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Sonntag, 24. Februar 2013



in den Straßen von Zagora

Heute sind wir recht faul und wollen nur mal zum Drâa gehen, dem Fluss, der einem ganzen Tal seinen Namen gibt und durch die Stadt Zagora geht, oder jedenfalls liegt er im Osten der Stadt. Um halb eins Ortszeit gehen wir los, aber heute merkt man doch, dass Wochenende ist und dass dementsprechend wenig los ist in den Straßen. Heute geht auch ein ziemlicher, wenn auch warmer Wind, aber wir sind froh, heute nicht schon unten in M'hamid in der Wüste zu sein und den ganzen Wüstensand abzubekommen. Wir laufen die Avenue Hassan II entlang, die nahezu parallel zum Boulevard Mohamed V, der Hauptstraße von Zagora, liegt. Ein paar Werkstätten sind heute aber doch am Werkeln, sogar an einem Wohnmobil.



manche Werkstätten wie diese Schreinerei sind heute geöffnet



auch die Autowerkstätten haben heute zu tun



in der Nähe des Drâa-Flusses gibt es auch Hotels



ein Palmenhain begrüßt uns am Ufer des Drâa

In einem großen Bogen laufen wir die in Richtung Fluss und sehen dann schon recht bald die vielen Palmen des Palmenhains (Palmeraie), die den Fluss säumen. Wir halten uns auch eine Weile hier am Drâa auf, aber besonders sehenswert oder hübsch ist es hier nicht. Ein paar Hotels stehen auch in der Nähe des Flusses.



Blick auf einen der zwei die Stadt Zagora umgebenden Wüstenberge



der Drâa fließt im Osten an Zagora vorbei



hier steht das berühmte Schild "Timbuktu 52 Tage"

Auf unserem Rückweg müssen wir heute auch endlich mal das berühmte Schild "52 Tage nach Tombouctou" besuchen und vor allem fotografieren. Auf einer angebrachten Tafel in arabisch, französisch, englisch und spanisch lesen wir, dass das Schild datiert auf die strategische Rolle, die die Drâa-Region im 16. Jahrhundert gespielt hat , als Etappenziel der Handelskarawanen zwischen Marokko und der Südsahara Afrikas. Wir lesen, dass der Handel zwischen der wohlhabenden Drâa-Region und Tombouctou Marokko zum wirtschaftlichen Mittler zwischen Afrika und Europa machte. Auch waren marokkanische Dynastien daran interessiert, dass Sicherheit für die Handelskarawanen auf der Route bestand. Aufgrund der Lage war die Drâa-Region Zollstation und die finanziellen Rechte, die der Handel einbrachte, führte zu wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen, die eine große Rolle spielten in der Entwicklung der Region.



das Schild ist schon ganz verschossen von der Sonne



folgt man der Pfeilrichtung, so geht es hier entlang nach Timbuktu



eine Ladung Schafe und Lämmer wird zur Markthalle gebracht . . .



. . . die wenig später am Fleischerhaken landen werden



ein Blick in die Markthalle von Zagora

Als wir wieder am Café Oscar vorbeikommen, ist unser Tisch besetzt und so wollen wir uns nur wieder ein paar Törtchen in der Patisserie kaufen. Mei, wie hier im Innenhof der Müll vom Wind hergeweht wurde. Auch ist die Tür der Patisserie geschlossen und es hängt ein Pappschild auf arabisch im Türglas. Wir denken, dass die Patisserie geschlossen ist, aber nein, sie ist geöffnet und will nur den Wind nicht hereinlassen. Auf der Hauptstraße, dem Boulevard Mohamed V, kaufen wir in einem der vielen winzigen Lebensmittelläden noch 20 Eier à 1,10 DH, also 22 DH (1,98 EUR), die uns für den Heimtransport gut verpackt und verschnürt werden. Den Rest des Nachmittags verbringen wir dann wie gestern und genießen die viele Zeit, die wir haben.



wir laufen hintenrum um die Moschee auf unserem Heimweg

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