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Donnerstag, 07. Februar 2013



drei Kühe fahren ihrem ungewissen Ziel entgegen

So, heute wollen wir unsere Reise fortsetzen in Richtung Fès. Wir gehen zum Bezahlen, und pro Nacht waren hier übrigens 70 DH (6,30 EUR) zu zahlen, ohne Strom, (Strom 20 DH) denn unsere Batterien waren so voll, dass wir auf ihn verzichten konnten. Als wir startklar sind, kommt noch der ältere der beiden Männer vom Camp Belle Vue, fragt, ob wir ein paar Tabletten Doliprane für ihn hätten, gegen Kopfweh. Mist, Doliprane haben wir nicht, kennen wir gar nicht. Im Buch hatten wir gelesen, dass die Einheimischen gern nach Aspirin fragen, und das haben wir in größeren Mengen. Also geben wir ihm einen Streifen Aspirin, den er auch gern nimmt. Dem anderen Mann, der immer den Tee gebracht hat, geben wir eine Flasche Bier, über die er sich freut. Dann geht es durch das große Tor, und es steht uns jemand genau im Weg. Ein noch junger Mann mit ganz kaputten Beinen, mit einer Krücke. Ja Junge, du musst mal aus dem Weg gehen, sonst kann ich ja nicht fahren, sagt sich Herbert und bedeutet ihm mit dem Arm, dass er doch nach rechts auf die Seite gehen soll. Der Mann kommt dann zu Annette ans Fenster und schaut neugierig hinein. Ach, ich gebe ihm einen 20 DH-Schein, sagt Annette. Aber statt den Geldschein zu nehmen, nimmt er Annettes Hand und drückt sie ganz fest, küsst sie auch. Der Mann ist ganz aufgelöst vor Dankbarkeit und stammelt auch ein paar Worte auf arabisch, denn richtig sprechen kann er auch nicht. Er haucht noch ein paar Küsse durch die Luft. Das gute, wenn man den Einheimischen hier Geld gibt, ist dass sie es nicht in Alkohol anlegen können. Und 20 DH sind hier schon richtig viel Geld, dafür bekommt man schon mehrere Kilo Gemüse gekauft. So, wir fahren in Richtung Meknès und sind auf dem Weg zur Autobahn.



Durchfahrt und Blick auf das Rathaus von Meknès auf der Suche nach der Autobahn



hier entlang zur Autobahn nach Fès

Die Richtung zur Autobahn ist ausgeschildert, aber irgendwie verpassen wir dann trotzdem noch die richtige Auffahrt und finden deswegen erst zur nächsten Auffahrt. Ein Ticket ist zu ziehen und dann rollen wir schön dahin auf einer wie sie aussieht, wohl nagelneuen Autobahn. In Fès wollen wir auf den Campingplatz Diamant Vert, und der sei am besten von der Autobahn her zu finden, so hatten wir gelesen.



die Landschaft ist sehr ursprünglich hier



endlich kommt die Autobahnauffahrt



die Autobahn ist in erstklassigem Zustand



nach der Ausfahrt Fès sind es noch 4km zum Camp Diamant Vert

Nach der Ausfahrt Fès und der Zahlstelle (19 DH, 1,71 EUR) sind noch 4km geradeaus zu fahren, und dann sehen wir auch schon die Schilder für Diamant Vert. Der Platz gehört zu einer riesigen Anlage mit Bungalows und einem riesigen Schwimmbad. Allerdings liegt der Campingbereich unter hohen Bäumen, was wir nicht so mögen. Auch sind gewaltige Bauarbeiten im Gange, sodass der Campingbereich eher einer einzigen Baustelle gleicht. Na ja. wir melden uns also an und es wird wieder alles mögliche ins Formular eingetragen, und diesmal nicht nur von Herbert allein. Die Nacht kostet hier 100 DH (9 EUR) mit Strom. Dann bietet man uns an, an einem organisierten Ausflug nach Fès teilzunehmen. Der würde pro Paar 400 DH (36 EUR) kosten. Was? 400 Dirhams? Das ist aber viel Geld, sagen wir. Man sagt uns, 200 DH für die Hin- und Rückfahrt und 200 DH für die Führung durch die Stadt. Das ist aber teuer, wenn man bedenkt, dass eine Busfahrt in die Neustadt 3 DH bzw. ein Taxi ins Zentrum 40 DH kosten soll laut unserem Buch. Wir danken erstmal für das Angebot.  



über den Oued (Fluss) Fès müssen wir und dann kommt schon die Einfahrt zum Camp



hier wohnen wir zur Zeit in Fès



ein großes öffentliches Schwimmbad grenzt direkt an das Camp an

Die einzelnen Stellplätze sind dann ziemlich aufgeweicht und auf den ersten Blick sind wir recht unglücklich auf dem Camp Diamant Vert. Auch nervt der Krach der Traktoren, die stundenlang im Einsatz sind bis zum Abend. Dann kommen wir auch nicht ins freie WIFI, das es auf dem Platz gibt. Obwohl der Empfang gut ist. An der Rezeption sagt man uns, dass er im Restaurant am besten funktionieren würde. Gehen wir also dahin, und am Ende merken wir, dass es an den Einstellungen auf unserem Laptop liegt. Gottlob, denn unser Zugang über Maroc Telecom klappt hier überhaupt nicht, ging auch schon nur schleppend über GPRS die letzten Tage. Sonst wären wir hier aufgeschmissen gewesen. Der Abend wird dann ziemlich kalt und wir schalten unsere Alde-Heizung an und lassen sie über Strom laufen. Wofür hat man schließlich solche gute Heizung? Es steht uns eine richtig kalte Nacht ins Haus, und so lassen wir die Heizung über Nacht laufen. Und morgen wollen wir nach Fès hinein. Auf eigene Faust, versteht sich.



da wir nicht ins freie Internet kommen, setzen wir uns ins Restaurant am Schwimmbad und versuchen da unser Glück



auf dem Camp ist gerade diese Gruppe auf Marokkotour 2013

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