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Mittwoch, 02. Januar 2019



kurze Fahrt durch Diedrichshagen

Heute geht es munter weiter mit dem Orkan. Mittlerweile fährt auch die Fähre zwischen Warnemünde und Hohe Düne nicht mehr. Es ist von umgestürzten Bäumen im Land die Rede. Gestern wurden ja auch alle Neujahrsbadevergnügen abgesagt, zum Beispiel in Prerow und in Binz. Heute ist Windstärke 10 aus Nord kommend, das heißt, dass die Strände völlig überspült werden. Die Sonne lacht und wir wollen auf jeden Fall heute raus und uns das Schauspiel mal anschauen. Wir fangen an der Steilküste vor Nienhagen an. Puh, ist ja fast beängstigend, wie der Sturm an uns zerrt. Die Treppe, die wir noch aus dem Sommer kennen, führt direkt in die Wellen. Die Ostsee ist aufgewühlt und keine Badewanne heute. Wir halten uns hier nicht lange auf, zumal wir auch kein Wort verstehen, das wir sagen. Wir klammern uns an unsere Kapuzen - der Wind ist eisig. Dann fahren wir weiter nach Warnemünde. Heute ist hier nicht mehr soviel los wie letztens. Die Buden an der Promenade sind abgebaut, wohl auch, um sie vor Schäden zu schützen.



hier entlang zur Steilküste bei Nienhagen



heute führt die Treppe direkt in die Wellen - viel Spaß



in Warnemünde ist es jetzt nicht mehr so voll



die großen Fähren nach Dänemark fahren aber



überall drückt das Wasser an Land

Überall auf der Promenade liegen Unmengen Strandsand. Wir tun es den Einheimischen nach und gehen an den Strand. Die langen Kniestrümpfe, die Annette bis über die Knie gehen, tun ihre Dienste. Das Wasser ist ganz schön übergetreten. Der Leuchtturm steht wacker da, aber von dieser neuen Figur, die auf der Mittelmole steht, ragt nur noch der Sockel und die Figur selbst aus dem Wasser, die Mole ist unter Wasser. Genauso die Westmole, von der nur noch die Mauer aus dem Wasser ragt. Diese Mauer geht einem normalerweise so bis zur Schulter - jetzt schauen noch 50cm der Mauer aus dem Wasser. Trotzdem laufen die Leute munter auf ihr herum und bis zum Leuchtturm vor. Das würden wir nicht tun, da muss nur mal eine Sturmbö kommen. Annette geht nur für ein paar Fotos zur Westmole, so richtig auf der Mauer stehen mag auch sie nicht. Was für ein Anblick. Sie sagt dem Herbert, dass sie es noch nie gesehen hat, dass die Mole völlig Land unter ist. Da haben wir ja den richtigen Winter hier erwischt. Und der Himmel so blau und die Sonne strahlt. Was für ein herrlicher Tag.



die ganz Mutigen - oder ganz Dummen - wagen sich vor bis zum Leuchtturm


 



hier ist eigentlich die Westmole, aber von ihr schaut nur noch die Mauer aus dem Wasser



rechts der Mauer wäre die Mole


 


 


 



auch am Alten Strom ist Land unter

Jetzt zum Alten Strom, wo es aber auch heißt: Land unter. Wir kommen gerade noch so herum um das alte Lotsenhaus und husch, schnell hinauf auf die obere Flaniermeile. Die Ausflugsboote fahren heute natürlich auch nicht - man käme auch gar nicht an Bord. Die Boote sehen aus wie havariert, als wären sie irgendwie hier gestrandet, weil alles ringsum unter Wasser steht. Und dann fährt doch tatsächlich ein Radfahrer hier herum. Wir laufen vor bis zur Vogtei und biegen dann ab zum Kirchenplatz. Unter der Holzbrücke am Alten Strom ist auch nur noch gut 1m Luft. Heute ist es schön in Warnemünde, weil die Touristen abgereist sind und wir den Ort mal für uns haben. In der Touristinformation finden wir auch endlich mal wieder den "Warnemünder", die Zeitung für Rostock, Warnemünde, Markgrafenheide und Diedrichshagen (www.der-warnemuender.de). Wir kehren auch in das Café schräg gegenüber dem Heimatmuseum ein, wo wir uns aufwärmen bei Glühwein und Cappuccino. So können die Tage immer sein, sonnig und egal wie kalt. Man kann sich ja was anziehen. Gegen 15 Uhr sind wir wieder daheim. Im Nordmagazin auf N3 wird auch Warnemünde gezeigt, genauso wie wir es heute erlebt haben. Eine Frau sagt vor der Kamera, dass sie schon so viele Jahre hier lebe und noch nie gesehen hätte, dass die Mole so unter Wasser steht wie heute. Später erfahren wir, dass das heute der höchste Pegelstand (1,67m über normal) war seit 1954.


 


 


 



hier können wir uns schön aufwärmen und die Gemütlichkeit genießen

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