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Montag, 19. März.2012



Toledo empfängt uns bei schönem Wetter

Heute also steht der Besuch der Stadt Toledo an, die sich unter blauem Himmel zeigt. Wir müssen ziemlich kraxeln, um von unten, vom Parkplatz aus, in die Altstadt zu gelangen. Durch eines der Stadttore, das Puerta de Bisagra, betreten wir den Altstadtkern, wo sich auf engem Raum Kirchen, Klöster, Kapellen, Synagogen, Moscheen, Paläste und Türme befinden. Toledo wird auch "Stadt der drei Kulturen" genannt, denn jahrhundertelang lebten Mauren, Juden und Christen hier friedlich beieinander.



durch das Puerta de Bisagra gehen wir in die Stadt hinein



durch dieses Tor gehen wir



Toledo ist wie ein Freilichtmuseum

Über hundert Bauten blieben aus jener Zeit erhalten oder wurden wieder aufgebaut, die wir uns natürlich nicht alle anschauen können, wenn wir unseren Besuch nur auf einen einzigen Tag legen wollen. Wir gehen zunächst mal zum Plaza Zocodover, wo wir uns in der Touristinformation einen Stadtplan geben lassen und umfangreich auf spanisch berieseln lassen.



Blick in die Calle Real de Arrabal



Blick über die Dächer der Stadt



dort unten auf dem Parkplatz steht unser Wohnmobil, ganz nah dem Ufer des Rio Tajo (der in Portugal Rio Tejo heißt)



auf dem Plaza Zocodover mit der Palastburg im Hintergrund



ein weiterer Blick auf den Plaza Zocodover



das Teatro de Rojas auf dem Plaza Mayor

Dann bummeln wir über mehrere Plätze und durch Gassen, von denen einige recht eng sind. Überhaupt staunen wir, wieviel Leute in der Stadt unterwegs sind. Am Teatro de Rojas vorbei kommen wir, wo wir, wie die anderen Leute auch, ein wenig auf den Stufen verschnaufen.



eine solch schmale Gasse findet man auch nicht alle Tage



Blick auf die Kathedrale von Toledo

Dann gehen wir zur Kathedrale, deren Errichtung über 250 Jahre dauerte (13.-15.Jh.) und zu den herausragenden gotischen Bauwerken  des Landes gehört. Die Kathedrale hat solche Ausmaße, dass Herbert Mühe hat, sie überhaupt in einem Stück aufs Foto zu bekommen. Aus mehreren Winkeln probiert er seine Aufnahmen. In die Kathedrale hinein gehen wir nicht bei einem Eintritt von 7 EUR p.P. "So katholisch sind wir denn doch nicht", sagt Herbert (der vor über dreißig Jahren ausgetreten ist). "Nee, und ich sowieso nicht, mich hat ja nicht mal der Gauck damals gekriegt", antwortet ihm Annette (wobei das damals ja nur evangelisch gewesen wäre).



der Palacio Arzobispal gegenüber der Kathedrale



es gibt zahlreiche historische Gebäude in Toledo



Blick auf die Kirche Santo Tomé

Auf manchen Gassen fühlen wir uns ins Mittelalter versetzt; überhaupt ist alles perfekt restauriert. Uns gefallen die Farben der Fassaden, die von honiggelb bis Ocker gehen. Wir laufen zum jüdischen Viertel der Stadt, wo es eine Synagoge gibt, die aber schon seit längerem für Besuche geschlossen ist. Wir lesen den Namen Sepharad, der der hebräische Name für die Iberische Halbinsel ist. Dann wandeln wir auf der Calle Los Descalzos und können von hier oben schön über die Dächer der Stadt schauen.



wir sind auf der Calle Los Descalzos



hier befinden wir uns neben dem Casa y Museu de El Greco



Cafés laden zum Verweilen ein



Blick auf das Monsasterio de San Juan de los Reyes



Blick auf den Rio Tajo

Vorbei am Casa El Greco (auch geschlossen) und weiteren alten Bauten laufen wir fast ganz um die Altstadt herum und können auf den Rio Tajo schauen, der durch Toledo führt und irgendwann in Portugal, wo er Rio Tejo heißt und ganz anders betont wird, in Lissabon in den Atlantik mündet. Der Blick von oben ist ganz großartig, auch was die Ausmaße der Stadt angeht. Es ist hübsch, überall den blühenden Flieder zu sehen. Gegen 17 Uhr sind wir wieder daheim und bleiben eine weitere Nacht hier stehen. Wir sind die einzigen Nichtspanier mit Wohnmobil.



Blick auf den Glorieta de la Reconquista jpg" />
 

Sonntag, 18. März 2012





wir verlassen Ávila

Ist das eine Kälte, als wir uns am Vormittag aufmachen auf die Fahrt nach Toledo. Die Kälte beißt uns in Gesicht und Finger, als wir ins Fahrerhaus einsteigen. Der Himmel ist ganz dunkel und schaut böse aus, und es fängt zu nieseln an. Als wir aus der Stadt herausfahren, sind es Schneeflocken, die herunterkommen. Nach kurzer Zeit ist aber alles vorbei, wobei uns die Kälte noch eine ganze Zeit erhalten bleibt.





auf der N403 geht es in südöstlicher Richtung nach Toledo

Es geht auf eine Höhe von 1416m hinauf und von dort an rollen wir nur noch bergab. Die Landschaft ist großartig; es ist eine herrliche Fahrt. Herbert findet immer, dass Annette doch die neue Kamera nehmen solle, da passe doch viel mehr aufs Bild. Aber Annette bleibt bei der alten EOS 400D. Die neue Kamera ist ihr einfach zu groß und unhandlich, außerdem ist immer alles verschwommen, wenn sie durch den Sucher schaut. Und jedesmal erst das kleine Rädchen zu verstellen hat sie keine Lust.





die Landschaft ist hier großartig





wir erreichen einen der wenigen Orte, die auf der Strecke liegen





es gibt eine Bäckerei, bei der Annette ein Baguette kauft

Im ersten Ort, den wir durchfahren, halten wir am Ortsende, damit wir schnell ein Brot kaufen können. Ganz langsam bessert sich das Wetter, der Himmel wird heller. Wir erreichen dann den Stausee Burguillo, der ziemliche Ausmaße hat. Auf einer kleinen Parkfläche halten wir für ein hübsches Foto an, bevor es weitergeht.





diese Brücke führt über den Embalse de Burguillo, den Stausee Burguillo





Blick auf die Brücke von der anderen Seite





uns gefällt es am Stausee





weiter geht die Fahrt





eine alte Festung liegt direkt am Stausee





wir fahren an Maqueda vorbei

Als wir den Ort Maqueda erreichen und diese Burg sehen, biegen wir ab auf ein neues Stück Autobahn der A40. Wir kommen sehr gut voran, und überhaupt sind die Straßen in Spanien erstklassig. Kurze Zeit später erreichen wir Toledo und sehen neben dem Busbahnhof einen riesigen Parkplatz, wo auch ein paar Wohnmobile stehen. Also am nächsten Kreisverkehr gedreht und dann lesen wir sogar, dass der Parkplatz bewacht und kostenlos ist. 





wir erreichen Toledo





am Fuße der Altstadt gibt es einen riesigen kostenlosen Parkplatz

Es ist kurz vor Mittag, als wir auf dem Platz ankommen. Jetzt wollen wir aber erstmal das Biathlonrennen sehen und auch die Wahl des Bundespräsidenten. Denn nicht nur verbindet Annette mit dem Herrn Gauck die gleiche Heimatstadt, nein, sie hat auch in 100m Luftlinie zu der Kirche in Rostock gewohnt, in der der Herr Gauck als Pastor tätig war. Wir beide, Herbert uns sie, finden, dass der Herr Gauck völlig überhöht wird. Es ist wie die moderne Version von des Kaisers neuen Kleidern, die uns vorgeführt wird. Wir glauben, dass vom neuen Bundespräsidenten nicht viel mehr als heiße Luft zu erwarten sein wird. Aber im Grunde wollte ihn ja auch niemand von den Parteien; es war ja nur ein Schachzug gegen die Kanzlerin. Jetzt werden wir also ständig die alten Geschichten von vor zwanzig Jahren zu hören bekommen. Die Wahl ist gegen 15 Uhr vorbei, aber jetzt gehen wir nicht mehr los nach Toledo hinein. Morgen ist ja auch noch ein Tag.



hier stehen wir mit Blick auf Toledo



unsere Tagesroute ca. 133km

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