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Montag, 23. Februar 2015



wir verlassen Évora

Husch husch, aus dem Bett um 7 Uhr morgens. Doch doch, Annette kann es noch; sie hat das Frühaufstehen nicht verlernt. Und das Schreiben ja auch nicht. Aber dann können wir noch gar nicht so bald losfahren, denn es setzt ein ganz feiner Nieselregen ein. Der Himmel ist grau und zugezogen. Warten wir also noch bis Mittag und schauen, ob wir überhaupt loskommen. Das Warten fällt uns nicht schwer bei der schönen Radiomusik auf Diana FM, wo sie tolle Jazz-Musik spielen. Dieser Stil nennt sich Bossa Nova im portugiesischen und bedeutet Neue Welle. Die vielen portugiesischen Musiker wird ja kaum jemand kennen, aber was der Stan Getz gemacht hat, das würde auch unter Bossa Nova fallen. Nur, dass die herrlich weiche portugiesische Sprache noch viel besser zu dieser feinen Musik passt. Mittlerweile ist es 13 Uhr, es ist trocken draußen und wir können losfahren.



diese Kirche steht im Niemandsland



die Landschaft ist wie immer herrlich

Wir sind unterwegs auf der N114 in Richtung Montemor-o-Novo und fahren nicht nur an vielen kleinen Kuh- und Schafherden vorbei, sondern auch wieder an etlichen Korkbäumen. Außerdem fahren wir ein Stück auf der Rota dos Vinhos do Alentejo, der Weinroute. Die Stadt Montemor ist schnell erreicht, ist aber kein Foto wert. Von hier aus biegen wir ab nach Coruche und Santarém, bleiben aber auf der N114, die von jetzt an etwas schlechter wird. Die Dörfer, durch die wir kommen, wie Foros de Vale de Figueira oder Lavre sind einfach. Dann geht es durch ein Stück Kiefernwald. Überall ist nur noch Sandboden, was uns vorkommt, als müsse doch eigentlich gleich das Meer zu sehen sein. Es ist ein ganz eigenartiges Gefühl. Komisch, dass uns gar kein Salzgeruch in die Nasen steigt, aber wie auch? Das Meer ist noch weit. Dann erreichen wir unser heutiges Ziel, die Stadt Coruche. Vorher geht es noch über vier oder fünf Einsenbrücken, wovon die letzte über den Rio Sorraia geht. Über die Brücke und dann rechts ab zum Stellplatz, der ausgeschildert ist. Vorbei am Busbahnhof, haben die Wohnmobile einen eigenen Parkplatz direkt neben dem Lidl. Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir doch hier im Hinterland die einzigen Wohnmobilisten sein müssten, aber nix da. Es stehen fünf Wohnmobile hier. Eine Stunde nach unserer Ankunft fängt es an zu regnen; da hatten wir aber Glück. Wir machen es uns an Bord gemütlich und hören zu jeder vollen Stunde die Kirchglocken, die dann auch eine Melodie spielen. Irgendwo hatten wir gelesen, dass Coruche die Korkstadt sein soll. Die wollen wir uns morgen mal anschauen.



die Dörfer haben hübsche Ortseingangsschilder



Durchfahrt durch Lavre


 



über mehrere Eisenbrücken geht es



ein erste Blick auf Coruche



wir stehen auf dem offiziellen Stellplatz von Coruche



unsere Tagesroute ca. 95km

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