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Montag, 25. Juli 2016



wir verlassen das schöne Georgiópoli am frühen Morgen

So, heute wollen wir mal weiterziehen, auch wenn das in der Hitze immer schwerer fällt. Wir müssen uns auch langsam mal um die Fährtickets kümmern. Den Plan, nach Rhodos und vielleicht weiter zur Türkei zu fahren, haben wir längst aufgegeben. Dafür ist uns die aktuelle Lage, was Terroranschläge angeht, zu groß. Und am Ende sind die Inseln alle ähnlich, und die Hitze überall gleich groß. Wir werden also bis zum Ende auf Kreta bleiben. Jetzt fahren wir erstmal nach Rethimno zum Lidl und parken dann wieder auf dem Parkplatz kurz vor der Altstadt. Wir gehen zum WIND-Geschäft und kaufen dort mal wieder 5GB (15 EUR, 30 Tage) fürs Internet. Ansonsten hatten wir jetzt überall ein freies Internet gefunden und unser WIND seit 16. Juni nicht mehr benutzen müssen. War auch abgelaufen. Dann zum kleinen Reisebüro, wo wir auch damals in 2009 die Tickets gekauft hatten. Den jungen Mann, der damals auch hier gearbeitet hat, erkennen wir sogar wieder.



wir sind in Rethimno



Rethimno

Wir fragen nach den Preisen für die Route Kissamos --> Gythion auf dem Peloponnes, und für die Route Chaniá --> Piräus. Die Preise sind fast gleich. Es geht uns darum, nicht nachts sondern tags zu fahren. Nach Gythion soll das Ticket dann 171 EUR kosten. Aber nach einem Telefonat heißt es, dass kein Platz mehr auf dem Garagendeck ist. Die Fähre Kissamos --> Gythion fährt ja nur einmal pro Woche, samstags. Müssen wir also nach Piräus, für 163 EUR. Ist aber eigentlich auch kein Beinbruch, dann sehen wir die riesige Fährstadt Piräus mal wieder. Jetzt bummeln wir ein wenig durch die Straßen von Rethimno, wollen aber nachher noch weiterfahren.



heute kaufen wir die Fährtickets für die Rückfahrt zum Festland



durch den Venezianischen Hafen von Rethimno kann man am späten Vormittag noch unbehelligt gehen



wir verlassen Rethimno



auf der Fahrt zur Südküste geht es durch diese Schlucht

Unser heutiges Ziel ist Frangokastello an der Südküste. Wir fahren über Armeni, Koxaré, Mýrthios, Rodákino. Zuerst ist die Straße ganz gut, aber hinter Mýrthios wird sie richtig schlecht. Die Landschaft ist natürlich wieder spektakulär. Irgendwann geht es durch eine richtige Felsenschlucht. Es ist aber auch irre windig. Auf dem Parkplatz in der Felsenschlucht sehen wir, wie die Leute, die aus ihren Leihwagen aussteigen, gegen den Wind kämpfen müssen. Man muss wohl eher von einem Sturm sprechen. Wir kommen also durch besagte Dörfer und noch ein paar mehr davon. Das Meer können wir auch von oben aus sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir schließlich und endlich Frangokastello. Der Sturm wütet auch hier, obwohl er auf der Wetterkarte gar nicht angekündigt war. Sonst hätten wir uns heute gar nicht auf den Weg gemacht.



was für eine grandiose Landschaft, egal, in welcher Region von Kreta man sich befindet



es geht auch durch ein paar Dörfer



und schon sehen wir das Meer wieder



kein Kreta ohne Berge



Ankunft in Frangokastello (Frankenkastell) mit Blick auf das Kastell

Tja, wo sollen wir uns hinstellen? Ganz so schwärmerisch, wie es im Reisebuch geklungen hat, sieht es hier gar nicht aus. Das Kastello ist ganz hübsch, aber da stehen wollen wir ja auch nicht. Wir fahren erstmal in östlicher Richtung weiter bis zur Taverne Stavris. Ein Kiesstrand erwartet uns dort. Und natürlich der Starkwind. So richtig gefällt es uns hier nicht. Wir lesen noch einmal im Reisebuch. "Unterhalb der Festung liegt ein flacher, meist stark besuchter Strand aus hellem Sand, daneben ein Lagune mit Fischerbooten. Es geht ganz seicht ins Wasser. Verleih von Liegen und Sonnenschirmen."  Fahren wir also zurück zum Kastello und stellen uns mit der Längsseite zur Steilküste. Die Aussicht ist toll, aber der Sturm nervt gewaltig. Man kann kein Fenster aufmachen, und wir rumpeln wie auf der Bahnschiene. Wir stellen uns dann auch in die Windsrichtung, sodass wir den Wind nur schneiden, aber nichts hilft. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist an Bord, fliegt durch die Gegend oder aus dem Fenster. Das nervt alles. Fahren wir also zurück zu dieser Taverne, wo wir etwas niedriger stehen.



zuerst stellen wir uns neben das Kastell, oberhalb vom Strand

So richtig schön ist es da ja nicht, die vielen Kiesel- und Schottersteine überall. Die Schiebetür können wir dann aber doch aufmachen; die ist im Windschatten. Schade, dass die Anreise hierher so mühselig war, für das, was wir jetzt bekommen haben. Später geht Annette auch mal ins Wasser. Steinig und weich ist der Boden unter Wasser. Aber wenigstens gibt es eine Stranddusche. Nach dem Abendessen gehen wir recht früh zu Bett, und das Seitenfenster am Fußende des Bettes schlägt immer wieder zu, das hebelt der Wind immer wieder aus der Halterung. Das offene Dachfenster hält sich wacker. Nein, der heutige Tag zählt wohl nicht zu den allerbesten Erlebnissen auf der Insel. Hoffentlich ist der leidige Wind morgen wieder weg. Man macht sich ja keinen Begriff, was der Wind für ein Mordskrach im Ohr ist. Da übernachtet man ja noch besser neben der Autobahn.



gebadet wurde am Strand bei der Taverne Stavris



hier unten bei der Taverne Stavris haben wir ein klein wenig weniger Sturm auszuhalten

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