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Dienstag, 05. Juni 2012

vor der Abfahrt gehen wir noch unter die Dusche

Es geht wie immer ganz schnell am Abreisetag. Wir springen nochmal unter die Dusche, bevor wir losfahren. Und wie jedesmal sind wir etwas wehmütig, wenn wir irgendwo nach einem längeren Aufenthalt weiterziehen, haben das Gefühl, nie wieder herzukommen. Einen letzten Blick werfen wir auf die Pyrenäen, die vom Regen am letzten Sonntag ganz schneebedeckt sind.


ein letzter Blick auf die Pyrenäen und das Umfeld von L'Eglantière


wir durchfahren Boulogne-sur-Gesse

Wir biegen dann von der Hauptstraße ab und fahren mal nach Boulogne-sur-Gesse, aber viel zu sehen gibt es da nicht. Über eine recht kurvige Straße kehren wir wieder zur Hauptstraße zurück und tanken dann noch in Masseube beim Super-U, wo der Diesel derzeit bei 1,34 EUR liegt. Über die Mittagszeit ist der Supermarkt geschlossen, sodass wir den gesamten Parkplatz zum Rangieren für uns haben. Dann tanken wir noch Gas bei Total in Pavie und sind wieder autark.


. . . alle Tauben fliegen ho-o-o-ch

Diesmal wollen wir die Stadt Auch nicht auslassen, denn alles sah sehr hübsch aus auf unserer letzten Durchfahrt vor zwei Wochen. Also halten wir Ausschau nach einem Parkplatz, den wir direkt an der Durchfahrtsstraße am Ufer des Gers finden. Puh, ist das ein Verkehrslärm, als wir aussteigen und losmarschieren. Den sind wir ja gar nicht mehr gewöhnt nach zwei Wochen der Abgeschiedenheit auf L'Eglantière. Der Weg am Flussufer ist sehr schön; später lesen wir, dass er vier Kilometer lang und allen zugänglich ist. Schon jetzt haben wir eine wunderbare Sicht auf die imposante Architektur der Altstadt, auf die Kathedrale.



wir wandeln am Ufer des Gers



es ist ein heißer Sommertag



Blick auf die Kathedrale Sainte Marie



wir laufen durch die Altstadtgassen von Auch

Wir wandeln durch die Altstadtgassen, die einen ganz südfranzösischen Eindruck machen. Aber die Hitze ist ungeheuerlich heute. Am Ende der Straße finden wir die Touristinformation, wo wir uns einen Stadtplan geben lassen. Man gibt uns auch einen Plan mit, auf dem zwei Stadtrundgänge aufgeführt sind, einen mittelalterlichen und einen Stadtrundgang aus dem 18. Jahrhundert. Aber um in Auch großartig auf alten Spuren zu wandeln ist es heute entschieden zu heiß. Dennoch laufen wir natürlich zum Hôtel de Ville und werfen einen Blick in die Kathedrale Sainte Marie.



Blick auf das Hôtel de Ville von Auch



Blick auf den Place de la Libération



wir wollen mal einen Blick in die Kathedrale werfen



die Kathedrale gilt als wichtige Etappe des Jakobswegs nach Compostela

Sie gilt als wichtige Etappe des Jakobswegs nach Compostela und zählt selbstverständlich zum UNESCO Welterbe. Man hat, so lesen wir, mit dem Bau dieses Monuments in 1489 begonnen und zwei Jahrhunderte später beendet. Die Kathedrale hat die beachtliche Länge von 100m und ist ein Meisterwerk der Renaissance. Besonders gefällt uns die große Orgel.



Blick auf die Orgel als Beweis der Orgelbaukunst des 17. Jh.



auf dem ersten Treppenabsatz der Monumentaltreppe befindet sich der biblische Text von der Sintflut (der an die katastrophale Überschwemmung im Jahre 1977 erinnert)

Unseren Rückweg nehmen wir über die Monumentaltreppe, die wir schon von unten aus gesehen hatten. Ihren Bau hat man in 1863 beendet und ihre 234 Stufen verbinden die Altstadt mit der Neustadt. Auf dem ersten Treppenabsatz befindet sich seit 1992 die Skulptur "l'Observoire du temps"; der biblische Text von der Sintflut erinnert an die katastrophale Überschwemmung im Jahre 1977. Und wenn wir die Treppe herunterschauen und ganz unten den Gers - den Fluss - sehen, dann muss die Überschwemmung ja wirklich verheerende Ausmaße gehabt haben. So, eigentlich hatten wir vor, auf dem Parkplatz auch zu übernachten, aber es ist uns entschieden zu laut, und so fahren wir noch die paar Kilometer bis nach Fleurance, wo wir sowieso unsere Tanks leeren wollten. Und der Gers bleibt uns treu am Wohnmobilstellplatz, wo er rauscht ohne Unterlass.



die Monumentaltreppe mit Blick auf den Fluss Gers (der Text befindet sich auf dem ersten Treppenabsatz von oben)



unsere Tagesroute ca. 68km

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