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Donnerstag, 05. Februar 2015



als wir den blauen Elefanten sehen, halten wir an und waschen den Phoenix

Was für eine eisige Nacht hinter uns liegt. Es sind nur 9°C an Bord, und wir lassen die Heizung am Morgen drei Stunden lang laufen, denn draußen ist es zwar sonnig, aber auch eisig kalt vom scharfen und eisigen Wind, der heute geht. Heute wollen wir auch weiterziehen. Wären wir doch an der Westküste geblieben. Das bereuen wir jetzt, aber andererseits wollen wir ja in Loulé noch zu MAN. Für einen neuen Auspuff und auch, um das Gaspedal neu einstellen zu lassen. Vor anderthalb oder zwei Jahren war es doch so, dass das Gaspedal plötzlich nicht mehr in die Ausgangsposition zurückging. Bei MAN in Frankreich hatte man uns dann eine Feder eingebaut, und alles war wieder gut. Aber auf Dauer findet Herbert, dass er zu fest aufs Pedal treten muss, und das will er jetzt auch richten lassen. So, gegen Mittag fahren wir los, fahren erstmal zurück in östlicher Richtung, nach Porches zu BP, wo wir Gas tanken wollen. Denn bei den extremen Temperaturen wollen wir immer genug Gas zum Heizen haben. 25 Liter passen hinein. Dann in westlicher Richtung noch schnell zum Aldi in Alcantarilha, wo wir die letzten drei Schwarzbrote ergattern. Dann auf die N125 nach Loulé.



bei Elefante Azul in Guia

Die Sonne lacht, der Himmel ist strahlend blau, keine Wolke am Himmel, aber es ist schrecklich kalt. In Guia waschen wir noch den Phoenix bei Elefante Azul. Dann kommt auch schon bald die Abfahrt nach Loulé. Wir hatten uns die Adresse von MAN aufgeschrieben: Edifício (Gebäude) Hydraplan, Zona Industrial de Loulé, Lote 4. Eine komische Adresse, einfach so die Industriezone anzugeben und keinen richtigen Straßennamen. Aber dann kommt Loulé und ein Extrazeichen für Zona Industrial. Wir folgen der Beschilderung und bums, landen im Industriegebiet. Wir sehen MAN schon vom weitem. Das ging ja perfekt.



weiter geht unsere Fahrt nach Osten



als wir Loulé erreichen, folgen wir der Beschilderung zur Zona Industrial

Bei der Anmeldung schildern wir die Dinge, die wir gemacht haben wollen. Exhaust pipe (Auspuff), accelerator (Gaspedal) und dass man vor zwei Jahren eine Feder eingebaut hätte und dass das Gaspedal seitdem so schwer zu treten sei usw. Herbert soll in die Werkstatthalle fahren, man will sich die Sache mal selbst anschauen. Dann sagt man uns, dass wahrscheinlich nur eine weichere Feder eingebaut werden muss, dass man nicht glaubt, dass die injection pump (die Einspritzpumpe) kaputt sei bzw. die Kabel, die das Gaspedal in die Normalposition zurückbringen. Das alles sagt man uns natürlich auf englisch, denn hier in Portugal spricht einfach jeder englisch. In Spanien wären wir schon längst verzweifelt, weil man dort nicht mal one - two- three sagen kann. So, jetzt noch der Auspuff. Sie sagen, dass ja noch gar keine Löcher drin seien, dass er doch noch ganz passabel aussähe. Wir sagen ihnen, dass man in Deutschland extrem streng sei und dass das Fahrzeug jedes Jahr zum TÜV müssten. Dass man uns schon gesagt hätte, dass als nächstes der Auspuff fällig sei. Wir sagen den Leuten hier ganz offen, dass wir den Auspuff in Portugal machen lassen wollen, weil es hier billiger wird als in Deutschland, wo alles so pervers teuer ist. Sie sagen, dass das Material in Deutschland bestimmt billiger sei, aber der Stundenlohn hier in Portugal viel niedriger. (Auf einem Aushang bei der Rezeption hatten wir den Stundenlohn gelesen: 46 EUR netto). Am Ende bekommen wir den Preis für den Auspuff gesagt: 1008 EUR brutto. Wir bekommen einen Termin für nächsten Donnerstag, aber Annette soll am Mittwoch anrufen und nachfragen, ob auch wirklich alle Teile da seien.



bei MAN in Loulé



unser Phoenix ist in der Halle

So, jetzt müssen wir erstmal irgendwo unterkommen für die Nacht. Wir beschließen, nach Quarteira zu fahren. Ruckzuck geht die gut ausgeschilderte Fahrt nach Quarteira. Dort soll es einen Stellplatz geben, von dem uns schon viel erzählt wurde. Wir fahren und fahren auf der Hauptstraße von Quarteira, und Annette erinnert sich, dass der Stellplatz in der Nähe vom Lidl ist. Fahren wir also in Richtung Lidl, den man in der Algarve nirgends mehr verpassen kann, denn der Lidl ist seit neuestem mit einem Übermaß an Schildern ausgestattet. So richtig aggressiv, aber egal, auf diese Weise finden wir zum Stellplatz. Am Ende sehen wir sogar zwei Schilder für die Área de Serviço. Dort angekommen, sehen wir das ziemlich niedrige Dach der Einfahrt. Ein Holländer steht gerade an der Einfahrt und zeigt nach oben zum Dach. Annette steigt wie immer aus und schaut wegen der Dachhöhe. Es sieht verdammt knapp aus. Der Holländer sagt ihr, dass gerade vorgestern sich jemand sein ganzes Dach kaputtgemacht hätte. Dass die Leute vom Platz jedem sagen, dass man hindurchpasst, aber dass es am Ende nicht deren Schaden sei und vor allem nicht deren Kosten. Er zeigt auf ein geschlossenes Tor in etwa 10m Entfernung. Wir sollten doch einfach durch dieses Tor fahren. Dieses Tor hätten wir niemals gesehen, und vielleicht hätte sich Herbert am Ende doch noch unter dem niedrigen Dach hindurchgezwängt. und womöglich unser Dach kaputtgemacht, und das alles für den ollen Stellplatz, der nämlich wirklich öde aussieht. Wir sind dem Holländer sehr dankbar (in solchen Dingen sind die Holländer immer sehr aufmerksam und helfen einander; das kümmert die anderen Nationalitäten nicht). Man macht uns das andere Tor auf und schon sind wir drinnen. Wie gesagt, schön ist es hier nicht, aber na ja. Die Nacht kostet 3 EUR, Strom 2 EUR. Wir essen früh zu Abend und schalten auch wieder die Heizung ein, denn draußen wartet eine eisige Nacht auf uns.



Durchfahrt durch Quarteira



Ankunft auf dem Stellplatz von Quarteira



so ist die Einfahrt, etwas weiter rechts ist ein weiteres Tor, durch das wir dann fahren



unsere Tagesroute ca. 42km

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