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Sonntag, 01. Februar 2015



wir sind wieder in Silves unterwegs

Eine kalte Nacht liegt hinter uns. Wann haben wir morgens zuletzt heizen müssen? Das muss in Lagos oder am Praia da Ingrina gewesen sein. Jetzt sind die Scheiben beschlagen bei nur 11°C an Bord. Die Sonne kommt dann aber schon bald, sodass wir heute wieder unterwegs sein können. Wir wollen uns mal den Stellplatz von Silves anschauen, also den offiziellen, nicht das, was die Wohnmobilisten aus den Parkflächen am Hallenbad gemacht haben. Wir laufen praktisch vom einen Ende der Stadt zum anderen, aber lange Strecken machen uns ja nicht viel aus. Wir kommen natürlich auch am Hallenbad vorbei, das sonntags geschlossen ist. Tausende Wohnmobile stehen überall verteilt. Eine quadratische Parkfläche will die Stadt Silves ja offiziell für Wohnmobile ausweisen. Die Entsorgungsstation ist fast fertig, der Schlagbaum auch. Es stehen vielleicht 30 Wohnmobile auf dieser Fläche; es ist viel zu wenig Platz für den Massenandrang. Ansonsten stehen die Wohnmobile auf den angrenzenden Parkflächen, die parkähnlich angelegt sind. Was für ein hässlicher Anblick es für die Einheimischen sein muss, die vielen Fahrzeuge zu sehen. Wir schämen uns immer, wenn wir so viele Wohnmobile auf einen Haufen sehen. Und dass wir selbst zu den Wohnmobilisten zählen. Und dabei ist der heutige Wohnmobilist ja nicht arm. Wenn das der Himmel auf Erden sein soll. Wir sind nur froh, dass wir schon vor 15 Jahren, in 1999, damit angefangen haben, als die Situation noch ganz anders war. Wo man die mobile Freiheit noch erleben konnte. Wo auch die Wohnmobilisten ganz anders waren und nicht jeden Luxus und jede Technik in ihren Fahrzeugen haben mussten.


 



diese Fläche will die Stadt Silves offiziell für die Wohnmobile ausweisen



diese parkähnlichen Flächen am Hallenbad werden in jedem Winter von den Wohnmobilen in Beschlag genommen



ein Blick auf den offiziellen Stellplatz von Silves, den Motorhome Park

So, jetzt gehen wir noch zum richtigen Stellplatz, den Motorhome Park. Hier standen wir vor einem Jahr mal Anfang Dezember, als der Platz erst wenige Wochen alt war. Jetzt sind die 50 Stellflächen bis auf 2 belegt. Die Nacht kostet 4,50 EUR, Strom 2,50 EUR. Jetzt gibt es hier auch zwei Duschen und eine Toilette. Wir machen uns dann auch schon wieder auf den Heimweg. Heute ist die Luft recht kalt. Nur gut, dass kein Wind geht. Für den Rückweg nehmen wir eine andere Strecke, kommen auch an einem schicken neuen Waschsalon vorbei und dann auch an den vielen Orangenplantagen. Dann machen wir es uns an Bord gemütlich. Abends leuchtet der Vollmond auf uns, und bestimmt ist er es, der die Nächte so kalt macht. Morgen und überhaupt in den nächsten Tagen soll das Wetter ja nicht viel hergeben. Manchmal sieht man Europa auf der Wetterkarte gar nicht vor lauter Tiefs. Schade, dass uns das Wetter jetzt so im Stich lassen will. Ansonsten können wir sagen, dass uns diese Überwinterung bisher am leichtesten gefallen ist von allen sechs Wintern seit 2009.


 



überall wachsen die Orangen und Zitronen

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