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Dienstag, 19. Februar 2013



einen letzten Blick werfen wir auf das Restaurant vom Camp Le Soleil, bevor wir abreisen

Heute wollen wir weiterziehen, auch wenn der Himmel grau ist. Aber da wäre es uns auf dem Camp vielleicht zu langweilig, wenn die Sonne fehlt. Und so packen wir alles zusammen, leeren die Tanks in den vorhandenen Bodeneinlass und fahren am späten Vormittag los. Die kurvige Straße bis Tinghir bietet nochmal schöne Ausblicke aufs Land. In der Stadt selbst ist dann wieder so ein Gewusel, dass wir uns jedesmal wundern müssen, wo die Leute alle herkommen.



es geht diese kurvige Straße zurück nach Tinghir



in Tinghir (Tinerhir) ist ein Gewusel wie überall



wir verlassen Tinghir

Heute sind wir nicht mehr die einzigen auf der Überlandstraße, sondern sind einige Autos und LKWs unterwegs. Entsprechend dauert es an den vielen Polizeikontrollen länger als sonst, wenn man nur langsam durch sie hindurchfährt. Na, unsereinen winkt man sowieso jedesmal durch oder sagt nur kurz Bonjour. Bei den Einheimischen wird immer neugierig ins Auto geschaut.



bei den Polizeikontrollen können wir immer ungehindert durchfahren



weiter geht die Fahrt durch karges Land



in Boumalne hängt das Fleisch draußen an Haken

Eigentlich wäre unser nächstes Ziel die Dadès-Schlucht, die nur etwa 50km von der Todhra-Schlucht entfernt liegt. Aber Annette hat überhaupt keine Lust dazu. Zum einen glaubt sie, dass am Ende eine Schlucht wie die andere aussieht, zum anderen haben wir überall gelesen, dass die Straße in ganz üblem Zustand sein soll, und bei Serpentinen wird es Annette immer ganz schnell schlecht während der Fahrt. Dann kommt noch der bedeckte Himmel dazu, bei dem die Fotos eh nie so gut werden. Mit einem Wort: Wir lassen die Dadès-Schlucht aus und halten uns in der Stadt Boumalne, wo es zur Schlucht abgeht, in Richtung Ouarzazate. In Boumalne selbst herrscht auch wieder ein Riesentrubel, aber am Ende der Stadt sehen wir eine Banque Populaire mit einem Geldautomaten. Herbert kann direkt am Straßenrand halten und Annette hinausspringen und etwas Geld holen. Die 200 DH-Scheine sehen diesmal ganz anders aus, mit einem ganz anderen Motiv darauf; auch sind die Wasserzeichen nicht alle gleich auf den neuen gleichaussehenden Scheinen. Na, hoffentlich sind die Scheine echt.



die LKWs sind immer bepackt wie nur irgend möglich



wir sind auf der Straße der Kasbahs unterwegs

Weiter geht es durchs platte Land. Die Fahrt ist heute ziemlich unspektakulär, was die Landschaft angeht. Dafür schießen wir heute mehr Alltagsszenen. Wir sind nun auf der Straße der Kasbahs, die durch das Vallée du Dadès, das Tal des Dadès-Flusses verläuft. Aber von dieser Route hatten wir uns mehr versprochen, denn die Straße der Kasbahs sollen angeblich mal 1001 Kasbahs gesäumt haben. Und so hatten wir uns vorgestellt, dass die Route doch besonders hübsch sein müsste, dass es hier viele Durchreisende gegeben haben muss, wenn so viele Kasbahs erbaut wurden. Aber besonders hübsch ist die Route nicht. Auch sind viele Kasbahs mittlerweile nicht mehr bewohnt und stehen nurmehr als Ruinen da, nachdem ihnen heftige Regenfälle zu sehr zugesetzt haben und man sie nicht mehr renoviert hat. Denn sie sind  ja praktisch nur aus Lehm gebaut



eine Karawane schwerlastiger Expeditionsfahrzeuge ist unterwegs, von einer vorausfahrenden Eskorte angekündigt



die Läden haben immer ein universales Warensortiment



die Esel müssen schnell traben



wir durchfahren die Stadt Skoura

die meisten der Kasbahs sind mittlerweile verfallen und werden nicht mehr restauriert

manche der Ortschaften haben solche Tore

überall wird Rosenwasser angeboten

Dafür gibt es unzählige Souvenirstände und kleine Hütten, in den Rosenwasser und alles mögliche an Rosenprodukten angeboten wird. Eau de Rose, Produits des Roses, so begrüßen uns viele handgeschriebene Schilder, aber uns ist Rosenwasser eigentlich kein Begriff, jedenfalls nicht, dass wir dafür Verwendung hätten.



in allen Sprachen werden die Rosenprodukte angepriesen



Schaftransport auf marokkanisch



der Himmel wird immer dunkler



die Landschaft sieht unter bedecktem Himmel ganz anders aus



Blick auf die Kasbah Chez Famille Ben Moro



der dreirädrige Zweitakter wird zum abenteuerlichen Gefährt



alles sieht hübsch aus in Ouarzazate



wir durchfahren die Stadt Ouarzazate



die Straße zum Camp Bivouac La Palmeraie wird immer schmaler

Der Himmel wird immer grauer, und irgendwann erreichen wir die Stadt Ouarzazate. Unser heutiges Ziel auf dem weiteren Weg in die Wüste ist der Campingplatz Bivouac La Palmeraie in Ouarzazate. Und so fahren wir erstmal durch die Stadt, die einen sehr gefälligen ersten Eindruck macht. alles wirkt hier so modern und hübsch. Alles ist großzügig angelegt. Wir biegen dann ab in Richtung Zagora, und nach 3km nach links zum Camp. Aber oh Gott, wo sind wir denn hier gelandet? Zum erstenmal sehen wir ein richtig verkommenes Wohngebiet, Müll überall. Als wären die hier Wohnenden von der schönen neuen Stadt Ouarzazate hierher abgedrängt worden. Die Straße wird auch immer enger, bis wir schließlich vor dem viel zu engen Tor des Camps stehen. Da passen wir niemals durch, sagt Annette. Aber da winkt man uns schon zu und sagt, dass auch andere riesige Wohnmobile auf dem Camp stehen, dass wir hier durchpassen würden. Herbert fährt also los, aber mit den Spiegeln passen wir unmöglich durch. Die Bügel mit den Spiegeln einklappen wollen wir nicht, denn dann leiert die Halterung wieder aus und bei Starkwind klappen die Bügel dann ständig um, das passierte uns häufig genug, bevor wir uns bei MAN neue Bügel beschafft hatten. Wir winken also ab. Und es gibt ja wirklich mehr als genug Campingplätze im Land; wir haben ein ganzes Buch von ihnen. Da bietet man uns an, dass wir uns doch auf die schmale Fläche neben das Tor stellen könnten. Auf eine Fläche mit einem riesigen Müllhaufen. Also über diesen Vorschlag ist Annette so perplex, dass sie sogar vergisst, ein Foto von dieser Fläche zu machen. Im Campingbuch suchen wir uns jetzt den Campingplatz Municipal in Ouarzazate heraus, dessen Schild wir schon bei der Fahrt durch die Stadt gesehen hatten. Dort soll Platz für 100 Wohnmobile sein, auch soll er neben einem Complexe Touristique liegen.



nach links die Straße hinein geht es zum Camp, aber die Einfahrt ist zu eng für uns und wir müssen umkehren

Dort angekommen, sind nur gerade noch ein paar Plätze frei. Ein Trakt des Camps ist für eine Reisegruppe reserviert. Wieder sind wir die einzigen Nichtfranzosen hier. Der erste Eindruck vom Platz ist nicht der beste, und auch der zweite und dritte Eindruck ist es nicht, aber zum Übernachten gut genug. (Die Nacht kostet 41 DH, Strom 23 DH) Wir bestellen uns für den frühen Abend zweimal Salade marocaine, der pünktlich ans Wohnmobil gebracht wird. Im Restaurant essen könnten wir heute nicht, hatte es geheißen, da wäre alles für die Reisegruppe reserviert. Spät abends hören wir einen Trommelwirbel aus dem Restaurant, der für die Gruppe aufgeführt wird. Noch später abends überlegen wir, vielleicht doch eine weitere Nacht auf dem Camp zu bleiben und uns morgen mal die Stadt Ouarzazate anzuschauen, denn sie hatte uns heute bei der Durchfahrt ja doch gut gefallen. Hoffentlich hält das Wetter, denn wiederum noch später am Abend, eigentlich ist es schon Nacht, kommen ein paar Regentropfen herunter.



Ankunft am Camp Municipal in Ouarzazate

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