d13.jpgd08.jpgd07.jpgd10.jpgd18.jpgd14.jpgd21.jpgd11.jpgd19.jpgd02.jpgd01.jpgd04.jpgd06.jpg

Sonntag, 12. Januar 2014



weiter geht es auf der N123 in Richtung Ourique

Heute wollen wir weiterziehen und überlegen hin und her, in welche Richtung wir eigentlich fahren sollen? Nach Süden oder nach Westen? Aber dann entscheiden wir uns doch für die Westküste, zumal das Wetter schon seit Tagen besser ist als die Vorhersage. Laut Wetterkarte hätte es schon seit Tagen regnen sollen, aber wir sind gut dran mit dem Wetter. Um 13 Uhr fahren wir los. Auf der N123 geht über nach Ourique, dann weiter auf der N389 über Garvão, Colos, Campo Redondo und Cercal in Richtung Vila Nova de Milfontes. Anfangs ist die Straße noch gut, verschlechtert sich auf der N389 aber deutlich.  



wieder sehen wir viele Störche in ihren Nestern

Auch kurvt die Straße in tausend Kurven dahin. Dafür sehen wir wieder etliche Storchennester auf den Strommasten. Da, wo die Störche wohnen, ist die Welt noch heil, finden wir. Als die Storchennester aufhören, sehen wir viele Korkeichen am Straßenrand. Die Rinden der meisten Bäume sind geschält und hier und da sind Zahlen in weißer Farbe aufgemalt auf die nackten Stämme. Zum Beispiel 1 oder 8, was bedeutet, dass der jeweilige Baum in 2011 bzw. 2008 zuletzt geschält wurde. Alle sieben Jahre kann man Korkeichen schälen.



der Alentejo ist fast immer hügelig



die Korkeichen stehen ganz nackt da ohne Rinde



es geht vorbei an schönen Nadelbäumen

Nach insgesamt etwa 70km erreichen wir Vila Nova de Milfontes. Es ist schön, das Meer wiederzusehen nach zwei Wochen im Hinterland. Auch ist der Blick auf die Lagune, die ja eigentlich der Zufluss des Río Mira in den Atlantik ist, immer ganz herrlich. Wir waren ja schon öfter in Milfontes und konnten uns bisher immer auf eine Brachfläche im Ort stellen, aber jetzt und heute im Winter stellen wir uns parallel zur Lagune auf normale Parkflächen für Autos. Kein einziges Wohnmobil ist weit und breit zu sehen, was eine Wohltat ist nach dem, was an der Algarve los ist.



Ankunft an der Lagune von Vila Nova de Milfontes



es ist schön, das Meer wiederzusehen

Herbert schaltet die TV-Antenne ein und will schauen, ob das Fernsehbild vielleicht endlich wieder von allein kommt? Denn seit zwei Tagen haben wir kein Fernsehen und man sieht auch, dass der Bügel oder Arm, jedenfalls das lange Teil, das auf die SAT-Schüssel schaut, viel zu steil steht, fast auf 90°. Aber in Castro Verde hatte Annette keine Lust, aufs Dach zu steigen. Jetzt steht der Bügel auch wieder zu steil, hat sich also nicht von selbst berappelt während der Fahrt oder so. Hilft also alles nichts, Annette muss aufs Dach.



Annette ist auf dem Dach wegen der Antenne

Diesmal nehmen wir die Leiter her. Es geht also nicht wie sonst über den Tisch, Herberts Schulter und dann hinaus aufs Dach. Der Bügel der SAT-Anlage ist dann viel zu fest und liegt nicht am Anschlag an, der dafür vorgesehen ist. Annette lässt sich einen 13er Schlüssel geben, aber die Schrauben rühren sich nicht. Das muss geölt werden, damit es geschmeidiger wird, sagt Herbert und reicht ihr Kettenspray, was anderes haben wir zur Zeit nicht. Also werden die entsprechenden Stellen damit geschmiert und sieh da, alles läuft wieder wie geschmiert. Herbert fährt die Antenne drei- oder viermal ein und aus der Bügel fällt in die richtige Position auf den Anschlag zurück. Das Fernsehbild ist wieder da; das Problem gelöst. Heute gehen wir nirgends mehr hin, sondern igeln uns an Bord ein. Abends kommt ein ziemlicher Wind, aber so ist es eben am Meer. Kalt wird es nicht.



diesen Blick auf Milfontes haben wir von unserem Zuhause aus



unsere Tagesroute ca. 78km

back       |      next