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Samstag, 04. Juni  2011



die Batterie wird geladen

Am Donnerstag auf unserer Fahrt auf die Halbinsel hatten wir ein Schild für einen Flohmarkt in St-Philibert gesehen, und zwar für heute. Na, da fahren wir doch hin. Aber die Yamaha gestern schon herausgestellt zu haben, waren wir dann zu faul. Geht ja im Grunde auch ganz schnell, rausgefahren, Spiegel dran, Koffer drauf und fertig. So, aber jetzt am Morgen springt die Yamaha nicht an; die Batterie ist leer. Was also tun? Wir suchen unsere Starterkabel heraus und schließen damit die kleine Batterie an unsere dicken Bordbatterien an. Und schwupp, springt der motor an. Jetzt denken wir, dass auf der Fahrt nach St-Philibert die Batterie schon aufladen wird und fahren frohgemut los.



wir sind auf dem Flohmarkt in St-Philibert

Der Flohmarkt ist dann richtig toll, das Wetter vom feinsten und unsere Ausbeute ganz gut. Aber dann zurück am Parkplatz springt die Yamaha nicht an. Oh je, was tun, hätten wir doch wenigstens die Starterkabel mitgenommen. Annette spricht zwei oder drei Leute an, die gerade zu ihren Autos zurückkehren. Sie würden auch gern helfen, aber keiner hat solche Kabel dabei. Dann fragt Annette die beiden Männer am Einlass zum Flohmarkt, wo sich die nächste Tankstelle befindet? In zwei Kilometern. Und die Hitze wird immer schlimmer. Wir machen uns dann auf den Weg zur Hauptstraße und schieben die Yamaha. Zwei junge Burschen, die die Autos auf einen anderen Parkplatz einweisen, fragt Annette auch noch, aber keiner hat die Kabel. Aber es gäbe eine Werkstatt in St-Philibert, 200m hinter dem Bar-Tabac-Laden. Na gut, darauf kommt es jetzt auch schon nicht mehr an. Der Bar-Tabac-Laden liegt dann an einer Kreuzung. In welche Richtung also gehen? Annette geht in die Bar. Der Wirt ist gerade beschäftigt, also fragt sie einfach einen Gast, der an der Bar sitzt. Die Werkstatt sei heute geschlossen, sagt der und fragt aber auch den Wirt. Annette erklärt, dass sie eigentlich nur Starterkabel bräuchte, woraufhin der Wirt zu drei Gästen am Tisch geht und diese fragt. Und tatsächlich nickt darauf einer der Männer am Tisch. Mit Annette geht er nach draußen, wo sein Auto steht. Schnell winkt Annette Herbert zu, dass er die Yamaha herschieben soll. Ganz schnell hängt dann unsere Batterie an der des Autos; der motor springt an. Und die ganze Zeit hat der Mann, ein typischer Bretone, so ein Schmunzeln im Gesicht. Das muss amüsant für ihn gewesen sein, dass so aus dem nichts eine junge Frau - etwas aufgelöst - in die Bar geschneit kommt und er ihr helfen kann. Wir sind jedenfalls glücklich und erleichtert und sagen ihm Merci à vous und Bonne journée und alles, was uns so einfällt auf französisch. Heute können wir also nirgends mehr hinfahren, weil die blöde Kiste ja nicht wieder anspringen würde. Auf dem Rückweg geht Herbert noch schnell in Carnac zum Super U hinein und kauft Brot, während Annette draußen bei der Yamaha bleibt bei laufendem motor. Wieder daheim, lassen wir die Yamaha den ganzen Nachmittag an den Bordbatterien hängen. Und eines steht fest: Auf unseren nächsten Ausflug nehmen wir zur Vorsicht unsere Starterkabel mit, bis wir wissen, ob nicht irgendwo ein Kurzschluss besteht. Denn die Yamaha ist ja erst ein Jahr alt und dass die Batterie jetzt leer war, finden wir schon erstaunlich.

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