Dienstag, 03. Mai 2016



weiter geht es in Richtung Süden

Es hat noch ganz gewaltig geregnet gestern Nacht. Und geblitzt und gedonnert auch. Und gehagelt. Jetzt in der Früh wundern wir uns, dass um zehn vor acht noch immer nichts los ist beim Lidl. Annette geht mal hin zum Eingang und liest, dass heute auch noch geschlossen ist. Auf einem Schild steht: Easter Opening Hours, und dass letzte Woche, Holy Monday bis Holy Saturday noch ganz regulär geöffnet war. Easter Sunday, Easter Monday und Tuesday sind geschlossen. Der Dienstag heißt nur noch Tuesday, nicht mehr heilig oder österlich oder sonstwie. Na ja, im Regen wollten wir gestern eh nicht mehr weiterfahren. Das tun wir jetzt. Pyrgos ist wirklich eine schreckliche Stadt, mal von dem Müll abgesehen.



Durchfahrt durch Zacharo



und schon erwischt uns der nächste Regenguss

Wir fahren also immer weiter südlich. Die Überlandstraße ist gut, und da heute Feiertag ist, ist sie schön leer. Die Landschaft ist grün und hügelig. Dann, bei der Ortschaft Zacharo kommt der nächste Regen. Es blitzt und donnert auch wieder. Wir halten bei irgendeiner Tankstelle, da der Scheibenwischer die Wassermassen nicht mehr packt. Dann wird es besser, aber kurz vor Kiparissía überfällt uns der nächste Regenguss. Wir können bei einer Gärtnerei parken, die ja heute eh geschlossen ist und wo wir nicht stören. Jetzt frühstücken wir erstmal. Es blitzt und dann kracht es direkt über uns. Hilfe, wo sind wir hier gelandet? Dann hört der Regen aber auf. In Kiparrisía hängen noch überall rote Ostereier mit "Kaló Pas-cha" (frohe Ostern) darauf. Als wir Filatrá erreichen, biegen wir ab zur Küstenstraße in Richtung Marathópolis (das -th- immer schön lispeln wie im englischen).



ein Blick aufs Meer, in Kiparissía



Durchfahrt durch Filatrá



in diesem kleinen Ort wollen wir heute übernachten

Bald schon kommt ein kleiner Ort, wo wir direkt am Meer stehen können. Das Mittelmeer ist heute total aufgewühlt. Was für Kracher ans Ufer schlagen. Wir sind wie hypnotisiert davon und können gar nicht mehr wegschauen wo den gewaltigen Wellen. Ein tolles Schauspiel, aber schöneres Wetter wäre uns auch lieb gewesen. Wir beschließen, heute hier zu übernachten. Mit uns steht hier ein Wohnmobil aus der Bretagne, unserer Lieblingsregion 56 (am Kennzeichen). Wir tun dann ein paar Schritte, finden zwei Tavernen, die geöffnet sind und kehren in die Taverne Achinos ein. Man sagt uns, dass man nicht die komplette Speisekarte hätte, nur dieses oder jenes Gericht. Es werden uns Fleischbällchen in roter Sauce empfohlen. Wir fragen nach Moussaka oder Stifada, aber die gibt es nicht mal auf der Speisekarte. Gyros steht drauf, gibt es aber auch nicht. Na ja, dann halt einmal die Fleischbällchen, eine Portion Patata frita und einen griechischen Salat. Das Essen ist dann gut, aber die Musik ist total bescheuert. Zuerst kommt Blues, dann Latino-Musik. Die Taverne füllt sich mit Gästen. Es blitzt und donnert auch wieder in der Ferne. Wir haben dann für alles, noch ein Glas Wein und ein 0,33L Wasser dazu, 20,50 EUR zu zahlen. Den Rest des Nachmittags verbringen wir bei uns am Platz, und es kommt sogar die Sonne heraus. Wir machen uns noch den Spaß mit der Holzbank und den überschwappenden Wellen. Was für eine Gaudi. Abends sieht es wieder sehr nach Regen aus.



so stehen wir, während das Meer tobt und sich heute nicht mehr beruhigt



wir tun ein paar Schritte durch den Ort


 



immer wieder gehen die Wellen über die Kante



Schau mal, was da für Kawenzmänner kommen.



in diese Taverne - Achinos - kehren wir ein



noch ist es leer, aber es kommen gleich jede Menge Gäste



das ist unser Essen



das sieht doch richtig griechisch aus



was für eine Gaudi, als das Wasser kommt

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