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Freitag, 05. Februar 2016



etwas zu schreiben gibt es immer, dagegen ist das Fotomachen viel schwieriger

Heute steht wieder ein Gerichtstermin wegen dieser Überzahlung von mehr als 3.000 EUR an. Herbert wurde ja gottseidank vom persönlichen Erscheinen vor Gericht befreit. Wir sollen nicht vom laufenden Prozess berichten, was einerseits guttut, wenn man nicht ständig an diese leidige Sache erinnert wird, und andererseits schade ist, weil man die ganze Sache später gar nicht mehr rekonstruieren kann. Aber Hauptsache, die Sache ist irgendwann mal abgeschlossen, und dass wir nach fast 7 Jahren Ruhe haben werden in Sachen Gericht. Wir wollen irgendwann mal frei sein von diesem ganzen Gerichtskram, und das ist bestimmt nicht zuviel verlangt. Gerichtsdeutsch ist - zumindest für Annette - auch immens schwer zu lesen und zu verstehen. So. Heute haben wir auch unseren großen Auftritt beim Augenarzt. Der Termin ist um 10:15 Uhr. Wir warten und warten mit 17 anderen Patienten und schauen "Wartezimmer-TV". So heißt das wirklich und zeigt neben aktuellen Nachrichten auch, wie gewisse Augen-OPs durchgeführt werden. Annette fällt auf, dass niemand der anderen Patienten eine riesige schwarze Brille hat. (Man hat bestimmt längst gemerkt, dass sie allergisch auf diese dämlichen übergroßen schwarzen Brillen ist). Um 11:45 Uhr sind wir endlich dran. Man nimmt uns als Doppelpack in den Behandlungsraum, was mal ein Erlebnis der besonderen Art ist. Zuerst ist Annette dran, aber wie immer versagt sie kläglich beim Vorlesen der Zahlen. (Was hat sie als Kind darunter gelitten, dass sie ausgerechnet etwas so simples und profanes wie Sehen nicht konnte, wo ihr doch alles andere im Leben immer so leicht gefallen ist.). Der Herbert sieht dann fast alles und hat beneidenswert gute Augen. Auch hat die Diabetes seinen Augen keinen Schaden zugefügt. Dann werden wir aber getrennt. Wir lassen auch die Untersuchung für den Grünen Star machen. Bei Annette werden erste Anzeichen für den Grauen Star festgestellt, erste Eintrübungen der Linse. Bei Herbert sieht alles besser aus, aber er hat auch keine fast 40-jährige Karriere als Brillenträger, wie Annette. Um 12:30 Uhr sind wir fertig und fahren nun zum Real, wo wir ein Maishuhn kaufen für ein Hühnerfrikassee am Wochenende. Fleisch und Milch kaufen wir ja nicht mehr bei Lidl und Aldi, den Tieren zuliebe. Dann noch zum Th. Phillips Restpostenmarkt, wo sie heute 30% auf alles geben wegen Umbaus. Wir brauchen eine Trittleiter mit zwei oder drei Stufen, aber sie haben keine mehr. Sie haben fast gar kein Sortiment mehr. Dann fahren wir heim. Abends sitzen wir zusammen und finden, dass die Woche gar nicht so schlecht war. Heute vor einer Woche hatten wir viel mehr offene Baustellen. Das Jahr könnte noch ganz gut werden für uns.

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