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Freitag, 10. Januar 2014



weiter geht unsere Fahrt durchs Hinterland

Heute soll unsere Reise weitergehen, aber allzu eilig haben wir es nicht damit. Erstmal gehen wir ins Dorf und kaufen wieder ein Frühstücksbrot. Wir trödeln dann bis 11 Uhr Ortszeit, leeren und füllen unsere Tanks auf dem Stellplatz und fahren dann los. Wir biegen direkt auf die Straße, die am Stellplatz vorbeigeht und nach Cortes Pereiras führt und auch so ausgeschildert ist. Es geht durch die Berge; eine hübsche Fahrt, zumal die Straße richtig gut ist. Nach etlichen Kurven und nachdem Cortes Pereiras hinter uns liegt, stoßen wir auf die Hauptstraße, die IC27.

Wenig später sehen wir die schöne alte Brücke, die über den Ribeira do Vascão geht. Dieser Fluss ist auch gleichzeitig die Grenze zwischen der Algarve und dem Alentejo, der Region nördlich der Algarve. Weiter geht unsere Fahrt; die Straße ist jetzt weniger kurvenreich bis Mértola, wo es wieder über eine schöne alte Brücke geht. Über den Ribeira de Oeiras. In Mértola waren wir  vor zwei Jahren schon einmal, und so lassen wir die Stadt heute aus, zumal der große Parkplatz links am Ortsanfang wie eine Baustelle aussieht. Wir halten uns in Richtung Castro Verde.



diese Brücke geht über den Ribeira do Vascão, der die Grenze zwischen Algarve und Alentejo bildet



die Strecke ist nun weniger kurvenreich



Blick auf die Burg von Mértola



diese Brücke geht über den Ribeira de Oeiras



hier wohnen die Störche

Etwa 10km hinter Mértola biegen wir ab auf die N123 nach Castro Verde. Was für eine Fahrt. Überall wohnen Störche, auf den Strommasten und in den Bäumen haben sie ihre Nester. Auf den Wiesen stehen sie. Es ist eine richtige Storchenstrecke hier. Das Land bleibt hügelig, hat aber kaum Baumbestand. Wir sind nun im Herzen des Campo Branco, dem "weißen Land", wie die mediterrane Getreidesteppe mit ihrer hellen Erde auch genannt wird. Irgendwo hatten wir gelesen, dass sich um Castro Verde ein riesiges Naturschutzgebiet befindet, in dem verschiedene Vogelarten heimisch sind.



überall haben sie ihre Nester



auch auf den Wiesen stehen sie



schöne alte Alleen gibt es im Alentejo



wir erreichen den Bezirk Castro Verde

Nach insgesamt 40km erreichen wir Castro Verde und halten auf den Parkplatz zu, wo sich die schöne Windmühle befindet. In Castro Verde waren wir ja schon einmal, und der Zufall will es, dass es genau auf den Tag vor einem Jahr war. Der Himmel ist schon wieder ganz zu, als unsere Räder zum Stehen kommen. Wir gehen nur schnell zum Intermarché und kaufen etwas Kuchen. Dann sind wir an Bord und merken, dass es im Ort freies Internet gibt. Namens Castro Wireless. Allerdings braucht man dafür einen Zugangscode, den man sich im Rathaus, in der Biblioteca, auf dem Campingplatz und an zwei weiteren Stellen geben lassen könne. So steht es auf der Anmeldeseite. Laufen wir doch mal los in den Ort. Die Bibliothek finden wir bestimmt; die wäre uns lieber als das Rathaus.



Ankunft in Castro Verde (das 100. Foto des Jahres)



auf diesen Parkplatz, wo auch die Windmühle steht, wollen wir



hier wollen wir auch übernachten



heute hat die Windmühle gar keine Stoffsegel wie im letzten Jahr

In einem Ofenbaugeschäft fragen wir nach dem Weg. Immer geradeaus und dann nach links. Vor der Post fragen wir wieder jemanden, und der Weg scheint noch ziemlich weit zu sein. Die vierte oder fünfte Straße nach links abbiegen, die junge Frau weiß es nicht so recht. Puh, ganz schön weit, denken wir uns und laufen dann einfach in Richtung Rathaus - Câmara Municipal. Auf dem Weg dorthin sehen wir die Touristinformation und fragen einfach dort dem Zugang für Castro Wireless. Die Angestellte dort weiß sofort, was wir meinen. Annette muss ein Formular ausfüllen. Einheimische bekommen den Zugangscode anscheinend nicht. Ist der Zugang zeitlich begrenzt?, fragen wir. Nein, er funktioniert für immer, wann immer wir nach Castro Verde zurückkehren werden.



wir laufen nach Castro Verde hinein auf dem Weg zur Biblioteca



in der Touristinformation bekommen wir den Zugangscode fürs Internet

Dann laufen wir noch ein wenig durch Castro Verde. Der Ort hatte uns schon damals richtig gefallen, wie uns überhaupt der ganze Alentejo sehr gefällt. Das Leben geht hier ruhig und beschaulich zu. Für uns ist der Alentejo (A-len-tää-shu) das eigentliche Portugal. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Obst- und Gemüseladen - Loja da Fruta - vorbei. Lass uns hineingehen und noch ein paar Mandarinen oder so kaufen. Gesagt, getan. Mit über drei Kilo Mandarinen, Orangen und Bananen für insgesamt 3,18 EUR verlassen wir den Laden wieder. Dann gehen wir heim und probieren mal den Internetzugang. Er funktioniert auf Anhieb. Abends brät Herbert die zwei dicken Koteletts, die wir auch heute gekauft hatten. Dazu alles Gemüse, das weg muss. Bei uns werden so gut wie keine Lebensmittel weggeschmissen. Abends wird der Himmel knallrot und Annette kann schnell während des Essens ein Foto machen. Nachts ist es ruhig auf dem Parkplatz und auch nicht sonderlich kalt.



im Obstladen - Loja da Fruta - kaufen wir ein paar Kilo Früchte


 



wir machen uns auf den Heimweg



alles ist hübsch angelegt in Castro Verde



im Umschlag ist der Zugangscode



dies ist unser Abendessen



abends wird der Himmel feuerrot



unsere Tagesroute ca. 83km

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