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Donnerstag, 05. Mai 2016



wir sind unterwegs nach Koróni

Heute früh müssen wir auf Mückenjagd gehen. Im ganzen sind es wohl acht Mücken, die wir erschlagen, wobei wir in der Nacht nicht gestochen wurden. Aber das Geräusch ist halt nervtötend. Nach einem weiteren Regenguss können wir losfahren. In Richtung Koróni. Es ist mal wieder eine kurvenreiche Fahrt, wie immer eigentlich. Als wir Koróni erreichen, hält Herbert oben auf der Einfallstraße, um ein erstes Foto zu machen. Dann beschließen wir, einfach hier oben zu parken, denn wer weiß, was uns unten erwartet? Es ist auch nur ein kurzer Weg nach unten in den Ort, vielleicht zehn Minuten. Koróni überrascht uns dann sehr mit seinem Charme, und es ist auch einiges Leben im Ort.



ein erster Blick auf Koróni, und dann lassen wir das Fahrzeug gleich hier oben geparkt



Koróni ist ein charmanter kleiner Ort


 



an der Uferpromenade gibt es diverse Tavernen und Bars


 



die Boote dümpeln im Wasser



die Baslika thront über Koróni

Alles ist klein und beschaulich hier, und es gibt einige Tavernen an der Uferpromenade, die auch alle geöffnet sind. Wir gehen dann erstmal zur Mole, um von dort aus einen schönen Blick auf Koróni zu haben. Die Basilika thront über dem Ort, die Boote dümpeln im Wasser. Es ist wirklich hübsch hier. Es ist der Ort, wo es uns am besten gefällt auf der bisherigen Reise. Wir wollen jetzt auch irgendwo essen gehen und entscheiden uns fürs Parthenon. Dort gibt es dann sogar Moussáka und Stifádo. Beides nehmen wir als Menu mit Salat und anschließend Kaffee und Dessert. Kaum, dass wir sitzen, läuten die Kirchglocken 12 Uhr ein. Vor uns und hinter uns an den Tischen sitzen Griechen und essen, und trinken Ouzo, und reden, und rauchen und trällern ein paar Takte der Musik, die spielt. Das Essen ist dann wirklich gut. Moussaka sieht ähnlich aus wie Lasagne, ist aber viel besser. Es sind Schichten von Kartoffeln und Hackfleisch (das immer wie Leber schmeckt) und Auberginen und Zucchini. Obendrauf eine Schicht Béchamel, kein Käse. Stifado ist eine Art Rindergulasch. Das Fleisch fällt so auseinander.



hier, ins Parthenon, sind wir eingekehrt



Kalí Oréxi - guten Appetit

Nach dem Essen kommen der Kaffee und der Kuchen. Es kommt aber auch der Regen, und mit welcher Wucht. Es blitzt und donnert auch wieder wie verrückt. Manche Donnerschläge klingen wie Schüsse. Wir sind jetzt nicht zimperlich, aber manche Donnerschläge hören sich wirklich beängstigend an. Zumal wir ja nur in einer Art Zelt sitzen. Und es schüttet aus Eimern. Wir sitzen und sitzen und wundern uns, dass der Regen gar nicht mehr aufhören will. Mittlerweile haben wir vier Holländer und zwei Schweizer als Nachbarn. Die Straßen sind total überschwemmt, und es kracht und kracht am Himmel. Es ist halb drei, als wir mal auf die Uhr schauen. Zwischendurch wird der Regen immer wieder mal schwächer, aber nur, um neuen Atem zu holen. Um kurz nach drei scheint es, als würde der Regen aufhören. Wir gehen also los, aber das hätten wir besser noch nicht tun sollen. Unsere Schuhe sind komplett unter Wasser nach den ersten Schritten. Auf dem buckligen unebenen Pflaster. Wir stellen uns in den Eingang eines kleinen Lebensmittelladens, der über Mittag geschlossen ist. Wir frieren langsam, so mit nackten Armen und den nassen Füßen und Schuhen. Herbert nimmt zwei leere Pappkartons, die wir uns über den Kopf halten, und dann eilen wir schnell nach Hause. Dort ziehen wir uns komplett um, und dann Socken an, Hausschuhe an. Was für eine Wohltat.



wir setzen unsere Fahrt fort

Irgendwann hört der Regen auf, sodass wir losfahren können. Es geht über Petalidi und Messini und Kalamáta in Richtung Kardamýli. Es ist, als hätte es hier überhaupt nicht geregnet. Unterwegs kaufen wir auch einen 5kg Sack Orangen für 3 EUR. In Kalamáta geht es ein Stück am Strand entlang, der aber total steinig ist. Es sind alles faustgroße Steine und größer. Dann geht es in die Berge; noch mehr Kurven als sonst. Kurz vor Kardamýi tut sich noch ein ganzer Regenbogen auf. Dann kurven wir die Serpentinenstraße hinunter nach Kardamýli und biegen direkt ab zum Strand - Paralía. Der Strand ist genauso steinig, aber es ist trotzdem sehr schön hier. Mittlerweile ist es halb sieben. Wir probieren mal eine Orange, aber die sind wohl eher was zum Auspressen. Was für ein schönes Plätzchen wir doch hier gefunden haben. Wir gehen recht bald zu Bett. Kalinichta - gute Nacht.



am Straßenrand kaufen wir auch einen Sack Orangen



in Kalamáta geht es direkt am Strand entlang



es geht in die Berge



ein Regenbogen tut sich auf



der Zielort - Kardamýli- kommt in Sicht



Ankunft in Kardamýli nach etlichen Serpentinen



so stehen wir am Steinstrand



Kalinichta - gute Nacht

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