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Sonntag, 22. Februar 2015



die Straße nach Évora geht schnurgerade aus

Unsere Tour soll heute von Beja nach Évora führen. Irgendwann wollen wir ja auch wieder am Meer sein. Die IP2 geht fast nur geradeaus und lässt sich sehr gut befahren, fast wie eine Autobahn; sie ist aber nur einspurig in jeder Richtung. Wir kommen an vielen Korkbäumen vorbei, von denen viele ungeschält sind. Der Alentejo ist ja für seine Korkproduktion bekannt, wie überhaupt Portugal der größte Korklieferant der Welt ist. Kurz vor Vidigueira sehen wir einen Baum, in dem etliche Störche sitzen und sogar ihre Nester haben. Annette ist mit ihrem Foto zu spät, und so dreht Herbert extra noch einmal und fährt zu diesem Baum zurück. Wir zählen dann neun Störche - eine ganze Familie mit allen Verwandten. Zwei von ihnen segeln gerade durch die Lüfte. Über die Störche freuen wir uns immer so und überhaupt sind wir jetzt wieder so richtig angekommen im Alentejo. Die Landschaft hier ist herrlich.



so sehen Korkeichen aus, an denen wir heute vorbeikommen



in diesem Baum wohnt eine ganze Storchensippe



ein Blick auf Portel aus der Ferne



wir erreichen Évora



auf diesen großen Parkplatz am Jardim público haben wir uns gestellt

Es geht vorbei an Portel und dann erreichen wir auch schon bald Évora. Évora - Patrimonio mundial (Weltkulturerbe), so heißt uns ein Schild willkommen. Wir fahren dann auf den großen Parkplatz am Fuße des öffentlichen Parks. Dort stehen schon ein paar Wohnmobile, ansonsten ist der Platz so gut wie leer. Wir wollen heute einfach nur ein wenig durch Évora bummeln und in eines der alten Cafés einkehren. Es ist recht kalt heute. Unser Stadtbummel beginnt im angrenzenden Jardim público, dem öffentlichen Park oder Garten, Dort, das wissen wir noch von damals vor drei Jahren, leben ein paar Pfauen. Einer von ihnen schlägt gerade ein Rad, was ganz prächtig aussieht, aber das Weibchen, das direkt vor ihm herläuft, interessiert sich nicht im geringsten für ihn und schaut nicht mal hin. Dafür bewundern wir das Männchen umso mehr.



im Jardim público, dem öffentlichen Park, lässt sich das Pfauenweibchen nicht imponieren



unser Bummel durch Évora beginnt

Dann beginnt unser Bummel durch Évora. Über den Praça 1 do Maio kommen wir auf den schicken Hauptplatz der Stadt, den Praça de Giraldo. Heute am Sonntag sind fast alle Geschäfte geschlossen bis auf ein paar Souvenirgeschäfte, die hauptsächlich Korkprodukte anbieten. Was es nicht alles gibt aus Kork: Handtaschen, Regenschirme, Hüte, Schuhe, Schalen, Küchenschürzen. Manche Korkteile wurden fast in ihrem Ursprung belassen, sodass die echte Baumrinde noch dran ist. Es ist ein interessantes Naturprodukt und sieht immer gut aus. Auf dem Hauptplatz ist einiger Betrieb; die Tische sind gut besucht, aber es sitzen auch viele drinnen. Das würden wir dann auch machen, denn es ist, wie gesagt, nicht besonders warm heute.



auf dem Hauptplatz der Stadt, dem Praça de Giraldo



es herrscht einiger Betrieb auf dem Platz, aber heute ist ja auch Sonntag



es werden auch wieder Maroni verkauft



ein paar Souvenirgeschäfte haben geöffnet; es werden diverse Korkprodukte angeboten


 



Évora ist Weltkulturerbe


 



in diesem Innenhof wird ein kleines Café betrieben



viele Kunstwerke sind aus Marmor



alles ist so schön restauriert hier


 



diesen kleinen Brunnen muss man selbst bedienen



die Blumen blühen im Jardim Diana


 



Évora ist immer einen Besuch wert



diese Brunnen auf dem Hauptplatz ist natürlich auch aus Marmor



es gibt manches Café, aber das richtige finden wir heute nicht

Wir lassen uns durch die Stadt treiben, die heute wieder ganz prächtig aussieht. In der Gegend wird ja viel Marmor abgebaut, und das sieht man der Stadt auch deutlich an. Brunnen, Brüstungen, Verzierungen - alles aus Marmor. Aber wo sollen wir jetzt eigentlich einkehren? Alles, was wir bisher gesehen haben, war voll oder zu eng oder zu modern oder zu einfach, wie das Café Arcada. Wir sind schon fast durch die gesamte Altstadt gelaufen, und am Ende landen wir in einem Restaurant und sitzen draußen. Essen uns Muscheln mit Fleisch (Herbert) und Kabeljau mit Reis (Annette). Wie konnte das passieren? Na, zumindest schmeckt das Essen. Dann gehen wir heim und richten uns auf eine weitere kalte Nacht ein, aber die bleibt aus. Kalt ist es am Abend jedenfalls nicht. Also uns geht es jetzt wieder so richtig gut; die Massen von Wohnmobilen haben wir unten in der Algarve zurückgelassen, und der Alentejo ist schon wieder im Begriff, uns zu verzaubern. Wir freuen uns auch schon wieder aufs Meer.



am Ende landen wir in einem Restaurant und essen typisch portugiesisch


 



durch den Jardim público gehen wir wieder heimwärts



unsere Tagesroute ca. 79km

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