiesen rasen mit ihren Autos, als ginge es um Leben und Tod. Und darum geht es ja letztlich auch. Kein Wunder, dass Portugal die meisten Unfalltoten in ganz Europa aufzuweisen hat. Und dabei sind die Portugiesen ein so angenehmes Volk. Für uns jedenfalls sind es sehr angestrengte 30 Kilometer.


Ankunft in Amarante

Dann erreichen wir Amarante. Heute am Samstag herrscht viel Verkehr und wir müssen zweimal durch die gesamte Stadt fahren. Und finden und finden keinen Parkplatz. Dann sieht Herbert oberhalb des Busbahnhofs am Ortseingang einen versteckten Parkplatz. Und siehe da, er ist fast komplett leer. Wir sind froh, frühstücken erst einmal und verdauen die schlimme Anreise hierher.


die Altstadt wird neu gepflastert

Dann machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Diese wird zur Zeit umfangreich neu gepflastert. Wir halten uns in Richtung der Brücke, die über den Rio Tâmega führt. Am Ufer ist heute Markt.


 


Brücke über den Rio Tâmega


Brotverkäuferin auf dem Markt

Wir schauen uns den Markt an, was immer ein Erlebnis ist. Eine alte Frau bietet uns einen ziemlich großen Brocken zum Kosten von ihrem Pfefferkuchen an. Hach, es schmeckt wie aus der Kindheit. Würzig und etwas süßlich. Die Frau ist eine sehr eifrige Verkäuferin. Wir wollen dann einen Laib kaufen. Sie packt uns dann aber zwei ein, was uns auch lieb ist. 


die alte Frau verkauft Pfefferkuchen


Blick auf die Altstadt


ein weiterer Blick auf die Stadt

Dann spazieren wir weiter zur Kirche. Ein heftiger Regenschauer überrascht uns aber, und so suchen wir uns schnell ein Café, wo wir hineinhuschen können. Das Café ist schon recht voll, aber wir bekommen den schönsten Tisch am Fenster mit Blick auf den Tâmega. Es regnet heftig, aber nur kurz. 


bei einer Tasse Cappuccino


die Kirche Sao Goncalo

Endlich sind wir an der Kirche Sao Goncalo. Der Heilige Goncalo wird als Ehevermittler und Kuppler verehrt. Man fleht ihn auch um Kindersegen an. Denn der Heiligenkult um diesen asketischen Eremiten verschmolz auf seltsame Weise mit einem vorchristlichen Fruchtbarkeitskult. Und so beschenkt man sich an dessen Geburtstag, dem 13. Januar (was auch Herberts Geburtstag ist), mit Gebäckstücken in eindeutig phallischer Form.


der Altar der Kirche


der Innenhof der Kirche


Adeus, du schöne Stadt

Unsere Fahrt geht nun weiter nördlich in Richtung Guimaraes. Nahe dem Ort Felgueiras biegen wir auf die Autobahn, um möglichst die Landstraßen zu meiden. Kaum in Guimaraes angekommen, fängt es heftig und ausdauernd zu regnen an. Wir parken auf einem etwas erhöhten Parkplatz neben dem Bahnhof.


 

Dann machen wir es uns gemütlich, trinken uns eine Tasse Kaffee und essen vom Pfefferkuchen. Hach, wir können sagen, dass wir uns in Portugal so richtig wohl fühlen. Wenngleich wir nie für möglich gehalten hätten, dass in Portugal so viel Wassermassen vom Himmel kommen. Der Regen hört auch jetzt bis in die Nacht hinein nicht auf.


unsere Tagesroute ca. 75km


back      |      
next