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Dienstag, 22. März  2011



wir stehen direkt an der Rhône (wenn man genau hinschaut, sieht man uns)

Am frühen Morgen verlassen wir Avignon und fahren die paar Kilometer nach Arles. Auf französisch Arles, auf provenzalisch Arle, gesprochen Arl. Kurz vor der Stadt schalten wir unser Navi ein und lassen und zum Place Lamartine führen, sehen aber dann ein Wohnmobilschild, das direkt an die Rhône führt. Es stellt sich heraus, dass es nur zu einer Entsorgungsstation führt, aber egal, mittlerweile sehen wir einen großen Parkplatz, wo Busse und Wohnmobile stehen. Also stellen wir uns dazu.



das Hôtel de Ville von Arles

Der Blick auf die Rhône ist sehr schön, und wir machen uns bald auf in die Stadt. In Arles sollen die schönsten Frauen von ganz Frankreich leben, so lesen wir. Es sind die griechisch-römischen Vorfahren, denen sie den graziösen Gang, das klassisch geformte Gesicht und die feine Nase verdanken, sagt man. Na, da sind wir gespannt.



der Eingang zum Théâtre Antique - dem Antiken Theater

Auch hier gibt es Beschilderungen zu den Sehenswürdigkeiten, und so gelangen wir zum Antiken Theater. Vom Theater ist heute gerade so viel erhalten geblieben, dass Veranstaltungen aller Art dargeboten werden können. Ursprünglich war hier mal Platz für 12.000 Besucher.



Blick auf das Antike Theater



Blick auf das Amphithéâtre

Nach wenigen Schritten kommen wir an das Amphitheater, dem größten der in Gallien erhaltenen römischen Amphitheater. Wir lesen, dass noch heute Stierkämpfe oder Folklore mit Musik und Tanz angeboten werden, und dass die Stadt wie vor zweitausend Jahren ihre größten Feste feiert. Immerhin finden 12.000 Menschen Platz - zur Zeit der Römer waren es über 21.000.



städtisches Idyll in Arles

Uff, nach soviel Geschichte bummeln wir einfach durch das kleine Arles und lassen den Charme der Straßen und Gassen mit ihren kleinen Lokalen, die sanfte Farbigkeit der Dächer, die das Licht der Provence bewirkt, auf uns wirken. Arles liegt aber schon am Rande der Camargue.



auf dem Boulevard des Lices, an der Touristinformation



im Espace Van Gogh, dem früheren Hospital, wo van Gogh gepflegt wurde

Zum Espace Van Gogh gehen wir natürlich auch. Es ist das frühere Hospital, wo van Gogh gepflegt wurde. Er kam in 1888 nach Arles und verbrachte 15 Monate in der Stadt. Über 200 Gemälde malte er hier, darunter einige seiner bekanntesten wie das Nachtcafé, die Langlois Brücke. Jedenfalls kommt man nicht umhin, an allen Ecken der Stadt auf van Gogh aufmerksam gemacht zu werden. Es gibt auch einen Van Gogh Rundweg durch die Stadt.



auf der Rue de la Cavalerie

Irgendwann sind wir dann wieder daheim; neben uns steht ein Wohnmobil aus Kleve. Am Abend, wir wollen gerade mit dem Abendessen anfangen, der Tisch ist gedeckt, Herbert holt noch etwas aus der Garage, als er mit dem Nachbarn zusammentrifft. Dabei stellt sich heraus, dass die Nachbarn Holländer sind und in Kleve wohnen. Das Leben in Deutschland sei viel billiger für sie, sagt der Holländer. Dann empfiehlt er uns noch, besser nicht hier auf dem Platz zu übernachten, die Polizei würde es nicht gern dulden. Also fahren wir nach auswärts und stellen uns auf den riesigen Parkplatz von Géant. Die Holländer kommen später dazu und sind froh, nicht allein irgendwo zu stehen.



unsere Tagesroute ca. 37km

 

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