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Sonntag, 03. Februar 2013



immer weiter südwärts geht es

Wir schauen auf den Wecker: 6:00 Uhr. Wir schauen auf das Thermometer im Wohnzimmer: 11 Grad. Wir gehen noch mal ins Bett und warten auf die liebe Sonne. die kommt dann auch bald und wärmt alles. Wir lassen sie auch gern zu uns an Bord. Dann sitzen wir beim Frühstück und wollen später weiterziehen. Hier auf dem Platz gibt es auch einen großen Bodeneinlass, wo wir unsere Tanks leeren können. Dann geht es weiter auf der N13.



zu dieser Wasserquelle kommt die gesamte Dorfbevölkerung

Wir rumpeln so dahin auf der Straße, die gezeichnet ist von Bodenwellen und wir müssen manchem Schlagloch ausweichen. . Auch ist der Straßenrand auf dieser Strecke ziemlich abgesenkt. Aber das gute ist, dass das Verkehrsaufkommen meist gering ist. Als wir an dieser Wasserquelle vorbeikommen, sehen wir, wie die Einheimischen große Wassertonnen füllen und von den Eseln heimbringen lassen. Manche haben auch tausend kleine Einzelbehälter dabei. Die Esel haben hier also nicht viel zu lachen. Und an die vielen bepackten Esel am Straßenrand haben wir uns ja mittlerweile auch gewöhnt.



in großen Wassertonnen wird das Wasser von Eseln heimgebracht



mancher Esel muss das Wasser auch in tausend kleinen Behältern transportieren

Auf unserer Fahrt winken uns die Leute immer gern zu, aber wir erleben heute das erstemal, dass die Situation umschlägt. Einmal winken uns zwei junge Männer zu, und plötzlich macht der eine eine Bewegung mit seinem Arm, als würde er mit einem Stein in der Hand auf uns zielen wollen. Der Arm ist nach unten ausgestreckt wie bei einem Diskuswerfer. Ein andermal winken uns zwei junge Schafhirte zu, die jeweils ihren Stock vom Schafhüten in der Hand halten. Und plötzlich holt der eine mit seinem ca. 1,5m langen Stock aus, als wolle er auf unser Fahrzeug einschlagen. Eine dritte Situation ist die, als ein zehnjähriges Mädchen von der linken Straßenseite aus einen kleineren Stock auf uns wirft. Wir sehen den Stock fliegen, aber gottlob trifft er uns nicht. Irgendwie ist das alles unheimlich, ja ungeheuerlich, dass die Leute einem gleichzeitig um den Hals und in den Rücken fallen.



wir erreichen eine der wenigen Ortschaften entlang der Route



die Leute sind mit ihren Schafen direkt am Straßenrand



es ist immer ein Gewusel in jeder Stadt



Orangen werden verkauft

wir halten uns immer in Richtung Meknès

Wir halten uns immer in Richtung Meknès; unser heutiges Ziel ist die Stadt Moulay Idris bzw. der Campingplatz Belle Vue etwa 8km außerhalb. Die Fahrt ist wie immer sehr hübsch, was die Landschaft angeht. Es geht dann auch immer höher den Berg hinauf bis nach Volubilis, wo sich die größte römische Ausgrabungsstätte Marokkos befindet. Für solche Ausgrabungsstätten haben wir ja nie viel übrig, und so halten wir dort auch nicht an. Die Fahrt geht nun weiter durchs Tal, ist aber nicht weniger spektakulär.

die Landschaft ist einfach grandios

immer höher geht es hinauf

die Ladefläche ist wohl so vollgeladen, dass nur noch auf der Trittstufe Platz für diesen Mitreisenden ist

wir erreichen die Ortschaft Volubilis, wo sich die die römischen Ausgrabungsstätten befinden

Brauchen wir noch was aus der Apotheke?

auch hier ist wieder ein richtiger Menschenauflauf

Die Stadt Moulay Idris tut sich dann vor uns auf und erinnert uns so hoch auf dem Berg an die Bastionsstädte in Frankreich. Und weil wir uns nicht sicher sind, ob wir auf der richtigen Straße zum Camp sind, fragen wir einen der Polizisten, die heute so zahlreich auf den Straßen sind und Geschwindigkeitskontrollen und andere Kontrollen durchführen. Weitere 9km auf der Straße nach Meknès bleiben und dann nach links abbiegen, sagt er uns. Nach diesen 9km sehen wir auch ein großes hübsches Schild vom Camp Belle Vue.

Blick auf die Stadt Moulay Idris

Ankunft auf dem Camp Belle Vue

Wir parken dann erstmal vor diesem Tor und schauen uns den Campingplatz an. Die einzelnen Plätze sind recht hübsch, alles mittels Pflanzen abgesteckt. Fahren wir also drauf und melden uns auf dem Camp an. Wieder ist ein Formular auszufüllen, nur, dass wir es diemsal selbst ausfüllen sollen. Der Rezeptionist lässt uns lange Zeit allein, weil er wohl weiß, dass man für das ausfüllen drei Stunden braucht. Was nicht alles gefragt wird. Geburtsdatum und -Ort will man nicht wissen, aber z.B. wo man gerade herkommt und wo man von hier aus hin will. Mit was für einem Fahrzeug man unterwegs ist usw. Annette lässt all diese Felder offen, weil man uns diese Dinge auf den vorherigen Camps auch nicht gefragt hat. Die letzten beiden Felder sind für die Reisepass- und die Polizeinummer. Was für Polizeinummer? Bleibt also auch offen. Der Rezeptionist kommt zurück. Er spricht übrigens ein wenig englisch. Die Polizeinummer fehlt, sagt er. Es ist die fortlaufende Nummer, die uns die Police Maroc auf der Fähre in den Reisepass gestempelt hat. Die muss ins Formular. Nur gut, dass jeweils nur ein Formular erforderlich ist; Wir nehmen dann immer die Daten von Herbert. Später kommen wir noch mit unseren englischen Nachbarn ins Gespräch, die gerade von den Ausgrabungsstätten zurückkommen. Sie schwärmen so davon, und dass man eine ganze Woche dort verbringen könnte, so viel sei dort zu sehen. Hm. Abends wird es wieder empfindlich kalt draußen. Und überhaupt lagen die Temperaturen heute nur bei 14°C, sonst waren es immer etwa 18°C. Morgen wollen wir mal nach Moulay Idris fahren.  

hier wohnen wir zur Zeit

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