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Freitag, 15. Februar 2019



wir sind am Stadthafen von Rostock

Bevor wir heute unter blauem Himmel aus dem Haus kommen, müssen wir erst noch die Firma abwarten, die die drei Vaillant-Thermen in unserem Haus einmal im Jahr wartet. Die Firma will zwischen 12 und 13 Uhr kommen, ist um 11:20 Uhr im Haus, aber weil wir die letzten sind oben im Dachgeschoss, sind wir erst um 12:50 Uhr dran. Um 13:20 Uhr geben sie grünes Licht, sagen, dass unsere Anlage die einzige ist im Haus, die immer tadellos läuft und auch richtig schön sauber ist. Na, das hören wir doch gern und sind froh, die Therme nicht ausgetauscht zu haben vor unserem Einzug. Warum 5.000 EUR rausschmeißen für eine funktionierende Anlage? Die heutige Technik, alles digital, ist ja vielleicht anfälliger? Jedenfalls können wir jetzt losfahren, und weil es schon so spät ist, wollen wir nur in den Stadthafen und dort ein paar Schritte tun. Diesmal parken wir gleich ganz vornan am Kabutzenhof, da wo auch die Großstatue der siegreichen Matrosen steht. Es ist mal wieder total windstill, und die Warnow sieht aus, als läge ein Seidentuch auf dem Wasser. Man könnte direkt rüberschwimmen nach Gehlsdorf auf der anderen Seite.



die Warnow ist so ruhig, als läge ein Seidentuch auf dem Wasser



im Sommer liegen hier überall die Boote


 



drüben ist der Museumshafen

Hier oben am Anfang der Promenade waren wir schon seit Jahren nicht mehr. Wieviel Gastronomie hier entstanden ist, aus aller Herren Ländern. Im Sommer geht es hier bestimmt hoch her, wenn die Bootsleute da sind. Jetzt sind ja alle Boote an Land und die meisten Restaurants sind geschlossen. Wir wandeln auch vorbei an der Stephan Jantzen, dem mittlerweile 50 Jahre alten Eisbrecher, der mal Deutschlands stärkster Brecher war. In den 1990er Jahren aus dem Betrieb genommen, sollte das Schiff verkauft werden, aber mehrere Verkaufsversuche scheiterten, bis das Schiff völlig vernachlässigt war. Verkauft an einen amerikanischen Geschäftsmann, der aber die Liegegebühren nicht gezahlt hat, wurde es in 2018  zwangsversteigert. Die Stadt Rostock hat es gekauft und will es nun wieder herrichten für touristische Zwecke, als schwimmendes Museum. Wir können auch an Bord gehen, aber weil kaum eine Menschenseele auf dem Schiff zu sehen ist, mögen wir nicht aufs Schiff gehen. Wir tippeln immer weiter, bis wir auf Höhe der Schnickmannstraße finden, dass wir auch noch in die Stadt gehen könnten. Wollen doch mal sehen, ob das mit der Schulnote 1,9 seine Berechtigung hat. Ach ja, Rostock ist schon schön. Herbert will noch ein Eis im Rostocker Hof, im Eiscafé Milano, und dabei sehen wir ein uriges Boot aus Schilf, das sie dort aufgestellt haben. Mehrere Schautafeln erklären, wie es zu diesem Boot kam, wobei es wohl mehrere Exemplare gibt. Gebaut am Titikakasee von Indianern und dann losgesegelt von New York nach Europa. Wirklich interessant. In einem riesigen Bogen laufen wir vorbei am Kröpeliner Tor und über den Doberaner Platz und die Friedrichstraße hinunter zurück zur Warnow und zum Kabutzenhof. Das waren ein paar hübsche Kilometer, die heute zusammengekommen sind.



Open Ship - die Stephan Jantzen kann besichtigt werden



Herbert in Rostock, seiner neuen Heimat



wir wollen noch ein paar Schritte durch die Stadt tun



am Universitätsplatz



hier, am Kloster zum Heiligen Kreuz, geht es still zu


 



wir kehren zurück zum Boulevard



im Rostocker Hof, einem der Einkaufspaläste, ist derzeit die Abora I, ein Schilfboot, ausgestellt



alles ist gut beschildert und erklärt



da ist die Abora losgeschippert



wir kehren über einen riesigen Umweg zurück zum Auto am Kabutzenhof

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