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Montag, 29. Februar 2016

Gleich morgens um 9 Uhr ruft Annette beim Grundbuchamt Zwickau an. Dort erfährt sie, dass der Grundbuchauszug am 15. Februar rausgeschickt wurde. Unser Antrag war ja vom 11. Februar. Bekommen haben wir den Auszug nicht, und als Annette jetzt um einem neuen Auszug oder eine Kopie davon bittet, heißt es, dass dann auch eine neue Rechnung erstellt würde. Na toll, da kann man ja nur hoffen, dass der zweite Auszug auch mal ankommen wird. Wir brauchen ihn auf jeden Fall. Am Vormittag fahren wir zum Einkaufen ins Kaufland und dort haben wir unsere allererste Begegnung mit einem Flüchtling. Er hält uns eine Packung Tee hin und fragt uns auf englisch, ob es Schwarztee sei? Hier in der Provinz bekommen wir ansonsten nie einen Asylanten (Flüchtling oder Asylant - hört sich beides doof an) zu sehen. Dann sind wir wieder daheim. Am Nachmittag kommt ein Anruf unseres Anwalts. Es geht ja immer noch um diese leidige Überzahlung, die auch tatsächlich stattgefunden hat. Herbert geht ans Telefon, und Annette wird es plötzlich kotzübel. Wir können nur froh sein, dass wir das Geld aus der Türkei im Rücken haben, denn aus den 3.300 EUR der Überzahlung sind mittlerweile bestimmt 5.000 EUR geworden. Hunderte Schreiben sind mittlerweile ans Gericht und an die Gegenseite geschickt worden; zwei Gerichtsverhandlungen usw. Das nervt alles kolossal, auch wenn wir am Ende nicht auf diesen Kosten sitzenbleiben werden. Aber bezahlen müssen wir sie erstmal. Und die Aktien sind seit Anfang des Jahres doch so im Keller. Na gut. So gegen 22 Uhr bekommt Annette extreme Zahnschmerzen, die ganze linke Seite, Unter- und Oberkiefer, alle Zähne dort. Auch das Ohr und die Schläfe. Sie geht zu Bett, aber die Sache beruhigt sich nicht. Wenn sie den Kopf auf die linke Seite legt, geht es einigermaßen, aber auf rechts ist es, als würde der Schmerz durch den ganzen Kopf sickern. Um 1 Uhr schaut Herbert, ob wir Schmerzmittel in Badschrank haben. Haben wir nicht; nur im Wohnmobil. Geh' nicht runter, bleib' hier, sagt Annette zum Herbert, der sich schon anziehen will. Irgendwann am frühen Morgen schläft sie ein. Nein, diesen 29. Februar hat sie wirklich nicht gebraucht.

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