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Sonntag, 17. Februar 2013



nachdem die Wäsche auf der Leine ist, können wir in der Sonne frühstücken

Um 8:00 Uhr Ortszeit ist Annette die erste im Waschmaschinenraum. So, wie die beiden Waschmaschinen aussehen, mag man hier eigentlich nicht gern waschen, aber es ist die einzige Gelegenheit seit langem. Zum Beispiel fehlt die Verkleidung des Schubfachs, wo das Waschmittel hineinkommt. Unterm Bullauge sieht es aus, als wäre die Maschine schon mehrmals ausgelaufen. Aber alles geht gut, und die Wäsche sieht nachher sogar richtig gut aus. Die Benutzung kostet 29 DH (2,70 EUR). Als sie auf der Leine hängt, frühstücken wir draußen, denn hier im Süden ist es jetzt immer schön warm.



auf dem Hauptplatz des Camps Le Soleil

Mittlerweile ist ein junges Paar aufs Camp gekommen. Sie sind aus Südafrika, arbeiten aber in London und haben sich ein Jahr Auszeit genommen, um zu reisen. Sie sind in einem VW-Bus unterwegs. Ansonsten unterhalten wir uns wieder sehr viel mit den Nachbarn. Am frühen Nachmittag kommen mehrere Wohnmobile, alles Deutsche, auf den Platz. Wir sehen, dass es sich um eine geführte Gruppe handelt. Unser Nachbar kommt später mit einem aus dieser Gruppe ins Gespräch und hört, dass manche von ihnen gar nicht glücklich sind mit dem Reiseverlauf. Und dafür geben die Leute 2.850 EUR pro Fahrzeug aus (Reisedauer 3 Wochen), um sich von einem Campingplatz zum nächsten führen zu lassen. Und immer in Eile.



alles ist sehr hübsch angelegt



von dieser Terrasse hat man einen schönen Blick auf den Pool

Über den Nachmittag verteilt kommen noch zwei weitere geführte Touren, Franzosen und Holländer auf den Platz, sodass zunächst alle Stellflächen belegt sind und später sogar die Zufahrtswege voll von Wohnmobilen sind. Eine richtige Überbelegung ist das. Am Vormittag hatten wir uns das Essen für heute Abend bestellt und können nur hoffen, dass es im Restaurant nicht so voll ist. Man bietet hier folgende Pauschale an: 220 DH (19,80 EUR) für eine Übernachtung auf dem Camp mit Abendessen für zwei Personen im Restaurant.



man kann auf dem Camp ganz nach oben auf den Felsen steigen



so sieht alles vor dem Ansturm der geführten Gruppen aus



im Restaurant des Camps Le Soleil

Es ist dann aber doch recht angenehm im Restaurant. Man stellt uns sogar eine kleine Gasheizung auf; eine Gasflasche, die in einer schicken Stoffhülle steckt, mit einem Heizaufsatz. Das Essen ist gut, kann aber nicht mit dem mithalten, was wir in der Wüste bei Ibrahim bekommen hatten. Zum Dessert gibt es Minzetee, der uns serviert wird. Man ist immer sehr um den Gast bemüht und es gibt auch immer sehr viel Personal, das unsereinem zur Verfügung steht. Am Ende gibt es dann aber doch einige Verwirrung, als man uns die Rechung bringt, auf der die einzelnen Gänge aufgelistet sind, aber die Übernachtung gar nicht inbegriffen ist. Wir lassen das korrigieren, aber im Rechnen tun sich die Einheimischen schwer, das haben wir schon ganz oft festgestellt. Es ist dunkel, als wir das Restaurant verlassen. Überall sind Leute zu sehen und zu hören. Die jeweiligen geführten Gruppen stehen zusammen und unterhalten sich lautstark. Na, morgen früh sind sie eh alle wieder weg. So straff, wie deren Reiseroute immer durchgeplant ist. Da kann unsereins das Land viel besser genießen und auf sich wirken lassen.



das Einschenken des Tees ist immer eine Zeremonie



wir sind von Kissen und Stoffen umgeben

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