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Dienstag, 31. Mai  2011



wir wandern zum Phare d'Eckmühl (Leuchtturm)

Heute wollen wir endlich an die Landesspitze von Penmarc'h wandern, wo sich der Leuchtturm von Eckmühl - der Phare d'Eckmühl, mit seinen 65m über den Ozean erhebt. Genaugenommen steht der Leuchtturm im Ortsteil Saint-Pierre. Wir brauchen etwa eine halbe Stunde, die wir teils auf einem Dünenweg unterwegs sind.



jetzt ist die Ortschaft schon mal in Sicht

Fast auf dem gesamten Weg haben wir den Leuchtturm vor der Nase, sodass uns der Weg letztlich kürzer vorkommt. Und dann sind wir froh, dass der Leuchtturm schon seit dem 1. April täglich für Besucher geöffnet ist. Jetzt also nichts wie hoch, denken wir uns.



so, und jetzt geht es 270 Stufen hinauf



nicht nur die Wendeltreppe ist überaus elegant

Aber puh, wir kommen richtig ins keuchen auf den 270 Stufen und sind nicht die einzigen, die richtig platt sind und öfters verschnaufen müssen. Anderen Besuchern geht es nicht besser. Die Stufen scheinen uns recht hoch. Aber das Innere ist sehr elegant (das Innere des Turms ist mit Kacheln aus Opalglas ausgekleidet, einem Material, das unter hohen Temperaturen geschmolzen wird und sich daher nicht verändert - eine absolute Neuheit zur Erbauungszeit des Leuchtturms!) und wir lesen, wie es dazu gekommen ist, dass das ursprüngliche Vorhaben, einen neuen, diesmal elektrischen Leuchtturm zu konstruieren, in ein solches Meisterwerk verwandelt werden konnte. Nämlich durch die testamentarische Schenkung von Madame Adelaide Louise Davout d'Eckmühl, die in ihrem Testament von 1885 festlegte, dass ein Leuchtturm in genau dieser Ausführung gebaut werden möge.



vom Balkonabsatz führt eine gusseiserne Treppe zum Ehrensaal hinauf

Der Bau des Leuchtturms wurde im September 1893 begonnen und seine Einweihung erfolgte vier Jahre später, am 17. Oktober 1897. Der Turm besteht vollständig aus Granit; die Treppe schraubt sich als durchbrochene Wendeltreppe an den Wänden des Turms empor. Sie setzt sich aus 270 Stufen, die auf einen Balkon-Absatz (Podest) führen, zusammen. Von hier aus führt eine gusseiserne Treppe zum Ehrensaal, wo die Statue des Prinzen von Eckmühl aufgestellt ist.



oben angekommen befindet sich der Ehrensaal, wo die Statue des Prinzen von Eckmühl aufgestellt ist



diese Sicht haben wir heute

Von dort ermöglicht eine weitere gusseierne Treppe den Zutritt zur Laterne, deren originelle Technik den ganzen Stolz der Wärter ausmachte. Nur die ehemaligen, dicken Glühlampen wurden durch kleine Quarzlampen ersetzt. Das Feuer leuchtet über den mittleren Ozean 60m und hat eine Reichweite von 24 Seemeilen und sendet so alle 5 Sekunden einen Lichtblitz.



Blick auf den alten Leuchtturm, der von 1835 - 1897 in Betrieb war

Für den eisigen Wind, der hier oben geht, sind wir viel zu dünn angezogen. Aber die Sicht ist gut, wir können das Cap du Raz sehr gut sehen. Zwischendurch wärmen wir uns im holzgetäfelten Ehrensaal auf. Dann machen wir uns an den Abstieg, der nicht ganz so schwer fällt. ´Dies ist der schönste und eleganteste Leuchtturm, den wir bis dato besichtigt haben. Aber wen wundert es, wenn doch dieser Leuchtturm zum Andenken an Marschall Prinz von Eckmühl errichtet wurde, und zwar von seiner Tochter, Mme Adelaide Louise von Eckmühl, die kinderlos starb und viel Geld für den Bau zur Verfügung stellte.



es geht die Stiege hinunter



kein Messing, sondern polierte Bronze



im alten Leuchtturm ist heute ein Museum über das Meer und die Seefahrt untergebracht

Wir halten uns dann noch eine Weile unten auf, schauen uns den kleineren alten Leuchtturm an, in dem heute ein Museum untergebracht ist, laufen auf die Mole, die jetzt bei Ebbe gut zu erreichen ist und machen uns dann auf den Heimweg, der sich dann ganz schön hinzieht. Mittlerweile sind wir auch etwas fußlahm.



ein letzter Blick, bevor wir uns auf den Heimweg machen

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