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Freitag, 01. Februar 2013



Blick auf die beiden kleinen Waschhäuschen, die baugleich sind

Dem Hahn, der um 3:00 Uhr Ortszeit mit dem Krähen anfängt, hätten wir den Hals umdrehen können. Er kann nur froh sein, dass wir unsere Uhren nicht umgestellt haben und dass 4:00 Uhr auf unserem Wecker nicht ganz so schrecklich aussieht. Auch die Hunde ärgern sich über ihn und können ihr Bellen nur schwer im Zaum halten. Aber wenn man auf dem Land wohnt, ist es wohl nicht anders.



alles sieht doch richtig gefäliig aus

Ein oder zwei Tage wollten wir ja nun sowieso hier am Motel Rif bleiben, aber jetzt müssen wir es wohl auch. Denn Herbert kann mit seinem rechten Fußballen nicht mehr auftreten, er ist etwas angeschwollen und tut weh, als wäre er entzündet. Das gleiche hatte Herbert schon mal im November, und es ist auch nicht der Fuß, für den wir die neue Sohle haben. Bleiben wir also hier, und hier stehen wir warm und trocken. Herbert legt das Bein hoch, dann ist es erträglicher. Derweil macht sich Annette mit einer Waschschüssel ans Putzen der Stauklappen am Phoenix, also der inneren Rahmen. Mei, wie die aussehen. Als wären wir schon in der Wüste gewesen. Dann noch die Eingangstür und die beiden Garagentüren, und die Stoßstange, die schon ganz versandet war.



es gibt jeweils eine Dusche und eine Toilette und diese Abwaschbecken

Anschließend gehen wir zum Duschen, und hier sieht alles viel gefälliger aus als auf dem ersten Camp. In jedem der zwei kleinen Duschhäuschen gibt es je eine Toilette und eine Dusche, und an einem der Häuschen steht draußen eine Gasflasche. Gehen wir also dorthin, da wird es wohl das warme Wasser geben. Alles ist hier sauber und ordentlich, überhaupt ist es am besten, wenn man mit ganz geringen Erwartungen kommt, denn dann hat man viel öfter die Gelegenheit, dass diese Erwartungen übertroffen werden.



der Swimming-pool macht die Anlage um das Motel Rif zu einer richtigen Oase

Und weil es hier am Motel Rif kein WIFI gibt, nehmen wir heute das neugekaufte Paket von Maroc Telecom. Die einzige Hürde besteht darin, das Modem aufzubekommen und die SIM-Karte einzulegen. Dann installiert sich alles von selbst, und man kann bei der Auto-Installation zwischen englisch und französisch wählen. Wir müssen nur ein paar mal NEXT und OK drücken, die vierstellige PIN eingeben und bums sind wir schon drin im Internet. Und man hat ja unbegrenztes Volumen, was die GBs angeht.



über Maroc Telecom gehen wir ins Internet

Der junge Mann, der uns gestern so herzlich empfangen hat, hatte uns empfohlen, hier im Restaurant unbedingt das Cous Cous zu probieren. Das würde es immer nur freitags geben (wir hatten auch gelesen, dass Cous Cous meistens am Freitag, dem Tag des Gebets, gegessen wird). Auch kommt am Nachmittag jemand über den Platz gelaufen und sagt uns allen, dass es heute Abend Cous Cous Royale geben wird. Na, dann probieren wir es doch einfach. Übrigens bekommen Campinggäste 20% Rabatt aufs Essen im Restaurant.



wir sind im Restaurant vom Motel Rif

Ganz so spät mögen wir abends nicht gern essen, und so gehen wir um halb acht unserer Zeit zum Restaurant. sind dort auch nicht die ersten und einzigen. Wir bestellen uns dann aber doch zwei verschiedene Gerichte, wie wir es fast immer tun, damit wir sie im Notfall immer noch untereinander tauschen können. Herbert hätte gern eine Tajine de Viande, also eine mit Fleisch, und hofft auf Lammfleisch. Es gibt dann aber nur welche mit Huhn. Na, dann eben mit Huhn. Auch ist im Cous Cous ja Hühnerfleisch. (Schade, dass man nicht den ollen Hahn von heute früh genommen hat, von seinem Geschmack mal abgesehen.) Das Essen ist wieder einfach, schmeckt aber gut und wird wie beim letztenmal so heiß serviert, dass man sich den Schlund verbrühen kann. Der Salat ist auch wieder so gut, Essig und Öl sind schon dran und alles so schön durchgezogen. Wir sollten den Salat jeden Tag auswärts essen, das ist besser, bequemer und billiger als würden wir uns das Gemüse auf dem Markt selbst kaufen. Zum Abschluss gibt es noch einen Nachtisch, der aus einem Flan bzw. einem Joghurt besteht. Das Menu kostet dann je 80 statt 100 DH, und mit Tee und einer großen Flasche Wasser und Bedienung haben wir 206 DH (18,54 EUR) zu zahlen. Wir geben natürlich immer noch ein Trinkgeld. Auch setzt man schon mal die ersten zwei Übernachtungen (140 DH, 12,60 EUR) mit auf die Rechnung. Na, uns soll es recht sein; auf diese Weise werden wir wieder zwei große Geldscheine á 200 DH los.



wir essen Cous Cous und eine Tajine de Poulet

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