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Montag, 25. März 2013



diesen Platz haben wir auf dem Tazka Camp eingenommen

Der Muezzin, den wir lange Zeit nicht mehr gehört haben, weckt uns heute erst um 5:40 Uhr Ortszeit. Dafür dauert der Singsang hier ewig; das hatten wir gestern Abend schon gemerkt. Es ist empfindlich kalt geworden über Nacht, und jetzt morgens sind es nur 15°C an Bord. Damit hatten wir nicht gerechnet. Nach dem Aufstehen hält Herbert die Augen auf und wartet nur darauf, dass jemand abreist und ein besserer Platz für uns frei wird. Lange muss er nicht warten, denn ab 9 Uhr Ortszeit reist dieser und jener ab, sodass wir uns dann in die gegenüberliegende Ecke stellen können, von wo aus wir einen herrlichen Blick auf die Berge haben. Herbert findet diesen Platz ganz ausgezeichnet: Wir können das gesamte Camp überblicken, und außerdem scheint uns die Sonne direkt auf die Haustüre. Um 9:30 Uhr, Tisch und Stühle stehen draußen fürs Frühstück, ist es so heiß, dass wir die Markise aufmachen müssen, sonst wäre es fast unerträglich heiß hier zu sitzen. Ach, wir freuen uns, ein so hübsches Plätzchen auf dem Camp Tazka gefunden zu haben



so sieht es neben dem Camp aus, wenn man von der Dachterrasse aus schaut

Wir sitzen dann lange Zeit draußen, lesen und erholen uns von der gestrigen langen Fahrt. Am späten Nachmittag wollen wir mal nach Tafraoute hineingehen. Es ist ja nicht weit, vielleicht 1500m die Straße entlang. Ein LKW mit einer Ladung Frauen auf der Ladefläche kommt gerade des Wegs; die Frauen singen und trällern. Vielleicht heiratet jemand? Sie sind jedenfalls sehr ausgelassen.



welch herrlicher Blick auf die Granitfelsen - auch von unserem Platz aus



Frauen singen und trällern auf der Ladefläche (man soll ja eigentlich nicht mit der linken Hand winken)



sogar Männer sind dabei



so sieht es aus, wenn man in einer Reisegruppe fährt

Wir werfen jetzt auch mal einen Blick auf das Camp Granite Rose, wo man uns gestern ja auf die Baustelle verfrachten wollte. Mittlerweile ist die französische Reisegruppe eingetroffen, und die Wohnmobile stehen so dicht nebeneinander, dass sie gerade noch die Türen aufmachen können. Wie auf dem Schrottplatz, sagt Annette. Oder wie beim Autohändler auf dem Hof, sagt Herbert. Jedenfalls würden wir uns bedanken, wenn wir uns so hinstellen müssten in der Gruppe. Dann schauen wir uns auch noch mal unseren Baustellenplatz an, wo jetzt der Zementmischer läuft und auch anderweitiger Krach herrscht. Vielen Dank. Wir sind jedenfalls heilfroh, dass wir auf dem Tazka stehen, wo alles viel weitläufiger ist.



dicht an dicht steht die Reisegruppe zusammen, wie beim Autohändler auf dem Hinterhof



und auf diese Baustelle vom Camp Granite rose sollten wir uns gestern gestellt haben

Wir laufen dann weiter und kommen an der großen Wiese vorbei, wo Wohnmobile freistehen können. Man steht hier ganz hübsch, finden wir. Vor allem auf Rasen. Und die Berge ringsum bilden eine tolle Kulisse. Vorbei gehen wir dann auch noch am dritten Camp, dem Trois Palmiers, der fast genau neben der Wiese liegt. Aber besonders gut steht man hier nicht, obwohl dies laut Campingbuch der beliebteste der drei Camps sein soll. Na, die Ansichten sind halt verschieden.



Blick auf die Wiese, wo Wohnmobile freistehen können



noch ein paar Schritte, dann sind wir in Tafraoute

Noch ein paar Schritte und dann sind wir auch schon mitten in Tafraoute. Der erste Eindruck ist sehr gefällig, die rosa Farbe der Häuser und Türmchen, die Granitfelsen, die den Ort komplett umschließen, der Springbrunnen, der plätschert. Es ist ein beschaulicher kleiner Ort, von dem aus mehrere Wanderwege in die Berge führen. Gern würden wir irgendwo essen gehen, aber dafür sind wir wohl doch zu früh dran. Es gibt zwei Restaurantzelte, die komplett eingedeckt sind, aber da wollen wir jetzt nicht stören. Im Ort gibt es zwar mehrere Cafés, aber kein geeignetes Restaurant.



auf den ersten Blick ist alles sehr beschaulich



das Wasser plätschert



Blick auf die Stadtverwaltung - Municipalité



ein Blick in eines der Restaurantzelte



alles ist immer so übertrieben bunt und plüschig, aber auch gemütlich



die Gassen sind abschüssig



alles mögliche wird angeboten

Es sind natürlich viele Touristen unterwegs, und das Warenangebot im kleinen Souk ist auf sie abgestimmt. Trotzdem gefällt es uns hier in Tafraoute ausnehmend gut. Mittlerweile ist es früher Abend und das Licht ist ja einfach bezaubernd. Wir finden uns damit ab, nirgends einzukehren, sondern uns nur zwei Fladenbrote zu kaufen und daheim zu essen. Daheim auf dem Camp bestellen wir uns für morgen Abend wieder eine Tajine de Kefta und eine mit Ziegenfleisch. Mal schauen, wie die ist. Der Abend ist milde und nicht zu vergleichen mit der gestrigen Kälte, als wir hier ankamen. Das war wohl nur eine Ausnahme. Auch ist der Platz nicht so voll wie gestern Abend. Eigentlich genau wie wir es mögen. Wir wollen Tafraoute auch nicht so bald wieder verlassen.



das sieht doch wirklich flott aus hier



wir sind auf dem Heimweg

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