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Freitag, 25. Juli 2014



wir kaufen etwas Obst beim Netto

Jetzt müssen wir unseren Tagesrhythmus irgendwie neu ordnen. Herbert muss ja jetzt ständig, fünfmal am Tag, seinen Finger pieksen und die Blutwerte messen. Diese schwanken sehr über den Tag verteilt, und wir glauben, dass man gestern vielleicht gar nicht die korrekten Werte gemessen hat. Denn Herbert kam ja gar nicht auf nüchtern Magen in die Praxis. Und überhaupt. Bei dem, was man gestern gemessen hat, hätte er ja schon tot sein müssen. Oder blind. Na, am Dienstag muss er wieder hin, und auch zum Augenarzt. Heute arbeitet sich Annette durch den Papierkram und auch die Diabetikermagazine, die man uns mitgegeben hat. Wenn man das alles so liest, ist es, als wäre Diabetes modern und angesagt. So, wie heute auch alle schwul sind. In den Magazinen geht es hauptsächlich um den Typ 1 Diabetes, den junge Leute haben. Und ständig ist von amerikanischen Studien und Aktionen die Rede, das kann einem ganz schön auf den Geist gehen. Let's move; oder Typ 1, Typ 2 und neue DMPs (Disease Management Program). Alles klar?



auf der Gartenstraße, entlang den Bahnschienen, hat man neue Häuser gebaut, die fast fertig sind

Um der heutigen Hitze voraus zu sein, gehen wir schon um halb zehn los in den Ort. Wir müssen ja in Bewegung bleiben. Diesmal gehen wir nicht parallel zur Bahnschiene entlang, sondern bleiben auf der anderen Seite der Bahnschiene. Auf der Gartenstraße. Hier hat man im letzten Jahr angefangen, neue Häuser zu bauen, direkt parallel zur Bahnschiene. Den Zug hört man aber kaum, weil er flüsterleise daherkommt. Auf einem Aushang sehen wir ein paar Grundrisse der Wohnungen. Deren Preise liegen bei 365.000 EUR und 390.000 EUR. Ein Wahnsinn. Aber schön sind die Wohnungen schon.



ein Blick in die Rosenheimer Straße von Bad Aibling

Dann sind wir wieder bei uns am Platz und gehen um halb fünf noch einmal los. Zum Rathaus, wo wir diesmal mit dem Tablet ins Internet gehen wollen. Letztens hatten wir ja nur das Smartphone mit. Diesmal geht das Einloggen aber ganz anders vonstatten. Man will alles mögliche von uns wissen, auch die Telefonnummer, damit man uns per SMS die Zugangsdaten schicken kann. Unser Telefon ist aus, Akku leer, sodass wir das alles jetzt seinlassen. Wir lesen noch ein paar ausliegende Tageszeitungen wie die FAZ und das Oberbayerische Volksblatt und gehen dann wieder heim. Der Stellplatz wird rappelvoll. Einem Italiener, der sich in eine Lücke neben uns quetscht, bieten wir an, sich an unsere Kabeltrommel anzuhängen. Ansonsten ist der Tag irgendwie an uns vorbeigegangen, so wie der gesamte Sommer bisher.



in Bad Aibling gibt es mehrere Kliniken, auch privat geführte


 



durch den Kurpark gehen wir heimwärts

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