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Samstag, 16. Februar 2013



wir verlassen das Camp Ocean des Dunes in Hassi Labiad

So, unser Entschluss steht fest: Wir bleiben nicht länger auf dem Camp Ocean des Dunes, denn es gibt mit Sicherheit bessere Campingplätze mit mehr Platz und mehr Grün. Und die Wüste haben wir ja nun gesehen. Wir wollen weiter westlich auch noch einen weiteren Ausflug in die Wüste machen. Als wir zum Bezahlen gehen, sagt Ibrahim: So, das waren 1 Monat und 2 Tage, aber weil Sie so lange geblieben sind, bekommen Sie Rabatt auf den ganzen Monat und müssen nur die 2 Tage bezahlen. -- Donnerwetter, sagen wir, wenn die Preise so sind, kommen wir im nächsten Jahr wieder und bleiben dann auch wieder einen ganzen Monat für umsonst. -- Er sagt, dass wir ja vielleicht wirklich wiederkommen, Inschallah. Wir fragen ihn dann noch, ob die Straße von Erfoud nach Tinejdad gut genug ist, denn sie ist auf der Karte eine sehr gute Abkürzung nach Westen und wir müssten nicht die ganze Strecke bis Errachidia zurück und dann nach Westen. Wir wollen zum Camp Les Tamaris Chez Michèle im Ort Goulmima und mal ein paar Tage stehen. Ja, sagt Ibrahim, es ist normale Asphaltstraße, aber wir sollten auch das letzte Stück auf dieser Straße bleiben und nicht direkt nach Goulmima abbiegen, das wäre Schotterpiste. Lieber die ca. 20km extra fahren auf der normalen Straße. Na gut. Wir fahren am späten Vormittag los und müssen erstmal wieder durch Rissani und zurück bis Erfoud.



wieder geht es durch Rissani



was für unsereinen das Auto, ist für die hiesigen Leute das Fahrrad



was man hier für schöne alte Fahrzeuge zu sehen bekommt

Die Abbiegung nach Tinejdad ist in Erfoud schnell gefunden, und übel ist die Beschilderung im Land ja nicht außer manchmal in den Städten selbst. Aber ganz so gut ist die Straße nicht, zumindest bis zur ersten Ortschaft namens Er-Jorf bzw. Jorf rappeln wir so dahin. Schlaglöcher gibt es auch genügend. Auf der Durchfahrt durch Er-Jorf sehen wir auch wieder manche schwarzverschleierte Frau. Ansonsten kommen wir gut durch, da ja kaum Autos unterwegs sind.



wir durchfahren den Ort Er-Jorf



der Anblick der Kamele ist immer eine Freude



die Landschaft ist ganz karg



die Leute sind gekleidet, als würden sie zu einer Feierlichkeit gehen wollen



wir kommen durch mehrere kleine Ortschaften



im Niemandsland steht dieses Tor

Noch ist die Landschaft ganz flach, aber das ändert sich mit jedem Kilometer, den wir uns dem Hohen Atlas nähern. wir hatten in der Früh unsere beiden Reisebücher im Wohnraum liegenlassen, und die wollen wir jetzt holen. Und weil zu beiden Seiten der Straße feiner Sand ist, halten wir einfach mitten auf der Straße an, um die Bücher zu holen. Dann blättern wir in aller Seelenruhe in den Büchern, denn Autos sind ja eh kaum unterwegs. Man glaubt ja nicht, wie angenehm es sich fährt mit so wenigen Autos auf den Straßen. Wir kommen dann auch zu dem Entschluss, nicht die 20km extra und in östlicher Richtung zu fahren, nur um zum Camp Les Tamaris zu kommen. Als würde es nicht genug Campingplätze im Land geben. Unser nächstes Ziel ist sowieso die Todhra-Schlucht, und so suchen wir uns ein Camp an der Schlucht. Wir wollen jetzt zum Camp Le Soleil.



wir erreichen die ersten Ausläufer des Hohen Atlas'

welche Sicht die Bewohner hier auf die Berge haben

Die Landschaft wird schon wieder so spektakulär, und die Ortschaften sind an den Berg geklebt. Mittendrin ein Stück grüner Oase. Die Erdfarben gefallen uns immer so gut. Bei Tinghir bzw. Tinerhir geht es immer höher hinauf und es bieten sich uns herrliche Blicke auf das Land. Dann sehen wir auch schon die Abbiegung zur Todhra-Schlucht.

der Ort liegt an einer Oase



huch, hier haben wir ja mal übermäßiges Verkehrsaufkommen



Blick auf die Oase

Auf dem Camp Le Soleil angekommen, ist unser erster Eindruck ein sehr guter. Alles ist sehr hübsch hier mit angeschlossenem Hotel. Praktisch zeitgleich mit uns kommt ein Paar aus Hannover hier an. Dann ist hier noch ein englisches Paar, aber ansonsten kann man hier tanzen, so viel Platz ist noch überall. Die Nacht kostet 58 DH (5,22 EUR) und der Strom 25 DH (2,25 EUR). Alles sieht hier sehr hübsch aus, auch das Waschhäuschen mit seinen bunten Kacheln. An der Rezeption kommen wir mit dem Engländer ins Gespräch, der sogar ein paar Worte deutsch kann. Es stellt sich heraus, dass wir fast zeitgleich die gleiche Strecke bis auf ein paar Abweichungen durchs Land gefahren sind wie er mit seiner Frau. Die letzte Nacht hatten sie auf Les Tamaris chez Michèle verbracht und waren enttäuscht. Sie können nicht verstehen, warum ausgerechnet Les Tamaris so einen guten Ruf hat und als einer der besten Plätze im Land gilt. Den ganzen Nachmittag reden wir noch mit ihm. Auch mit den Leuten aus Hannover, die wie wir alle drei Paare zum erstenmal in Marokko sind. Wir alle sind recht angetan von Marokko und wir alle sagen, dass es nicht die letzte Fahrt nach Marokko gewesen sein wird. Den ganzen Tag lang erzählen wir einander die jeweiligen Erlebnisse.



linkerhand befindet sich das Camp Le Soleil, unser Etappenziel

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