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Montag, 05. März 2012



wir verlassen Costa Nova und schauen auf die Brücke, die über die Lagune geht

Am Vormittag erreicht uns ein Anruf unseres Anwalts: Beide Gutachten liegen jetzt vor, die er uns per email zukommen lassen will. Die Gutachten seien sehr umfangreich, und ob wir eine gute Internetverbindung hätten? Die haben wir. Er sagt, dass die Gutachten eindeutig seien, dass beide Gutachter bestätigen, dass der Beklagte eindeutig vom Schaden gewusst haben musste. Bis Mittag sitzen und warten wir, aber die emails kommen nicht.



wir fahren in Richtung Aveiro und weiter nördlich

Wir wollen heute Costa Nova ohnehin verlassen und fahren also los. Unser Ziel ist das kleine Estarreja nördlich von Aveiro, wo es einen ganz neuen Stellplatz mit Wasser, Strom und Internet geben soll. Außerhalb von Aveiro halten wir noch bei Pingo Doce und kaufen ein. Während der Fahrt sind wir dann aufgeregt wie immer, wenn wir an den Prozess erinnert werden, den wir ja in den vergangenen Monaten immer so gut als möglich verdrängt haben.



Blick auf Aveiro, das Venedig Portugals



am Fußballstadion vorbei geht es



Ob es den Störchen hier nicht zu laut ist?



Störche, wohin man schaut

Einzig die Störche, die wir an der Autobahn sehen, können unsere Stimmung etwas anheben. Hätte sich nicht ein besseres Plätzchen für sie finden lassen können? So winzig ist Portugal doch auch wieder nicht. Wir biegen dann ab nach Estarreja. In der Stadt ist der Stellplatz ausgeschildert, man muss aber genau hinschauen, um die Schilder nicht zu übersehen. Es ist Platz für 6 Wohnmobile. Am Café Piscina gibt es dann den Schlüssel für den Strom- und Wasseranschluss. Für nur 1 EUR steht man hier und alles ist inklusive; die Parkdauer ist allerdings auf 48 Stunden begrenzt.



auf dem Stellplatz in Estarreja

Und tatsächlich haben wir hier Internet. Emails kommen; es dauert 40 Minuten, bis sie übertragen sind. Herbert liest sie zunächst allein, während Annette Erdbeeren schnippelt. Am besten würde sie von der Totgeburt, wie sie den Panzer mittlerweile nennt, nichts mehr hören oder lesen. Aber das geht natürlich nicht. Die beiden Gutachten erstrecken sich über etliche Seiten, sind sehr detailliert und wir kommen zu dem Schluss, dass der Beklagte eigentlich keine Chance mehr hat, den Prozess gewinnen zu können. Beide Gutachten sind verheerend zu dessen Ungunsten. Alle seiner Begründungen, Erklärungen, Aussagen, Ausreden vor dem OLG konnten die Gutachter bei ihrer Besichtigung am 15. November 2011 eindeutig widerlegen. Der Beklagte hat also definitiv vor dem OLG gelogen; ebenso seine Gattin als Zeugin. Wir erfahren auch, dass der nächste - und hoffentlich letzte - Termin beim OLG München am 13. Juni sein wird. Der heutige Tag ist mal wieder einer für die Mülltonne, was unsere Nerven angeht. Obwohl ja, wie gesagt, mittlerweile alles für uns spricht.



unsere Tagesroute ca. 30km

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