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Freitag, 27. Januar 2012



kuriose Fahrzeuge stehen auf dem Platz

Puh, ist das kalt heute, nicht mal zehn Grad. In dicken Pullovern gehen wir noch einmal an den Strand und wollen uns für die nächste Zeit vom Meer verabschieden. Der Wind kriecht unter die Pullover und bis auf die Haut. Als wir den nächsten Strandaufgang nehmen, sehen wir, dass das schicke Strandcafé gar nicht mehr betrieben wird. Die Bestuhlung fehlt. Schade, denn vom Café aus konnte man immer so schön aufs Meer schauen. Auch sonst haben wir keine große Ausdauer mehr, in Manta Rota zu bleiben. Also packen wir gegen Mittag alles zusammen und fahren weiter.



wir gehen ein letztesmal an den Strand



ein Blick auf den neuen Stellplatz von Manta Rota

Zuerst mal zur BP-Tankstelle kurz vor Vila Real de Santo António zum Gastanken. Es passen schon wieder 31 Liter in die Flaschen. Dann geht es weiter nach Castro Marim, wo wir beim Corvo Supermarkt Kuchen kaufen, der immer wie selbstgebacken ist. Der offizielle Stellplatz ist gar nicht ganz voll, aber trotzdem stehen viele Wohnmobile auf dem Hauptparkplatz im Ort. Gerade wollen wir wieder einsteigen und weiterfahren, kommt ein lustiger Mensch auf uns zu und verdeckt sein Gesicht mit einem Korkhut. Es ist der Franzose, mit dem wir uns in Lagos auf dem Stellplatz angefreundet hatten. An den unmöglichsten Stellen in der Stadt hatten wir ihn immerzu getroffen, und sei es im Waschsalon direkt an der Waschmaschine. Wir konnten natürlich nur mit Händen und Füßen und den paar Brocken französisch miteinander reden, aber das hat dem ganzen keinen Abbruch getan. Er ist ein Typ wie Louis de Funes und wir haben immer viel gelacht.



wir erreichen Castro Marim



jetzt geht es Richtung Norden auf der IC27

Wir fahren dann noch schnell hinüber nach Spanien zum tanken. Immerhin kostet der Diesel dort nur 1,31 EUR, in Portugal 1,47 EUR. Jetzt sind wir startklar für die Fahrt ins Hinterland. Es geht auf die IC27, die perfekt ausgebaut ist. Wir wollen aber direkt am Grenzfluss, dem Rio Guadiana, entlangfahren und biegen also ab nach Foz de Odeleite.



der Barragem de Odeleite (Stausee) zeigt sich uns

Der Odeleite-Stausee ist jedenfalls sehr sehenswert und die Straße lässt sich sehr gut befahren, wenn sie auch schmal ist. Aber auf diese Nebenstraße verirrt sich im Prinzip niemand. Wir haben keinen Gegenverkehr. Dann sehen wir von oben eine lange Brücke. Hier mündet der Fluss - Ribeira de Odeleite - in den Guadiana. Es ist richtig hübsch hier; ein paar Segelboote sind auf dem Wasser und ein paar vereinzelte Häuser oder winzige Ortschaften kommen entlang der Strecke.



hier fließt der Ribeira de Odeleite (Fluss) in den Rio Guadiana



ein paar hübsche kleine Ortschaften liegen am Ufer des Grenzflusses



hier bleiben wir stehen für die Nacht

Als ein Fernglaszeichen am Straßenrand auftaucht, halten wir Ausschau nach dem entsprechenden Parkplatz. Hach, der ist dann oberhalb der Straße mit einem herrlichen Blick auf den Guadiana. Hier wollen wir bleiben für die Nacht. schnell steht der Kuchen auf dem Tisch, sind die Gardinen aufgezogen und haben wir ein Panoramafenster vom feinsten. Aber klirrend kalt ist es heute, jedenfalls, wenn man Kälte gar nicht mehr kennt.



unser Ausblick ist viel schöner und nicht so blass wie auf dem Foto



Corre, corre...Guadiana - Fließe, fließe...Guadiana

Auf dem Parkplatz gibt es einen Tisch und Sitzbänke aus Holz und alles ist nett angelegt wie immer im Land. Auf einer Schautafel lesen wir, dass der Guadiana in den spanischen Seen von Ruidera, Serra de Montiel, entspringt. Auf einer Höhe von 1.700m. Seine Gesamtlänge beträgt ca. 830km bis er in den Atlantik mündet zwischen Vila Real de Santo António und dem spanischen Ayamonte. Wir lesen, dass etwa 260km seines Flusslaufes in Portugal liegen, wovon 110km die Grenze zu Spanien ausmachen. Es ist eine interessante Schautafel mit Darstellungen und Fotos. Heutzutage, so lesen wir, sind die letzten 48km des Guadiana (von Pomarão bis Vila Real de Santo António) schiffbar; auf dieser Strecke variiert die Flussbreite zwischen 100m und 500m. Dieser schiffbare Abschnitt gilt als Portugals größte Flussausdehnung überhaupt, mit einer Tiefe von 5m, sodass Schiffe, deren Tiefgang nicht 3m überschreitet, den Fluss bei Ebbe befahren können. Ach, es gefällt uns hier; es ist wieder mehr abenteuerlich und abends wird es hier stockdunkel. Keine Menschenseele kommt des Wegs.



unsere Tagesroute ca. 50km

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