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Freitag, 23. März 2012


da oben auf dem Felsen wohnen wir derzeit

Als wir uns am Vormittag aufrappeln und den kleinen Fußweg entlanglaufen, der direkt neben der Küstenstraße hergeht, merken wir, dass wir praktisch schon mit einem Fuß in Calella sind. Der Fußweg ist wie an die Steilküste geklebt und bietet schöne Ausblicke auf die zerklüftete Küste. Nach der ersten Kurve sehen wir auch schon den Strand und den Ort Calella.


Blick auf den Strand von Calella


die Promenade von Calella liegt uns zu Füßen

Und wenn wir bedenken, dass wir gestern noch im Schnee aufgewacht sind, so ist es heute eine Pracht, kurzärmelig auf der Strandpromenade wandeln zu können. Es ist nur schade, dass die Bahnschiene auch hier direkt am Strand entlangführt und somit den Ort irgendwie zerschneidet. Wir sehen später zwar mehrere Unterführungen, die unter den Schienen durchgehen, aber besonders charmant ist das ja nicht. Vom Krach ganz abgesehen.


wir wandeln auf der Strandpromenade


diese kleine Tanzgruppe wurde ganz neu aufgestellt

Die Promenade ist aber ganz nett angelegt. Manche Abschnitte bestehen aus Alleen, deren Bäume jetzt im Frühling ganz radikal gestutzt sind. Im Sommer bietet deren Laub bestimmt guten Schatten. Wir laufen bis ganz ans Ende, dann biegen wir zum älteren Kern von Calella ab, wenn man das alles hier überhaupt alt nennen kann.


wir laufen ein wenig durch die Altstadtgassen


Blick auf die Kirche von Calella

Na, zumindest ist die Kirche alt und original. In den Cafés sitzen die Leute in der Sonne, aber die Geschäfte machen jetzt bestimmt noch gar keine Umsatz. Gähnende Leere überall, keine Kundschaft in Sicht. An der Promenadenstraße sehen wir, dass es auch einige Stellen gibt, wo man die Bahnschienen oberhalb überqueren kann. Was aber wohl mit Vorsicht zu genießen ist, denn Schranken gibt es keine, nur ein rotes Licht, das brennt, sobald ein Zug kommt.


der ältere Kern von Calella ist ganz nett


die Straßencafés sind gut besucht bei dem schönen Wetter

Wir setzen uns dann auch in eines der Cafés mit Blick aufs Meer, überlegen, wohin wir als nächstes fahren sollen und gehen dann wieder heim. Wir tun auch mal ein paar Schritte im Sand, aber der ist ziemlich grob, fast wie Kies von der Baustelle. So ist halt das Mittelmeer, kein Vergleich zum Atlantik.


auf der Weiterfahrt gen Norden


Ankunft und erster Eindruck von Empuriabrava

Wir fahren dann los in Richtung Norden, nach Empuriabrava. Denn egal, wie oft wir schon da waren, es gefällt uns immer wieder gut. Die hundert Kilometer liegen ruckzuck hinter uns, und dann stellen wir uns auf den riesigen Parkplatz direkt vor dem breiten Strand. Keine zehn Minuten kommt die Polizei und sagt uns, dass wir hier nicht stehen könnten. Der Polizist zeigt nach geradeaus und sagt "Náutico, a hundred metres, possible." Na gut, fahren wir also ans Ende des Parkplatzes, sehen zwar kein Nautico, stehen aber direkt neben einer der Grachten. Kurze Zeit später kommt er wieder hergefahren und bedeutet uns, dass wir hier falsch stehen. "Náutico", sagt er, und "at the white house". Also nehmen wir an, dass wir uns irgendwo im Hafen hinstellen sollen? Er ist sehr freundlich, aber verständigen können wir uns kaum. Fahren wir also in Richtung Hafen, halten Ausschau nach einem weißen Haus, aber sind nicht alle Häuser hier weiß?? Dann kommt eines, und zwar der Club Náutic mit dem Tower. Das wird er wohl gemeint haben. Und dann finden wir mehrere Parkflächen für Busse. Hier stellen wir uns hin und harren der Dinge. Gehen kurze Zeit später in den Hafen und schauen uns Boote an, Herberts Lieblingsbeschäftigung. Abends bleiben wir unbehelligt, als die Polizei an uns vorbeifährt. Haben wir wohl doch den richtigen Platz eingenommen. Hach, wir freuen uns auf morgen, auf Empuriabrava.


hier am Club Náutic können wir auf dem Busparkplatz stehen



unsere Tagesroute ca. 103km

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