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Mittwoch, 01. Februar 2017



solchen Ausblick haben wir am frühen Morgen

Wir können jetzt nicht gerade sagen, dass die Nacht leise war. Und kalt wurde sie dann doch noch. Dafür ist am morgen der Himmel ganz rot und verspricht einen schönen Tag. Wettertechnisch bekommen wir heute das volle Programm, grauen Himmel, Sonne, Niesel, Nebel, Temperaturen, die bis auf 5°C heruntergehen. Bis Bailén, nicht weit von unserem Startpunkt entfernt, gibt es viele Industrieanlagen, auch verfallene. Wir sehen auch einige verlassene Gehöfte. Hinter Bailén wird es wieder sehr landschaftlich, geht das Land ewig weit. Wir fahren und fahren und nach ein paar Tunneln erreichen wir Castilla - La Mancha. Die Häuser sind jetzt schlichter, längst nicht mehr so schick und feudal wie unten in Andalusien. Die Region La Mancha ist ja für ihre vielen Windmühlen bekannt, und wir erinnern uns an einen tollen Platz, bei dem es diese schönen alten Windmühlen gab. Annette meint, dass es sich dabei um La Solana handeln muss, wenn sie so auf die Karte schaut. La Solana ist nicht weit von der Autobahn weg, vielleicht 15km, aber als wir dort ankommen, sehen wir schon von weitem, dass es sich nicht um den Ort handelt.



weiter geht es gen Norden



durch mehrere Tunnel geht es und dann erreichen wir Castilla - La Mancha



La Mancha ist für seine Windmühlen berühmt, und für Don Quichote

Wir halten dann mal irgendwo an und schauen in unseren Reiseberichten, wie der Ort geheißen hat. Aha, Campo de Criptana, ist aber ganz schön weit weg von der Autobahn, und bei mittlerweile nur noch 8°C werden wir bestimmt nicht aus dem Haus gehen. Fahren wir also weiter. Wir wollen versuchen, dass wir noch irgendwo vor Madrid unterkommen für die Nacht. Vielleicht ist La Guardia ja gut. Aber der kleine Ort ist total hügelig, und nirgends ein Parkplatz zu sehen. Also weiter. Es ist kurz vor drei, als wir die ersten Ausläufer von Madrid erreichen. Immer mehr Industrie und Verkaufsflächen, die totale Bambule. Jetzt denken wir Augen zu und durch, ist ja noch kein Feierabendverkehr. Wir schalten auch das Navi ein, denn wer weiß, wann die A1 in Richtung Burgos angekündigt wird? Madrid ist eine Riesenstadt mit einem Straßennetz wie sonstwas. Aber alles fließt, keine der vielen Autobahnspuren stockt. In so einer Riesenstadt kommt man sich vor wie 'ne kleine Ameise. Einmal biegen wir falsch ab und landen auf der Avenida del Andalucía (schön lispeln beim c), aber am Ende glauben wir, dass es sogar eine Abkürzung war. Schließlich stoßen wir geradewegs auf die A1, die Autovía del Norte. Insgesamt haben wir 40 Minuten gebraucht für die Durchfahrt durch Madrid. Alles Autobahnen und immer schön mit 80 oder 90km/h.



wir erreichen den Moloch Madrid



Großstadtgetriebe, aber nirgends bleiben wir stecken in Madrid



es geht bis auf 1.444m hinauf und wir kommen in die dickste Waschküche

Es wird ziemlich neblig und kalt. Wir steigen auch immer höher hinauf ins Gebirge, bis auf 1.444m am Punto de Somosierra. Und nirgends eine Möglichkeit zum Anhalten oder Übernachten. Hier und da sehen wir Schilder mit einem P und "Vialidad Invernal" darauf. Winterparkplätze, für plötzlichen Schneeinbruch. Auf einem dieser Schilder hängt ein Extraschild in rot: ABIERTO (geöffnet). Als wir drauffahren wollen, ist die Einfahrt aber geschlossen. Der Nebel wabert immer mehr und die Sicht wird immer schlechter. Sogar in einem Tunnel ist Nebel. Nach dem höchsten Punkt geht es bergab und hört der Nebel auf. Wir erreichen nun Castilla y León. Und fahren und fahren, bis endlich mal ein Rastplatz kommt. Área Boceguillas. Hinter der Tankstelle gibt es einen großen Platz, auf den wir uns stellen. Jetzt kochen wir uns eine Tütensuppe und tun noch eine handvoll Suppennudeln und drei Bockwürste mit dazu. Man macht sich ja keinen Begriff, was so eine Tütensuppe für 40 Cent Gold wert sein kann. Wir lassen die Heizung laufen und machen es uns an Bord gemütlich. Nein, Platzangst haben wir in dem kleinen Pupsi nicht. Wir gehen auch früh zu Bett, denn das war ein ganz schöner Ritt heute. Mehr oder weniger unfreiwillig so lange gefahren.



sogar im Tunnel wabert der Nebel



endlich ein Rastplatz, die Área Boceguillas



unsere Tagesroute ca. 475km

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