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Montag, 04. Juni 2012



hier sitzen wir und sind im Internet

Dies soll heute unser letzter Tag auf L'Eglantière sein, und wir wollen ihn genießen, zumal sich die Sonne wieder zeigt. Aber es ist auch der Tag, an dem uns endlich das Schreiben des Beklagten erreicht. (Unsere eigenen 1,5 Seiten hatte unser Anwalt gar nicht mehr zum Gericht weitergeleitet, weil er es als nicht notwendig ansah, der Richter ja schon sein mündliches Urteil gefällt hatte.) Na ja. Diesmal sind es nur 5 Seiten Wirrwarr, die der Beklagte (bzw. das Mistvieh, wie Annette immer sagt) zu Papier gebracht hat. Was den Gebrauchsvorteil angeht, also die Zeit, in der wir das Fahrzeug nutzten, bezieht er sich auf ein BGH-Urteil aus 1969, also ein 43 Jahre altes Urteil und macht eine groteske Rechnung auf: 200 Miettage à 320 EUR. Da käme man auf abenteuerliche 64.000 EUR. (Wir müssten ihm demnach 15.000 EUR zurückzahlen.) Dazu noch die zusätzlich gefahrenen Kilometer. Fast müssen wir über all das lachen, aber eigentlich finden wir, dass er damit das Gericht beleidigt, wenn nicht verarscht. Weiterhin führt er aus, "Die ebenso logische und nachvollziehbare wie wahrheitsgetreue Darstellung des Beklagten wird - wenn überhaupt - nicht ausreichend gewürdigt." Fragt sich nur, welche seiner Aussagen man berücksichtigen soll, denn die waren ja mal so und mal so ausgesagt worden, je nachdem, was ihm durch die fünf Gutachten widerlegt werden konnte. Und wieder müssen wir uns folgenden Satz gefallen lassen (oder auch nicht), der uns seit der Berufung vor die Füße gekotzt wird: "Das im Hinblick auf das Urteil des BGH vom ... unbehelfliche Vorbringen des Klägers hätte nicht berücksichtigt werden dürfen. Die Berufung versucht nämlich lediglich, ihre Würdigung an die Stelle jener des Landgerichts zu setzen. Das aber geht nicht." Er beantragt in seinem Schreiben auch vorsorglich, die Revision zuzulassen, was wiederum einzig die Sache verschleppen soll.
Na ja. Der Tag ist wieder irgendwie dahin. Am Nachmittag setzen wir uns neben das Rezeptionshäuschen, wo wir auch Internet haben. Den Rest des Tages sitzen wir bei uns am Platz, wo wir noch mit einem Schweizer Paar ins Gespräch kommen und die es schade finden, dass wir morgen abreisen. Das finden wir auch.  



ein letzter Blick auf das Restaurant

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